Kristelig Folkeparti





































































Kristelig Folkeparti
Christliche Volkspartei


Logo der KrF


Partei­vorsitzender

Olaug Bollestad (vorübergehend)


General­sekretär

Hilde Frafjord Johnson

Stell­vertretende Vorsitzende
1. Olaug Bollestad
2. Kjell Ingolf Ropstad

Gründung
1933

Haupt­sitz

Oslo


Jugend­organisation

Kristelig Folkepartis Ungdom (KrFU)


Aus­richtung

Christdemokratie
EU-Skepsis

Farbe(n)
Rot, Orange

Parlamentssitze

8/169
(2017)

Mitglieder­zahl
20.050 (2017)[1]


Internationale Verbindungen

Christlich Demokratische Internationale

Europapartei

EVP (Beobachter)


Website

www.krf.no




Stimmenanteile der KrF nach Provinzen (Stortingswahl 2009). Die Hochburgen liegen in den südwestlichen Provinzen Aust-Agder, Vest-Agder und Rogaland.


Kristelig Folkeparti (KrF) (deutsch Christliche Volkspartei) ist eine christdemokratische politische Partei in Norwegen.


Die Partei entstand in Reaktion auf die zunehmenden Säkularisierungstendenzen der 1920er und 30er Jahre. Den Anlass für die Parteigründung bildete der gescheiterte Versuch, Nils Lavik als Kandidaten der liberalen Venstre-Partei im Wahlkreis Hordaland aufzustellen. Ingebrigt Bjørø rief daraufhin in Bergen für den 4. September 1933 zur Gründung der KrF auf. Bei der Parlamentswahl am 16. Oktober 1933 erhielt Nils Lavik über 10.000 Wählerstimmen und wurde erster Stortingsabgeordneter seiner Partei.[2]


Von 2001 bis 2005 bildete sie mit Konservativen (Høyre) und Liberalen die norwegische Regierung und stellte mit Kjell Magne Bondevik den Ministerpräsidenten. Seit 2013 toleriert sie die Minderheitsregierung Solberg. Ein Parteitag votierte nach Wochen der öffentlichen Debatte am 2. November 2018 dafür, selbst in die Regierung einzutreten.[3] Damit wurde die Empfehlung von Parteichef Hareide für ein linkes Bündnis abgelehnt. Im Januar 2019 trat die Partei nach erfolgreichen Koalitionsvorhandlungen mit der bestehenden Regierung dieser bei. Hareide trat in der Folge von seiner Position als Vorsitzender zurück, da aber noch kein Nachfolger bestimmt wurde, führt Olaug Bollestad die Partei zur Zeit interimistisch an.[4]


Die KrF ist traditionell eine Mitgliederpartei, viele Mitglieder sind auch in den Kirchengemeinden aktiv.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Wahlergebnisse


  • 2 Parteivorsitzende


  • 3 Einzelnachweise


  • 4 Weblinks





Wahlergebnisse |


















































































































Stortingswahl
Prozent[5]
Sitze[6]

1933
0,8
1

1936
1,4
2

1945
7,9
8

1949
8,5
9

1953
10,5
14

1957
10,2
12

1961
9,6
15

1965
8,1
13

1969
9,4
14

1973
12,3
20

1977
12,4
22

1981
9,4
15

1985
8,3
16

1989
8,5
14

1993
7,9
13

1997
13,7
25

2001
12,4
22

2005
6,8
11

2009
5,5
10

2013
5,6
10

2017
4,2
8

Die KrF erzielt ihre besten Ergebnisse in Rogaland und auf dem Sørlandet, in küstennahen Orten mit stark religiös geprägten Gemeinschaften. Bei der Stortingswahl 2009 erhielt die KrF in den Kommunen Hægebostad und Audnedal (Provinz Vest-Agder) 30,5 bzw. 31,7 Prozent.[7] In diesen Ortschaften leben viele aktive Christen, sowohl Mitglieder der lutherischen Landeskirche als auch Anhänger unabhängiger Gemeinden, etwa der Pfingstbewegung. Vest-Agder wird auch die «Schnalle am norwegischen Bibelgürtel» genannt. Der Anteil von Kirchgängern, die öfter als sechs Mal im Jahr den Gottesdienst besuchen, liegt hier bei 33 Prozent und damit doppelt so hoch wie im landesweiten Durchschnitt.[8][9][10]



Parteivorsitzende |




  • Ingebrigt Bjørø, 1933–1938


  • Nils Lavik, 1938–1951


  • Erling Wikborg, 1951–1955


  • Einar Hareide, 1955–1967


  • Lars Korvald, 1967–1975


  • Kåre Kristiansen, 1975–1977


  • Lars Korvald, 1977–1979


  • Kåre Kristiansen, 1979–1983


  • Kjell Magne Bondevik, 1983–1995


  • Valgerd Svarstad Haugland, 1995–2004


  • Dagfinn Høybråten, 2004–2011


  • Knut Arild Hareide, 2011–2019


  • Olaug Bollestand seit 2019 (bis zur Neuwahl des Vorsitzenden)



Einzelnachweise |




  1. Eigene Angaben KrF og Venstre mistet over 2.000 medlemmer på ett år Aftenposten, 11. Januar 2018, abgerufen am 3. November 2018.


  2. Geschichte der KrF Website der Partei, abgerufen am 29. Januar 2012


  3. Oda Leraan Skjetne u. a.: Drama på KrF-landsmøtet: Hareide tapte (norwegisch) In: vg.no. 2. November 2018. Abgerufen am 3. November 2018.


  4. Birk Tjeldflaat Helle: Knut Arild Hareide går av som KrF-leder. 17. Januar 2019, abgerufen am 6. Februar 2019. 


  5. Historische Übersicht, Prozent Statistics Norway


  6. Historische Übersicht, Sitze Statistics Norway


  7. Wahlergebnis 2009 nach Kommunen Norway Statistics


  8. Forestillingen om bibelbeltet på Sørlandet blir bekreftet Fædrelandsvennen, 9. März 2005, abgerufen am 6. Februar 2012


  9. Björn Grimen: Bibelbeltet styrer fortsatt velgere NRK Nyheter, 15. Oktober 2009, abgerufen am 6. Februar 2012


  10. Liv Ekeberg: En av tre tror ikke på Gud Agderposten, 29. Dezember 2010, abgerufen am 6. Februar 2012



Weblinks |




  • Kristelig Folkeparti Offizielle Website


  • Kristelig Folkepartis Ungdom Website der Jugendorganisation


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