Columbus (Georgia)
| Columbus | |
|---|---|
Spitzname: The Lowell of the South or The Fountain City | |
Lage von Columbus in Georgia | |
| Basisdaten | |
Gründung: | 1828 |
Staat: | Vereinigte Staaten |
Bundesstaat: | Georgia |
County: | Muscogee County |
Koordinaten: | 32° 30′ N, 84° 56′ W32.491944444444-84.9491 |
Zeitzone: | Eastern (UTC−5/−4) |
Einwohner: – Metropolregion: | 189.885 (Stand: 2010) 296.506 (Stand: 2010) |
Bevölkerungsdichte: | 339,3 Einwohner je km2 |
Fläche: | 572 km2 (ca. 221 mi2) davon 559,7 km2 (ca. 216 mi2) Land |
Höhe: | 91 m |
Vorwahl: | +1 706, 762 |
FIPS: | 13-19007 |
GNIS-ID: | 331443 |
Website: | www.columbusga.gov |
Bürgermeister: | Teresa Tomlinson |
Columbus ist eine Stadt und zudem der County Seat des im Muscogee County im US-Bundesstaat Georgia mit 189.885 Einwohnern (Stand: 2010). Nach Atlanta und Augusta ist Columbus die drittgrößte Stadt Georgias.
Im Jahr 2001 fusionierte die Stadt Columbus mit dem Muscogee County und bildete ein consolidated city-county, das seitdem gemeinsam verwaltet wird. Die Stadt ist der Mittelpunkt der Metropolregion Columbus.
Inhaltsverzeichnis
1 Geschichte
2 Demografische Daten
3 Fernsehen
4 Klimatabelle
5 Sonstige Informationen
6 Städtepartnerschaften
7 Söhne und Töchter der Stadt
8 Weblinks
9 Einzelnachweise
Geschichte |
1828 erhielt die Stadt vom Repräsentantenhaus von Georgia das Stadtrecht, eine Entscheidung, die durch die strategische Lage beeinflusst war. Oberhalb von Columbus war der Chattahoochee River nicht mehr schiffbar, und hier verließ die Straße, die von der damaligen Staatshauptstadt Milledgeville über Macon nach Mobile und New Orleans führte, den Staat Georgia, bevor sie das Land der Muskogee (auch Muskogee bzw. Muscogee genannt) in Alabama durchquerte. Die Stadt wurde nach Christopher Columbus genannt, vermutlich beeinflusst durch die Schriften von Washington Irving. Ein Plan für die Stadt wurde durch Edwin L. DeGaffenried entworfen, der vorsah, dass die Stadt auf einer Anhöhe über dem Fluss angelegt werden sollte. Am anderen Ufer, wo heute Phenix City ist, lebten bis zu ihrer Vertreibung im Jahr 1836 die Muskogee.
Der Fluss verband Columbus mit der Welt, und war besonders wichtig, um die Plantagen der Region mit dem internationalen Baumwollmarkt in New Orleans (und letztendlich Liverpool) zu verbinden. Die kommerzielle Bedeutung der Stadt nahm in den 1850er Jahren zu, als die Eisenbahn Columbus erreichte. Eine zunehmende Zahl von Textil-Fabriken entstand entlang des Flusses und brachte damit auch Industrie in ein Gebiet, das bisher nur von der Landwirtschaft abhängig war.
Bis zum Jahr 1860 ist die Stadt zu einem der wichtigeren industriellen Zentren der US-Südstaaten geworden, so dass sie den Beinamen „Lowell des Südens“ verdient hatte. Mit dem Ausbruch des Sezessionskrieges 1861 breiteten die Industrien von Columbus ihre Produktion aus, so dass die Stadt zu einem der wichtigsten industriellen Zentren der Konföderierte Staaten von Amerika wurde. Neben der Textilindustrie beherbergte die Stadt ein Eisenwerk und eine Schiffbauwerft für die konföderierte Flotte. Die einzigen Kampfhandlungen des Krieges, die die Stadt betrafen, fanden Anfang April 1865 kurz vor dem Kriegsende statt, als ein Truppenkontingent der Union unter General James H. Wilson die Stadt angriff und viele der industriellen Gebäude niederbrannte.
Reconstruction setzte fast unmittelbar danach ein, und es folgte eine Zeit des Wohlstands. Die Industrialisierung der Stadt führte zu rapidem Wachstum; die Stadt wuchs über das ursprünglich überplante Gebiet hinaus. In dieser Zeit eröffnete auch das Springer Opera House in der 10th Street, das über ein Jahrhundert lang großartigen Darstellern eine Bühne geboten hat und bis heute bespielt wird.
Während der 1970er und 1980er Jahre waren Verfall und Stadtflucht ernsthafte Probleme für den Großteil des Stadtgebiets und die angrenzenden Nachbarschaften. Frühe Bemühungen, den allmählichen Verfallsprozess anzuhalten führten dazu, dass verschiedene historische Denkmalzonen in den zentralen Gegenden der Stadt eingerichtet wurden, größere Problemflächen demoliert wurden, und ein Regierungszentrum gebaut wurde.
Demografische Daten |
Laut der Volkszählung von 2010 verteilten sich die damaligen 189.885 Einwohner auf 74.081 bewohnte Haushalte, was einen Schnitt von 2,47 Personen pro Haushalt ergibt. Insgesamt bestehen 82.690 Haushalte.
64,4 % der Haushalte waren Familienhaushalte (bestehend aus verheirateten Paaren mit oder ohne Nachkommen bzw. einem Elternteil mit Nachkomme) mit einer durchschnittlichen Größe von 3,08 Personen. In 35,0 % aller Haushalte lebten Kinder unter 18 Jahren sowie in 22,6 % aller Haushalte Personen mit mindestens 65 Jahren.
28,8 % der Bevölkerung waren jünger als 20 Jahre, 29,2 % waren 20 bis 39 Jahre alt, 25,4 % waren 40 bis 59 Jahre alt und 16,3 % waren mindestens 60 Jahre alt. Das mittlere Alter betrug 34 Jahre. 47,9 % der Bevölkerung waren männlich und 52,1 % weiblich.
46,3 % der Bevölkerung bezeichneten sich als Weiße, 45,5 % als Afroamerikaner, 0,4 % als Indianer und 2,2 % als Asian Americans. 2,8 % gaben die Angehörigkeit zu einer anderen Ethnie und 3,0 % zu mehreren Ethnien an. 6,4 % der Bevölkerung bestand aus Hispanics oder Latinos.
Das durchschnittliche Jahreseinkommen pro Haushalt lag bei 42.661 USD, dabei lebten 20,9 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.[1]
Fernsehen |
WRBL Channel 3, CBS-Sender
WTVM Channel 9, ABC-Sender
WCGT Channel 16, Unabhängig
WJSP-TV Channel 28, PBS-Sender, Georgia Public Broadcasting
WLTZ Channel 38, NBC-Sender
WXTX Channel 54, Fox-Sender
WLGA Channel 66, CW-Sender
Klimatabelle |
| Columbus, Georgia | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Columbus, Georgia
Quelle: National Weather Service, US Dept of Commerce | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Sonstige Informationen |
- Columbus ist die drittgrößte Stadt in Georgia.
- Die Firmen AFLAC, Carmike Cinemas, Synovus, TSYS und Lance Inc. haben ihren Firmensitz in Columbus.
- Bis in die 1960er Jahre hatte auch Royal Crown Cola in Columbus ihren Firmensitz.
- Columbus liegt neben Fort Benning, einer United-States-Army-Basis, in der unter anderem die US-Army Center & School beheimatet ist.
- In den Olympischen Spielen von 1996 fanden die Wettbewerbe für fast-pitch Softball für Frauen in Columbus statt. Diese waren die erste Wettbewerbe ihrer Art bei den Olympischen Spielen.
Städtepartnerschaften |
Columbus unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:[2]
Japan
Kiryū (Japan), seit 1977
Georgien
Sugdidi (Georgien), seit 1997
Rumänien
Bistrița (Rumänien), seit 2002
Taiwan
Taichung (Republik China (Taiwan)), seit 2007
Söhne und Töchter der Stadt |
Dallas Austin (* 1970), afroamerikanischer Musiker, Songwriter und Produzent
Ash Brannon (* 1969), Animator, Filmregisseur und Drehbuchautor
Eugene Bullard (1894–1961), erster afroamerikanischer Kampfpilot
Robert Cray (* 1953), Blues-Gitarrist und -Sänger
Isaiah Crowell (* 1993), American-Football-Spieler
Hyleas Fountain (* 1981), Siebenkämpferin
T. J. Fowler (1910–1982), Blues- und Jazzmusiker
Nolan Gould (* 1998), Schauspieler
Justin Guarini (* 1978), Sänger
Marty Jannetty (* 1962), Wrestler
Nunnally Johnson (1897–1977), Drehbuchautor in Hollywood
William H. Martin (1931–1987), NSA-Überläufer
Carson McCullers (1917–1967), Schriftstellerin
Sam Mitchell (* 1963), Basketballtrainer
Frederick Martin Oates, Wrestler
Robert Parrish (1916–1995), Filmregisseur und Filmeditor
George Foster Peabody (1852–1938), Investment-Banker und Mäzen
H. Vincent Poor (* 1951), Elektroingenieur
Mauri Rose (1906–1981), Autorennfahrer
David P. Talley (* 1950), katholischer Geistlicher, Koadjutorbischof von Alexandria
David Mathieson Walker (1944–2001), Astronaut
Philip Wheeler (* 1984), Footballspieler
Augusta Jane Evans Wilson (1835–1909), Schriftstellerin
Weblinks |
Website der Stadt (engl.)
Einzelnachweise |
↑ Profile of General Population and Housing Characteristics: 2010. United States Census Bureau. Abgerufen am 22. Januar 2018.
↑ Website Columbus, abgerufen am 2. Juni 2017