Bebra
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
50.9711111111119.7902777777778195Koordinaten: 50° 58′ N, 9° 47′ O | ||
| Basisdaten | ||
Bundesland: | Hessen | |
Regierungsbezirk: | Kassel | |
Landkreis: | Hersfeld-Rotenburg | |
Höhe: | 195 m ü. NHN | |
Fläche: | 93,64 km2 | |
| Einwohner: | 14.078 (31. Dez. 2017)[1] | |
Bevölkerungsdichte: | 150 Einwohner je km2 | |
Postleitzahl: | 36179 | |
Vorwahl: | 06622 | |
Kfz-Kennzeichen: | HEF, ROF | |
Gemeindeschlüssel: | 06 6 32 003 | |
LOCODE: | DE BEB | |
| Stadtgliederung: | 12 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausmarkt 1 36179 Bebra | |
Website: | ||
Bürgermeister: | Uwe Hassl (parteilos) | |
| Lage der Stadt Bebra im Landkreis Hersfeld-Rotenburg | ||
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Bebra ist eine Kleinstadt im Nordosten Hessens (Deutschland). Bebra ist eine klassische Eisenbahnerstadt als Knotenpunkt mehrerer Eisenbahnstrecken.
Inhaltsverzeichnis
1 Geographie
1.1 Geographische Lage
1.2 Nachbargemeinden
1.3 Stadtgliederung
2 Geschichte
2.1 Eingemeindungen
2.2 Einwohnerentwicklung
3 Religionen und Konfessionen
4 Politik
4.1 Stadtverordnetenversammlung
4.2 Bürgermeister
4.3 Wappen
4.4 Städtepartnerschaften
5 Kultur, Sport und Sehenswürdigkeiten
5.1 Museen
5.2 Bauwerke
5.3 Sportvereine
5.4 Regelmäßige Veranstaltungen
5.5 Künstlerische Verarbeitung
6 Wirtschaft und Infrastruktur
6.1 Verkehr
6.2 Medien
6.3 Radwanderwege
6.4 Ansässige Unternehmen
6.5 Staatliche Einrichtungen
6.6 Bildungseinrichtungen
6.6.1 Kindergärten
7 Persönlichkeiten
7.1 Söhne und Töchter der Stadt
7.2 In Bebra gelebt und gewirkt haben
8 Trivia
9 Einzelnachweise
10 Weblinks
Geographie |
Blick auf Bebra im Fuldatal von Osten. Im Vordergrund Bünberg. Im Hintergrund Rotenburg.
Geographische Lage |
Bebra liegt im Landkreis Hersfeld-Rotenburg etwa 45 km südlich von Kassel an der Fulda. Die Stadt ist dank der markanten Lage am Fuldaknie auf den meisten Landkarten leicht zu finden. Sie ist umgeben vom Stölzinger Gebirge im Norden, dem Richelsdorfer Gebirge im Osten, dem Seulingswald im Südosten und dem Knüll im Südwesten. Die größten Nachbarorte sind Rotenburg und Bad Hersfeld.
Innerhalb des Bebraer Stadtgebiets münden die Fließgewässer Bebra, Solz, Lüder und Ulfe in die Fulda; in die Ulfe mündet die Iba.
Nachbargemeinden |
Im Uhrzeigersinn beginnend im Norden stoßen an Bebra diese Gemeinden: Cornberg, Nentershausen, Ronshausen, Ludwigsau und Rotenburg.
Stadtgliederung |
Die Stadt Bebra besteht seit der Gemeindereform vom Januar 1972 aus zwölf Stadtteilen, die neben der Kernstadt Bebra aus den umliegenden Dörfern bestehen. Im Uhrzeigersinn sind das: Asmushausen, Gilfershausen, Rautenhausen, Braunhausen, Imshausen, Solz, Iba, Weiterode, Breitenbach, Blankenheim und Lüdersdorf.
Geschichte |
Anfänglich wurde Bebra Biberaho (Dorf am Biberfluss) genannt, aus dem dann später Bibera und zuletzt Bebra wurde.
Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung stammt aus dem 12. Jahrhundert. Das Dokument ist das Güterverzeichnis Breviarium Sancti Lulli vom Kloster Hersfeld. In dieser Urkunde, die eine Neuredaktion vom Ende des 9. Jh. zur Quelle hatte, wird in der Tafel 2 Besitz dieses Klosters in Bebra verbucht, wobei sich Tafel 2 auf den Zeitraum zwischen den Jahren 755 bis 786 bezieht. Daraus lässt sich schließen, dass Bebra bereits zu dieser Zeit bestand.
Altes Rathaus
Die Siedlung blieb in den nächsten Jahrhunderten im Wesentlichen ein größeres Bauerndorf. Wenn auch damals schon wichtige Verkehrsströme an dieser Stelle aufeinandertrafen, so wurde es erstmals 1386 als landgräfliches Dorf im Amte Rotenburg benannt.[2] Zum einen gab es eine Verbindung Richtung Osten über Eisenach nach Halle. Zum anderen verband die Poststraße entlang des Fuldatals die Region mit dem Süden Deutschlands. Trotzdem wurde die Umgebung damals vom etwa 6 Kilometer entfernten Rotenburg dominiert, das den Status einer kleinen Residenzstadt genoss (Hessen-Rotenburg). Bebra war ein Gerichtsort im Obergericht des Amts Rotenburg.
Bahnhof Bebra im Jahr 1875
Einen Aufschwung nahm Bebra beim Ausbau des Eisenbahnnetzes in Deutschland, der Mitte des 19. Jahrhunderts auch diese Region erfasste (siehe Friedrich-Wilhelms-Nordbahn), ab 1849 mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie Kassel – Bebra. Gegen Ende des Jahrhunderts war die Stadt einer der wichtigsten Eisenbahnknotenpunkte Deutschlands. Die Einwohnerzahl wuchs innerhalb von ungefähr 70 Jahren von etwa 1300 Einwohnern auf 5063 (1946), die Stadt verlor durch den Aufschwung von Handel und Gewerbe ihren bisher ausschließlich ländlich geprägten Charakter. Der wichtigste Arbeitgeber war die Reichsbahn. Die Stadtrechte erhielt Bebra durch den Oberpräsidenten der Provinz Hessen-Nassau, Philipp Prinz von Hessen, am 20. September 1935.
Am 7. November 1938, dem ersten Tag der Novemberpogrome, kam es in Bebra, den benachbarten Sontra und Rotenburg, Kassel und in weiteren Kurhessischen Städten zu den ersten gewalttätigen Übergriffen auf jüdische Bürger und deren Geschäfte. Neben der Synagoge in der Amalienstraße wurde auch die jüdische Schule zerstört[3]. Gesteuert wurden die Ausschreitungen mutmaßlich vom Gaupropagandaleiter und gebürtigen Bebraner Heinrich Gernand[4]. Am 4. Dezember 1944 wurde Bebra Ziel eines amerikanischen Bombenangriffes.[5] Der Bahnhof, der das Ziel des Angriffes war, wurde nur leicht beschädigt, aber alle drei Kirchen und 43 Wohnhäuser wurden zerstört, 64 Menschen getötet und zahlreiche verletzt.[6] Wie damals üblich, war es der gleichgeschalteten Presse verboten, über den Angriff und seine Opfer zu berichten. Am 2. April 1945 wurde Bebra von amerikanischen Truppen besetzt.[7]
Das Wachstum der Stadt setzte sich – durch den Zweiten Weltkrieg unterbrochen – bis in die 1970er-Jahre fort. Durch die gute Verkehrsanbindung siedelten sich einige größere Industriebetriebe an. Während der Zeit der innerdeutschen Grenze wurde in Bebra eine Grenzübergangsstelle eingerichtet, um den Personen- und Güterverkehr im Interzonenverkehr (später innerdeutschen Grenzverkehr) abzufertigen. Seit Mitte der 1980er-Jahre verlor Bebra als Eisenbahnknotenpunkt an Bedeutung, was zu weniger Arbeitsplätzen bei der Deutschen Bundesbahn bzw. ihrer Nachfolgerin der Deutschen Bahn führte.
Eingemeindungen |
Alle oben aufgeführten Stadtteile wurden anlässlich der Gemeindereform am 31. Dezember 1971 eingegliedert.[8]
Einwohnerentwicklung |
| Jahr | 1821 | 1830 | 1849 | 1858 | 1880 | 1900 | 1925 | 1939 | 1946 | 1961 | 1965 | 1968 | 1970 | 1971 | |
| Einwohner | 987 | 1066 | 1488 | 1164 | 1369 | 2037 | 2740 | 4830 | 6985 | 7549 | 7780 | 7912 | 8065 | 8155 | |
| Jahr | 1961* | 1970* | 1972** | 1975 | 1977 | 1982 | 1988 | 1999 | 2002 | 2007 | 2008 | 2012 | 2013 | 2016 | 2017 |
| Einwohner | 15.079 | 15.456 | 15.614 | 15.740 | 15.583 | 16.638 | 16.485 | 15.799 | 15.105 | 14.335 | 14.067 | 13.651 | 15.400 | 13.963 | 14.078 |
(* einschließlich der später eingemeindeten Orte; ** nach der Eingemeindung von elf Orten)
Einwohnerzahlen von Bebra von 1821 bis 2016. Die untere Kurve gibt die Daten für den Kernort an – die obere Kurve mit Eingemeindungen
Religionen und Konfessionen |
Evangelische Kirche
Kapelle bei Blankenheim
Die Katholische Kirche St. Marien
Das Gebiet der Stadt Bebra gehört heute zur Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck und dem weitgehend deckungsgleichen katholischen Bistum Fulda. Die Stadt ist mehrheitlich evangelisch.[9]
Evangelisch:
In der Kernstadt Bebra und seinen Stadtteilen gibt es zwölf evangelische Kirchen.
Katholisch:
St. Marien ist die katholische Filialkirche in der Kernstadt und zählt zur Pfarrei St. Franziskus Bebra-Rotenburg.
Weiter gibt eine evangelisch-methodistische Kirche sowie eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine landeskirchliche Gemeinschaft, ein Bethaus der mennonitischen Brüdergemeinde, ein Gebetshaus des islamischen Kulturvereins und eine syrisch-orthodoxe Kirche. Außerdem leben etwa 100 Angehörige des jesidischen Glaubens in Bebra.
Politik |
Stadtverordnetenversammlung |
Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis,[10] in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:[11][12]
Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung 2016 Insgesamt 37 Sitze
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2016 | Sitze 2016 | % 2011 | Sitze 2011 | % 2006 | Sitze 2006 | % 2001 | Sitze 2001 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 41,3 | 15 | 44,2 | 16 | 49,0 | 18 | 53,8 | 20 | |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 28,6 | 11 | 35,4 | 13 | 38,3 | 14 | 41,0 | 15 | |
| Gemeinsam | Gemeinsam für Bebra | 16,4 | 6 | 14,8 | 6 | 9,2 | 4 | — | — | |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Bebra | 9,3 | 3 | 4,0 | 2 | 3,5 | 1 | 5,2 | 2 | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 2,2 | 1 | 0,8 | 0 | — | — | — | — | |
| BFB | Bürger Forum Bebra | 2,1 | 1 | — | — | — | — | — | — | |
| LINKE | Die Linke | — | — | 0,8 | 0 | — | — | — | — | |
gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | ||
Wahlbeteiligung in % | 50,3 | 51,2 | 52,0 | 59,1 | ||||||
Neues Bebraer Rathaus
Bürgermeister |
Seit dem 1. März 2014 ist Uwe Hassl (parteilos) Bürgermeister. Der Rechtsanwalt Hassl konnte sich in der Stichwahl am 22. September 2013 mit 65,5 % erfolgreich gegen den Kandidaten Volkmar Hanf (Gemeinsam für Bebra) durchsetzen[13]. Zuvor hatten sich beide Kandidaten gegen Thorsten Bloß (CDU) und Christina Kindler (SPD) für die Stichwahl qualifiziert.[14][15]
Wappen |
Blasonierung: „Das Wappen zeigt in Rot einen silbernen, aufrecht stehenden Biber über zwei schräg gekreuzten Schienenpaaren. Die Stadtfarben sind Rot und Weiß.“
Bedeutung: Das Wappen Bebras veranschaulicht den Wandel Bebras vom Dorf zum bedeutsamen Eisenbahnknotenpunkt. Die Farben erinnern an das Wappen der Reichsabtei Hersfeld, zu deren ältestem Besitz der Ort gehörte. Bei den gekreuzten Zwillingsfäden handelt es sich um eine heraldische Symbolisierung von Eisenbahnschienen. Als bedeutender Eisenbahnknotenpunkt ist Bebra seit der Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt.
Das Wappen wurde der Gemeinde 1930 genehmigt und verfügt über folgenden Wappenspruch:
„Bebra, im Hessenland die Stadt,
im roten Feld einen Biber hat,
dazu ein gekreuztes Schienenpaar,
im Leben mutig – im Streben wahr.“
Städtepartnerschaften |
Besuch aus der englischen Partnerstadt Knaresborough anlässlich der Kirmes 2012
Städtepartnerschaften bestehen mit dem englischen Knaresborough (seit 1969) und mit dem thüringischen Friedrichroda (seit Anfang der 1990er-Jahre).
Kultur, Sport und Sehenswürdigkeiten |
Museen |
Wasserturm
Das Eisenbahnmuseum im ehemaligen Wasserturm zeigt die für Bebra wichtige Geschichte der Eisenbahn am Ort. Direkt nebenan befindet sich eine 600-mm-Schmalspurbahn, die an einigen Tagen von April bis September auch in Aktion erlebt werden kann.
Bauwerke |
Neben dem alten Rathaus sind verschiedene Fachwerkhäuser und die Parkanlagen der Stadt zu erwähnen. Auch gibt es eine katholische, eine evangelische Kirche, die nach dem Zweiten Weltkrieg komplett restauriert wurde, sowie eine syrisch-orthodoxe Kirche.
- Herrenhaus der Familie von Trott zu Solz Imshausen
- Wasserturm Bebra
- Auferstehungskirche
- Kloster Blankenheim
- Friedrichshütte
Sportvereine |
Biberkampfbahn Bebra, Heimspielstätte der FSG Bebra, mit Blick auf TSV-Halle, Spielstätte des TSV Bebra.
In Bebra und seinen Stadtteilen ist Fußball neben dem Handball die populärste Sportart. Neben dem 1. FV Bebra, der seit 2011 mit den Stadtteilvereinen aus Gilfershausen, Asmushausen und Braunhausen in einer Fußballspielgemeinschaft spielt, und dem FC Real Espanol, gibt es in den Stadtteilen Blankenheim, Breitenbach, Iba, Solz und Weiterode eigene Fußballvereine. Die Teams der FSG Bebra und des ESV Weiterode spielen in der Saison 2017/18 in der Kreisoberliga Fulda Nord.
Die LG Alheimer Rotenburg – Bebra bietet Leichtathletik an und ist in der Vergangenheit bereits mehrfach regional und überregional durch ihre einheimischen Sportler in Erscheinung getreten. Die Handballabteilung des TSV Bebra spielt seit 2010 in der Bezirksoberliga.
Regelmäßige Veranstaltungen |
Im Herbst findet die traditionelle Kirmes, das Erntedank- und Heimatfest, statt, in der Vorweihnachtszeit ein Weihnachtsmarkt rund um den Rathausmarkt. Neben dem Stadtfest findet im August auch das Fischerfest an den Breitenbacher Seen statt, sowie im Oktober das Drachenfest auf dem Ibaer Weltschlüssel. Alle zwei Jahre kann man die Gewerbeschau des Handels- und Gewerbevereins, die Bibermesse, besuchen.
Künstlerische Verarbeitung |
Bebra steht wie viele andere kleine deutsche Städte für eine rückläufige Wirtschafts- und Bevölkerungsentwicklung. Bereits Ende der achtziger Jahre prägte der Autor Matthias Horx den Begriff Bebraistik. In seinem Essay „Endstation Bebra“ zeichnet er ein Bild eines farblosen Ortes.[16]
In Klaus Pohls Stück Die schöne Fremde dienen Bebra und das fiktive Hotel Reichsapfel als grausame Bühne eines Dramas in fünf Akten.[17] In dem Stück reist eine Amerikanerin durch Deutschland, strandet in Bebra und wird Zeugin und Opfer von Verbrechen.
Der Fotokünstler Axel Beyer verarbeitet Gebäude und Areale des Stadtgebietes und der Stadtteile Breitenbach und Weiterode zu Collagen in dem Band „Bebracuriosa“.[18]
Wirtschaft und Infrastruktur |
Ehemaliger Grenzbahnhof Bebra (1993)
Ende der 1980er Jahre verlor Bebra als Eisenbahnknotenpunkt, auch unter dem Einfluss der Deutschen Einheit und dem einhergehenden Verlust des Grenzverkehrs, zunehmend an Bedeutung. Dadurch verloren viele Einwohner Bebras ihre Arbeitsstelle, da die Deutsche Bundesbahn über Jahre zum größten Arbeitgeber in Bebra zählte. Eine Bebraner Anekdote besagt, dass man im Ort in der Nachkriegszeit nicht fragte: „Wo arbeitest du?“, sondern: „Wo bei der Bahn arbeitest du?“. Seit der Jahrtausendwende bemühten sich Lokalpolitiker und die Bundestagsabgeordneten des Kreises Hersfeld-Rotenburg um den Ausbau des Bebraner Bahnhofs zum „CargoZentrum“.
Verkehr |
Bebra ist eine klassische Eisenbahnstadt, deren Bahnhof neben dem Personenbahnhof einen Rangierbahnhof umfasst. Die Stadt gehört dem Nordhessischen Verkehrsverbund an. Bis Dezember 2018 hielten in Bebra einzelne Fernzüge, die zwischen Düsseldorf und Leipzig/Dresden verkehrten[19].
Im Westen der Stadt treffen die B 27 aus Norden bzw. Süden und die B 83 aus Westen aufeinander. Die B 27 führt hierbei in Richtung Süden nach etwa 15 km bei Bad Hersfeld auf die A 4, über deren weiteren Verlauf die A 7 erreicht wird. Von Osten kann Bebra über die A 4 an der Anschlussstelle Wildeck-Hönebach und die Landesstraße 3251 erreicht werden.
Medien |
In Bebra gibt es folgende regelmäßig erscheinende Medien:
- die lokale Tageszeitung Rotenburg-Bebraer Allgemeine (Lokalausgabe der HNA),
- das Anzeigenblatt Kreisanzeiger, welches zweimal in der Woche erscheint.
Radwanderwege |
Durch die Stadtteile Blankenheim und Breitenbach führen folgende Radwanderwege:
- Der Hessische Radfernweg R1 (Fulda-Radweg) führt über 250 km von den Höhen der Rhön entlang der Fulda bis Bad Karlshafen an der Weser.
- Die D-Route 9 (Weser-Romantische Straße) führt von der Nordsee über Bremen, Kassel, Fulda und das Taubertal nach Füssen im Allgäu (1.197 km).
Ansässige Unternehmen |
- Zweigwerk der Continental Automotive GmbH (bis 2. Juni 2008 Siemens VDO Automotive AG), Zulieferer der Automobilindustrie
- m.a.l. Effekt Technik GmbH – Hochleistungs-LED-Konzepte und effiziente LED-Lichtsysteme
- HLG – Holzlogistik- u. Güterbahn Bebra GmbH
- Logistikzentrum der Krug-Gruppe – Internationale Spedition
- ISI Beratungs, Bau u. Verwaltungs GmbH – Generalunternehmen, Projektentwicklung (Immobilien)
Staatliche Einrichtungen |
- Staatliches Schulamt für die Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner
Hessen-Forst Technik
Arbeitsagentur – Geschäftsstelle Bebra
Bildungseinrichtungen |
- Brüder-Grimm-Gesamtschule mit Förderstufe
- Brüder-Grimm-Schule, Grundschule
- Grundschule Breitenbach
- Grundschule Weiterode
- Berufliche Schulen mit Berufsgymnasium des Landkreises Hersfeld-Rotenburg
- Lehrbaustelle der Bauwirtschaft
- Schornsteinfegerschule des Landesinnungsverbandes Hessen
August-Wilhelm-Mende-Schule, Förderschule mit den Förderschwerpunkten geistige und körperlich-motorische Entwicklung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg- Konzern-Lehrwerkstatt der Strabag AG
Kindergärten |
- Städt. Kindergarten Tabalugaland in Bebra
- Städt. Kindergarten Pusteblume im Stadtteil Breitenbach
- Städt. Kindergarten Rappelkiste im Stadtteil Weiterode
- Ev. Kindergarten Arche Noah in Bebra
- Ev. Kindergarten im Stadtteil Solz
- Kath. Kindergarten Villa Kunterbunt in Bebra
- Kinderkrippe Die kleinen Strolche in Bebra
Persönlichkeiten |
Adam von Trott zu Solz mit seinem Vater August
Söhne und Töchter der Stadt |
August Vilmar (1800–1868), Theologe, Professor, Staatsrat und Literarhistoriker
August von Trott zu Solz (1855–1938), Politiker, 1909–1917 Kultusminister, Mitbegründer der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft
Johannes Reinmöller (1877–1955), Kieferchirurg, Hochschullehrer in Rostock und Würzburg
Carl von Hoff (1894–1969), Entwickler
Heinrich Gernand (* 1907), Nationalsozialistischer Politiker und Gaupropagandaleiter
Jürgen Großkurth (* 1949), Schriftsteller
Wolfgang Borschel (* 1949), Nachrichtentechniker
Hannelore Eckhardt (* 1954), Landtagsabgeordnete
Michael Minkenberg (* 1959), Politologe
Bernd Kollmann (* 1959), Theologe
Rainer Kersten (* 1964), Übersetzer
In Bebra gelebt und gewirkt haben |
Ferdinand Seyfarth (1818–1901). Landwirt und Mitglied des Deutschen Reichstags
Adam von Trott zu Solz (1909–1944). Im Stadtteil Imshausen. Jurist, Diplomat und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus.
August-Wilhelm Mende (1929–1986) Landtagsabgeordneter und Bürgermeister von Bebra 1966–1984
Stephan Tank (* 1961), Wirtschaftswissenschaftler
Annika Becker (* 1981), Leichtathletin
Shkodran Mustafi (* 1992), Fußballprofi und Weltmeister 2014
Trivia |
- Zwischen Berlin und Bebra fuhr am 1. Juli 1880 der erste deutsche Speisewagen.
- In dem Film Witwer mit fünf Töchtern von 1957 kommentiert Heinz Erhardt die Aussage „Ich habe noch eine Kleinigkeit in Indien zu erledigen“ mit „Da muss er aber in Bebra umsteigen“.
- In Loriots Sketch „Fimspektrum“ begrüßt Rolf Schröter (Vicco von Bülow) den Leiter der (fiktiven) Hochschule für Film und Fernsehen in Bebra, Herrn Professor Wolf Lämmer (Heinz Meier).
- Am 19. Juli 2003 wurde ein ICE 1 Triebzug der Deutschen Bahn auf den Namen Bebra getauft.
- Am 18. Juli 2014 fand ein Empfang für den frisch gebackenen Fußballweltmeister Shkodran Mustafi statt. Auf dem Rathausmarkt in der Innenstadt wurde Mustafi von 1500 Fans Willkommen geheißen. Im Vorfeld dieser Veranstaltung trug sich Mustafi in das Goldene Buch der Stadt Bebra ein.
Einzelnachweise |
↑ Hessisches Statistisches Landesamt: Aktuellster Bevölkerungsstand am 31.12.2017 (Landkreise und kreisfreie Städte sowie Gemeinden, Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
↑ Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Hessen, 3. überarbeitete Aufl., S. 39
↑ Es geschah vor aller Augen in Bebra und Umgebung Zentrale für Unterrichtsmedien. Abgerufen am 21. April 2010.
↑ Wolf-Arno Kropat: „Reichskristallnacht“: der Judenpogrom vom 7. bis 10. November 1938 ; Urheber, Täter, Hintergründe, mit ausgewählten Dokumenten. (Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen), Wiesbaden 1997, ISBN 978-3-921434-18-5, S. 59 / Alan E. Steinweis: Kristallnacht 1938. Cambridge, Mass. [u. a.] : Belknap Press of Harvard Univ. Press, 2009, S. 23, stellt dies vorsichtiger als Möglichkeit dar, für die jedoch konkrete Beweise fehlen.
↑ Mission 208 Target: Bebra
↑ Bankverein Bebra Geschichte (Memento vom 22. November 2013 im Internet Archive)
↑ Freiwillige Feuerwehr Bebra Chronic (Memento des Originals vom 20. März 2011 im Internet Archive)
Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.jugendfeuerwehr-bebra.de
↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 406.
↑ Angaben auf der Seite des Statistischen Landesamtes Hessen, abgerufen am 29. Juli 2017
↑ Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016 Hessisches Statistisches Landesamt
↑ Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
↑ Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 26. März 2006
↑ http://www.hna.de/lokales/rotenburg-bebra/hassl-ziel-zweiten-anlauf-erreicht-3127896.html
↑ http://www.hna.de/lokales/rotenburg-bebra/buergermeisterwahl-bebra-nachfolger-horst-gross-gesucht-3099015.html
↑ Hessisches Statistisches Landesamt: Direktwahlen in Bebra@1@2Vorlage:Toter Link/www.statistik-hessen.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
↑ Matthias Horx: Die wilden Achtziger. eine Zeitgeist-Reise durch die Bundesrepublik 1987, C. Hanser, München, ISBN 3-446-14971-6
↑ Klaus Pohl: Karate-Billi kehrt zurück / Die schöne Fremde 1991, Verlag der Autoren, Frankfurt am Main, ISBN 3-88661-122-1
↑ Axel Beyer: Bebracuriosa 2010, Seltmann + Söhne, Lüdenscheid, ISBN 3-934687-90-3
↑ IC/EC-Netz 2014 der DB (Memento des Originals vom 8. März 2014 im Internet Archive)
Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bahn.de PDF-Datei. Abgerufen am 16. April 2014.
Weblinks |
Linkkatalog zum Thema Bebra bei curlie.org (ehemals DMOZ)
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