Lexington (Kentucky)
| Lexington | |
|---|---|
Spitzname: Horse Capital of the World | |
Lexington History Center, das ehemalige Gerichtsgebäude in der Innenstadt Lexingtons | |
| Lage in Kentucky | |
| Basisdaten | |
Gründung: | 1775 |
Staat: | Vereinigte Staaten |
Bundesstaat: | Kentucky |
County: | Fayette County |
Koordinaten: | 38° 2′ N, 84° 30′ W38.029722222222-84.494722222222295 |
Zeitzone: | Eastern (UTC−5/−4) |
Einwohner: – Metropolregion: | 318.449 (Stand: 2016) 525.032 (Stand: 2016) |
Bevölkerungsdichte: | 432,1 Einwohner je km2 |
Fläche: | 739,5 km2 (ca. 286 mi2) davon 736,9 km2 (ca. 285 mi2) Land |
Höhe: | 295 m |
Postleitzahlen: | 40502–40517, 40522–40524, 40526, 40533, 40536, 40544, 40546, 40550, 40555, 40574–40583, 40588, 40591, 40598 |
Vorwahl: | +1 258 |
FIPS: | 21-46027 |
GNIS-ID: | 496343 |
Website: | www.lexingtonky.gov |
Bürgermeister: | Jim Gray |
Lexington ist eine Stadt im Fayette County des US-Bundesstaates Kentucky. Sie ist ein Zentrum der Pferdezucht und wird als die „Pferde-Hauptstadt der Welt“ („Horse Capital of the World“) bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
1 Geographie
2 Einwohnerentwicklung
3 Klima
4 Geschichte
5 Wirtschaft und Industrie
6 Verkehr
7 Sehenswürdigkeiten
8 Religion
9 Bildung
10 Medien
11 Sport
12 Partnerstädte
13 Persönlichkeiten
14 Siehe auch
15 Weblinks
Geographie |
Die Stadt liegt mitten in der Bluegrass region im Norden des Bundesstaats und ist nach Louisville flächenmäßig die zweitgrößte Stadt in Kentucky.
Fayette County (Kentucky) umfasst 733 km² und erstreckt sich fast 300 Meter über dem Meeresspiegel in leicht hügeligen Ebenen im Zentrum der inneren Bluegrass Region. Das Gebiet ist bekannt für seine Schönheit, seine fruchtbaren Böden, sein ausgezeichnetes Weideland und seine Pferdezuchtfarmen, begründet durch Poa pratensis, das Blaugras (bluegrass), das auf dem Kalkstein unter der Bodenschicht gedeiht. Zahlreiche Bäche und kleine Flüsse fließen zum Kentucky River.
Einwohnerentwicklung |
| Jahr | Einwohner¹ |
|---|---|
| 1980 | 204.165 |
| 1990 | 225.366 |
| 2000 | 260.527 |
| 2010 | 295.803 |
| 2016 | 318.449 |
¹ 1980–2010: Volkszählungsergebnisse; 2016: Schätzung des US Census Bureau
Klima |
Die mittlere Jahrestemperatur beträgt in Lexington 13 °C. Jährlich fallen etwa 1200 mm Niederschlag.
Geschichte |
Lexington wurde im Jahr 1775 gegründet, 17 Jahre bevor Kentucky ein Bundesstaat der USA wurde, sodass es zu diesem Zeitpunkt noch zum Staat Virginia gehörte. Um 1820 war Lexington eine der größten und wohlhabendsten Städte westlich der Allegheny Mountains, sodass sie auf Grund ihres kultivierten Lebensstils den Spitznamen „Athen des Westens“ („Athens of the West“) erhielt.
1970 fusionierten die Stadtregierung von Lexington und die Regionalregierung des Fayette County zum Lexington-Fayette Urban County Government. Im Jahr 2010 hatte Lexington-Fayette 295.803 Einwohner.
Wirtschaft und Industrie |
Traditionell werden Pferde gezüchtet und Tabak angebaut. Das Handwerk und eine zunehmende Vielfalt neuer Produkte und Dienstleistungen tragen zu einer gesunden Wirtschaft in der Region bei.
Hauptarbeitgeber in Lexington und Umgebung sind Alltech Inc., Ashland Inc., Clark Material Handling Company, General Electric Company, GTE Products Corporation, Johnson Controls, Lexmark International, Link-Belt Construction Equipment Company, Long John Silver's, Square D Company, Toyota Motor Manufacturing U.S.A. Inc., The Trane Company, The Valvoline Company, United Parcel Service und die University of Kentucky.
Verkehr |
Der Flughafen Blue Grass Airport (IATA: LEX, ICAO: KLEX) befindet sich sechs Kilometer westlich der Stadt im Landkreis Fayette County, KY.
Am 27. August 2006 ereignete sich um kurz nach sechs Uhr morgens (Ortszeit) ein schweres Flugzeugunglück nach dem Start einer Passagiermaschine (Delta 5191). Vermutlich stürzte die Maschine vom Typ Bombardier CRJ100 auf Grund eines Fehlstarts über einem Waldgebiet ab. Nach CNN-Informationen hob das Flugzeug von der falschen Startbahn ab. Ursprünglich sollte sie von der Startbahn 22 starten. Aus ungeklärten Gründen hob sie von der Startbahn 26 ab, die wesentlich kürzer ist. An Bord waren 47 Passagiere und drei Besatzungsmitglieder unterwegs nach Atlanta im US-Staat Georgia. Nur der Copilot konnte lebend geborgen werden, die anderen 49 Menschen starben.
Sehenswürdigkeiten |
Der pittoreske Stadtkern mit dem Mary Todd Lincoln House und dem Lexington Opera House, in dem allerdings vorzugsweise Musicals aufgeführt werden, sind als Sehenswürdigkeiten zu nennen.
In Lexington befindet sich auch der Kentucky Horse Park, ein Themenpark mit Informationen und Aktivitäten rund um das Thema Pferd.
Religion |
Es gibt 230 Kirchen und Synagogen, die 38 Glaubensgemeinschaften repräsentieren. Darunter ist auch die Cathedral of Christ the King (Christkönigskathedrale) des römisch-katholischen Bistums Lexington. Auch die Episcopal Diocese of Lexington hat ihren Sitz in der Stadt.
Bildung |
In Lexington befinden sich die Transylvania University (private Trägerschaft, gegründet 1780) und die Universität von Kentucky (staatlich, gegründet 1865).
Weitere höhere Bildungseinrichtungen in der Region sind
Asbury College, Asbury Theological Seminary, Berea College, Centre College, Eastern Kentucky University, Georgetown College, Bluegrass Community and Technical College, Lexington Theological Seminary, National College of Business and Technology, Midway College, Sullivan College.
Medien |
Eine wichtige Tageszeitung ist der Lexington Herald-Leader. Die University Press of Kentucky ist ein in Lexington angesiedelter Universitätsverlag mit Schwerpunkt in den Human- und Sozialwissenschaften.
Sport |
Als Attraktion ist das Basketball Team der University of Kentucky zu bezeichnen. Die „Kentucky Wildcats“ holten acht NCAA-Titel in die heimische Rupp Arena mit etwa 23.000 Sitzplätzen.
Vom 25. September bis 10. Oktober 2010 wurden in Lexington die Weltreiterspiele ausgetragen. Der Kentucky Three-Day Event ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb im Vielseitigkeitsreiten.
Auch diverse Tennisturniere werden in Lexington durchgeführt.
Partnerstädte |
Frankreich
Deauville, Normandie, Frankreich (seit 1957)
Irland
County Kildare, Irland (seit 1984)
Japan
Shinhidaka (Hokkaido), Japan (seit 1988)
Vereinigtes Konigreich
Newmarket (Suffolk), Großbritannien (seit 2003)
Persönlichkeiten |
David Akers (* 1974), Footballspieler
Lilburn Boggs (1796–1860), Politiker
Zach Brock (* 1974), Jazz-Violinist
John C. Breckinridge (1821–1875), General und Staatsmann
Jonathan A. Campbell (* 1947), Herpetologe
George Clooney (* 1961), Schauspieler, Drehbuchautor, Produzent und Regisseur
Dermontti Dawson (* 1965), Footballspieler
Tyson Gay (* 1982), Leichtathlet
Richard Hell (* 1949), Musiker und Schriftsteller
Scott Hoffman (* 1961), Musiker, Mitglied der Band Scissor Sisters
Josh Hopkins (* 1970), Schauspieler
Benjamin Howard (1760–1814), Politiker
Bill Johnson (1905–1955), Musiker
Ralph Kercheval (1911–2010), Footballspieler (in Lexington gewirkt)
Brian Littrell (* 1975), Sänger und Mitglied der Boygroup Backstreet Boys
Mary Lincoln (1818–1882), Ehefrau von US-Präsident Abraham Lincoln
Melissa McBride (* 1965), Schauspielerin
Les McCann (* 1935), Jazz-Pianist, Sänger und Komponist
Aaron Chancellor Miller (* 1993), Schauspieler
Frank Minnifield (* 1960), Footballspieler
Tony Moore (* 1978), Comiczeichner
Thomas Hunt Morgan (1866–1945), Zoologe und Genetiker sowie Nobelpreisträger
Charles H. Parrish Sr. (1841–1931), afroamerikanischer Bürgerrechtler, Theologe und Präsident der Simmons-Universität
William Ray (* 1925), Opernsänger und Schauspieler
Kevin Richardson (* 1971), Sänger und Mitglied der Boygroup Backstreet Boys
Seabiscuit (1933–1947), Rennpferd
Michael Shannon (* 1974), Schauspieler
Lloyd Smith (1914–1999), Jazzmusiker
Jackson Whipps Showalter (1860–1935), Schachspieler
Terren Harbut (* 1983), Basketballspieler
Bryson Tiller (* 1993), Musiker
Siehe auch |
- Gratz Park Historic District
- African Cemetery No. 2
Weblinks |
Lexington Fayette Urban County Government (englisch)
Lexington Convention and Visitors Bureau (englisch)
Commerce Lexington Inc. Wirtschaftsinformationen über Lexington (englisch)
Weltreiterspiele 2010 (englisch)