Raymond van Barneveld































































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Raymond van Barneveld im Dezember 2006

Raymond van Barneveld im Dezember 2006
Zur Person
Spitzname
Barney, The Man, The Dutch Master
Nation

NiederlandeNiederlande Niederlande
Geburtsdatum
20. April 1967
Geburtsort

Den Haag, Niederlande
Wohnort

Den Haag, Niederlande
Dartsport
Dart seit
1984
Wurfhand
rechts
Darts
25 g Target RvB 95 Steeldarts[1]
Einlaufmusik

Eye of the Tiger von Survivor

BDO
1987–2006

PDC
seit 2006
Platz Weltrangliste
30.[2]
Wichtigste Erfolge



  • BDO Weltmeisterschaft Sieger (4×): 1998, 1999, 2003, 2005


  • PDC Weltmeisterschaft: Sieger: 2007


  • World Matchplay Finalist: 2010


  • World Grand Prix Finalist: 2008, 2009


  • Grand Slam of Darts Sieger: 2012


  • Premier League Sieger: 2014


  • UK Open Sieger: 2006, 2007


  • European Darts Ch’ship Halbfinale: 2011, 2014


  • The Masters Finalist: 2015, 2018


  • Players Ch’ship Finals Viertelfinale: 2009, 2013


  • World Cup of Darts Sieger: 2010, 2014, 2017, 2018


Infobox zuletzt aktualisiert: 29. März 2019

Raymond van Barneveld (* 20. April 1967 in Den Haag) ist ein Dartspieler. Er gilt als bislang erfolgreichster niederländischer Dartsspieler und gewann fünf Weltmeistertitel. Sein Spitznamen ist „Barney“, „The Dutch Master“ und „The Man“. Sein Walk-on-Song ist Eye of the Tiger von Survivor.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Werdegang


  • 2 Ergebnisse bei Weltmeisterschaften


  • 3 Sonstige Erfolge


    • 3.1 BDO


    • 3.2 PDC




  • 4 9-Darter


  • 5 Weblinks


  • 6 Einzelnachweise





Werdegang |


Seit dem Ende der 1990er Jahre galt van Barneveld als einer der besten Dartspieler der WDF. Er wurde zwischen 1998 und 2007 fünfmal Dartweltmeister, viermal bei der BDO und einmal bei der PDC.


Van Barneveld arbeitete als Postzusteller, bevor er zum professionellen Dartspieler wurde. Er wechselte zu Beginn der Premier League 2006 in die PDC. Dort schlug er zweimal Phil Taylor bei den UK Open und den Las Vegas Desert Classic. Die UK Open gewann er, bei den Las Vegas Desert Classics verlor er gegen John Part. Durch seinen 7:6-Sieg über Taylor im Finale der Dart-Weltmeisterschaft am 1. Januar 2007 war van Barneveld erstmals Dartweltmeister der PDC. In diesem Finale warf er 21-mal die 180, was seitdem der Rekord für ein Match bei den PDC-Weltmeisterschaften darstellt. Dave Chisnall stellte am 30. Dezember 2016, bei der PDC-Weltmeisterschaft 2017 diesen Rekord ein.[3] Van Barneveld wurde am 1. Januar 2008 als Weltmeister von Part abgelöst, nachdem er bereits im Achtelfinale mit 2:4 Sätzen gegen Kevin Painter ausgeschieden war.


Van Barneveld war der erste Dartspieler, dem ein Nine dart finish gelang, das im deutschen Fernsehen live ausgestrahlt wurde. Er schaffte dieses Kunststück am 23. März 2006 während der Holsten Premier League Darts im 9. Leg seiner Partie gegen Peter Manley. Diese Leistung konnte er im Viertelfinale der PDC-Weltmeisterschaft 2009 am 2. Januar 2009 gegen Jelle Klaasen mit dem ersten 9-Darter bei einer PDC-Weltmeisterschaft wiederholen. Am 28. Dezember 2009 warf van Barneveld den zweiten 9-Darter der Geschichte der PDC-Weltmeisterschaft gegen Brendan Dolan.


Am 24. März 2007 spielte er das erste Mal als PDC-Spieler in Deutschland: beim ersten GDC (German Darts Corporation) ProTour Event in Bad Soden. Am 10. Juni 2007 verteidigte er seinen Titel bei den UK Open gegen Vincent van der Voort mit 16:8 Legs. Vorher schlug er im Viertelfinale Taylor mit 11:4 Legs.


Am 18. November 2012 konnte er mit dem Grand Slam of Darts nach fünf Jahren ohne großen Einzeltitel wieder ein Major-Turnier gewinnen. Er schlug im Finale Michael van Gerwen mit 16:14 Legs. Bei der PDC World Darts Championship 2013 sorgte er bei seiner Halbfinal-Partie gegen Phil Taylor für einen Eklat. Als er bereits mit 1:5 zurücklag, begann sein Sohn Mike, Taylor empfindlich durch ständige "Miss"-Rufe bei dessen Würfen zu stören. Dadurch verlor Taylor die Konzentration, und van Barneveld konnte bis auf 4:5 verkürzen, ehe er mit 4:6 unterlag. Van Barneveld jedoch unterband die Rufe nicht, sondern schickte lediglich Grüße mit einer bedankenden Geste ins Publikum. Dieser Vorfall verschlechterte das Verhältnis zwischen ihm und Taylor stark.[4] Am 22. Mai 2014 folgte sein erster Triumph in der Premier League mit dem Gewinn der Premier League Darts 2014. An diesem Tag schlug er im Halbfinale, zum ersten Mal überhaupt in der Premier League, Taylor und anschließend im Finale seinen Landsmann van Gerwen.


Der Rest des Jahres war mehr oder minder enttäuschend. Nur den World Cup of Darts konnte van Barneveld zusammen mit Michael van Gerwen gewinnen. Zum Jahreswechsel konnte er das Halbfinale der PDC World Darts Championship 2015 erreichen, scheiterte dann aber an Phil Taylor.


Die erste Hälfte des Jahres 2015 war durch eine immer besser werdende Leistung in der Premier League geprägt. Der Niederländer schaffte abermals den Einzug in die Play-Offs, verlor aber dann im Halbfinale gegen Michael van Gerwen, obgleich van Barneveld einen 9-Darter auf der Doppel-12 knapp verpasste.


Das World Matchplay 2015 sowie der World Grand Prix 2015 endeten unzufriedenstellend mit klaren Niederlagen in der ersten Runde.


Beim Grand Slam of Darts 2015 erreichte er das Halbfinale und unterlag dort zwar Phil Taylor, meldete sich somit jedoch zurück in den Top 16 der PDC Order of Merit. Bei den Players Championship Finals 2015 verabschiedete sich „Barney“ in der ersten Runde gegen Ian White.


Bei der PDC World Darts Championship 2016 gewann van Barneveld nach Siegen über Dirk van Duijvenbode und Stephen Bunting überraschend auch im Achtelfinale gegen die Nummer 1 der Welt, Michael van Gerwen, mit 4:3. Im Viertelfinale schlug er Michael Smith trotz eines Rückstandes von 0:3 noch mit 5:4, schied jedoch im Halbfinale gegen Adrian Lewis mit 3:6 aus.


Bei den UK Open schied er in Runde 4 gegen Phil Taylor mit 3:9 aus. Beim World Cup of Darts erreichte er an der Seite von Michael van Gerwen das Finale, verlor dieses aber gegen England mit 2:3. Beim World Matchplay 2016 schied van Barneveld in Runde 1 gegen Brendan Dolan mit 7:10 aus. In der zweiten Jahreshälfte konnte „Barney“ weitere Erfolge verbuchen. Beim World Grand Prix erreichte er durch Siege über Mervyn King, Adrian Lewis und Benito van de Pas das Halbfinale, verlor es jedoch gegen Gary Anderson mit 1:4. Beim Grand Slam of Darts 2016 verlor er im Viertelfinale ebenfalls gegen Anderson, bei den Players Championship Finals 2016 im Viertelfinale gegen van Gerwen.


Eine starke Leistung lieferte van Barneveld während der Weltmeisterschaft 2017. Nach einem denkwürdigen Viertelfinale gegen Phil Taylor (5:3) konnte Barney erst im Halbfinale durch den späteren Turniersieger Michael van Gerwen gestoppt werden (2:6) Er spielte den höchsten Average (109,34), der bei einer WM nicht für einen Sieg reichte. In die Premier League Darts 2017 startete er stark und stand nach der Judgement Night mit 12 Punkten auf Platz 3, aber in den verbleibenden 7 Spielen holte er nur noch 2 Punkte und verpasste die Play-Offs als 6ter. Mit Michael van Gerwen gewann er im Juni zum dritten Mal den World Cup of Darts.


Bei der PDC World Darts Championship 2018 scheiterte er abermals an van Gerwen mit 5:4 im Viertelfinale. Beim The Masters 2018 stand er nach 2015 wieder im Finale, verlor aber mit 11:9 gegen van Gerwen. Am 5. April 2018 verlor er in der Premier League erstmals mit 7:0. Es war sein erster „Whitewash“ (Niederlage ohne eigenen Leg-Gewinn) in der Premier League und erst der achte überhaupt. Die Premier League schloss er auf dem sechsten Platz ab.


Am 19. November 2018 kündigte er sein Karriereende an, das nach der Weltmeisterschaft 2020 erfolgen sollte.[5] Nach dem Ende der Saison 2018/2019 wird er seine Karriere beenden.[6]



Ergebnisse bei Weltmeisterschaften |




  • BDO World Championship

    • 1991: in der 1. Runde gegen Keith Sullivan ausgeschieden (0:3)

    • 1992: nicht qualifiziert

    • 1993: im Achtelfinale gegen John Lowe ausgeschieden (2:3)

    • 1994: nicht qualifiziert

    • 1995: Finalist gegen Richie Burnett (3:6)

    • 1996: im Achtelfinale gegen Matt Clark ausgeschieden (1:3)

    • 1997: im Achtelfinale gegen Les Wallace ausgeschieden (2:3)

    • 1998: Weltmeister gegen Richie Burnett (6:5)

    • 1999: Weltmeister gegen Ronnie Baxter (6:5)

    • 2000: in der 1. Runde gegen Chris Mason ausgeschieden (1:3)

    • 2001: im Viertelfinale gegen Ted Hankey ausgeschieden (4:5)

    • 2002: im Viertelfinale gegen Mervyn King ausgeschieden (3:5)

    • 2003: Weltmeister gegen Richie Davies (6:3)

    • 2004: im Halbfinale gegen Andy Fordham ausgeschieden (4:5)

    • 2005: Weltmeister gegen Martin Adams (6:2)

    • 2006: Finalist gegen Jelle Klaasen (5:7)




  • PDC World Championship


    • 2007 Sieger (7:6-Sieg nach Sudden Death gegen EnglandEngland Phil Taylor)


    • 2008: Achtelfinale (2:4-Niederlage gegen EnglandEngland Kevin Painter)


    • 2009: Finale (1:7-Niederlage gegen EnglandEngland Phil Taylor)


    • 2010: 4. Platz (5:6-Niederlage gegen AustralienAustralien Simon Whitlock)


    • 2011: Viertelfinale (1:5-Niederlage gegen SchottlandSchottland Gary Anderson)


    • 2012: 1. Runde (0:3-Niederlage gegen EnglandEngland James Richardson)


    • 2013: Halbfinale (4:6-Niederlage gegen EnglandEngland Phil Taylor)


    • 2014: Achtelfinale (3:4-Niederlage gegen WalesFlag of Wales (1959–present).svg Mark Webster)


    • 2015: Halbfinale (2:6-Niederlage gegen EnglandEngland Phil Taylor)


    • 2016: Halbfinale (3:6-Niederlage gegen EnglandEngland Adrian Lewis)


    • 2017: Halbfinale (2:6-Niederlage gegen NiederlandeNiederlande Michael van Gerwen)


    • 2018: Viertelfinale (4:5-Niederlage gegen NiederlandeNiederlande Michael van Gerwen)


    • 2019: 2. Runde (2:3-Niederlage gegen LitauenLitauen Darius Labanauskas)





Sonstige Erfolge |



BDO |




  • World Masters (2): 2001, 2005


  • World Darts Trophy (2/Rekord): 2003, 2004


  • International Darts League (3/Rekord): 2003, 2004, 2006


  • Zuiderduin Masters (4/Rekord): 1995, 2001, 2003, 2004



PDC |




  • Las Vegas Desert Classic: 2007


  • World Cup of Darts: 2010 (mit Co Stompé), 2014 (mit Michael van Gerwen), 2017 (mit Michael van Gerwen)


  • European Darts Open: 2012

  • Players Championship (7): 2006, 2007 (4×), 2011, 2013

  • Uk Open Qualifier: 2012 (2×)



9-Darter |



  • Van Barneveld warf den ersten live 9-Darter im Deutschen Fernsehen (s. o.)

  • Van Barneveld warf ebenso den zweiten live 9-Darter im Deutschen Fernsehen am 2. Januar 2009 gegen Jelle Klaasen, im Viertelfinale der PDC-WM. Dieser 9-Darter war der erste bei einer PDC-WM und brachte ihm eine Prämie von 25.000 £.

  • Van Barneveld warf einen 9-Darter gegen Brendan Dolan am 28. Dezember 2009 in Runde 2 der PDC Weltmeisterschaft.

  • 9 perfekte Darts beim World Matchplay 2010 von van Barneveld gegen Ovens.



Weblinks |




  • Raymond van Barneveld in der Darts Database (englisch)


  • Offizielle Website (niederl.)

  • Spielerprofil bei dartn.de

  • Statistiken bei darts1.de

  • Interview bei darts1.de



Einzelnachweise |




  1. Raymond von Barneveld wechselt zu Target Darts auf kneipensport.com, abgerufen am 6. Juni 2017


  2. PDC Order of Merit. Abgerufen am 29. März 2019. 


  3. PDC World Championship Records, dartsdatabase.co.uk, abgerufen am 4. Januar 2015


  4. Zoff im Ally-Pally. 31. Dezember 2012, abgerufen am 10. März 2017. 


  5. Van Barneveld kündigt Karriereende an. In: ORF.at. 19. November 2018, abgerufen am 19. November 2018. 


  6. Van Barneveld verwirft sofortigen Rücktritt. In: sport.ORF.at. 29. März 2019, abgerufen am 29. März 2019. 


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