Landkreis Nürnberger Land




































































Wappen
Deutschlandkarte

Wappen des Landkreises Nürnberger Land

Deutschlandkarte, Position des Landkreises Nürnberger Land hervorgehoben49.4911.37Koordinaten: 49° 29′ N, 11° 22′ O
Basisdaten

Bundesland:

Bayern

Regierungsbezirk:

Mittelfranken

Verwaltungssitz:

Lauf a.d.Pegnitz

Fläche:
799,57 km2
Einwohner:
169.752 (31. Dez. 2017)[1]

Bevölkerungsdichte:
212 Einwohner je km2

Kfz-Kennzeichen:
LAU, ESB, HEB, N, PEG

Kreisschlüssel:
09 5 74
Kreisgliederung:
27 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Waldluststraße 1
91207 Lauf an der Pegnitz

Website:

www.nuernberger-land.de

Landrat:

Armin Kroder (FW)
Lage des Landkreises Nürnberger Land in Bayern


Weiden in der Oberpfalz
Straubing
Würzburg
Schwabach
Schweinfurt
Regensburg
Rosenheim
Nürnberg
Nürnberg
Passau
Landshut
Memmingen
Kaufbeuren
Kempten (Allgäu)
Ingolstadt
Fürth
Hof
Erlangen
Coburg
Bayreuth
Bamberg
Augsburg
München
Aschaffenburg
Amberg
Ansbach
Landkreis Würzburg
Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge
Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Landkreis Weilheim-Schongau
Landkreis Unterallgäu
Landkreis Traunstein
Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Straubing-Bogen
Landkreis Starnberg
Landkreis Schweinfurt
Landkreis Schwandorf
Landkreis Rottal-Inn
Landkreis Roth
Landkreis Rosenheim
Landkreis Rhön-Grabfeld
Landkreis Regensburg
Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Landkreis Regen
Landkreis Passau
Landkreis Ostallgäu
Landkreis Oberallgäu
Landkreis Nürnberger Land
Landkreis Neu-Ulm
Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Landkreis München
Landkreis Mühldorf am Inn
Landkreis Miltenberg
Landkreis Miesbach
Landkreis Main-Spessart
Landkreis Lindau (Bodensee)
Landkreis Lichtenfels
Landkreis Landshut
Landkreis Landsberg am Lech
Landkreis Kulmbach
Landkreis Kronach
Landkreis Kitzingen
Landkreis Kelheim
Landkreis Hof
Landkreis Haßberge
Landkreis Günzburg
Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Landkreis Fürth
Landkreis Fürstenfeldbruck
Landkreis Freyung-Grafenau
Landkreis Freising
Landkreis Forchheim
Landkreis Erlangen-Höchstadt
Landkreis Erding
Landkreis Eichstätt
Landkreis Ebersberg
Landkreis Donau-Ries
Landkreis Dingolfing-Landau
Landkreis Dillingen an der Donau
Landkreis Deggendorf
Landkreis Dachau
Landkreis Coburg
Landkreis Cham
Landkreis Berchtesgadener Land
Landkreis Bayreuth
Landkreis Bamberg
Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Landkreis Bad Kissingen
Landkreis Augsburg
Landkreis Aschaffenburg
Landkreis Ansbach
Landkreis Amberg-Sulzbach
Landkreis Altötting
Landkreis Aichach-Friedberg
Bodensee
Schweiz
Österreich
Baden-Württemberg
Hessen
Tschechien
Sachsen
Thüringen
Karte
Über dieses Bild



Der Landkreis Nürnberger Land ist der östlichste Landkreis im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Der Landkreis ist Mitglied der Metropolregion Nürnberg.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geographie


    • 1.1 Lage


    • 1.2 Nachbarkreise




  • 2 Geschichte


    • 2.1 Landgerichte


    • 2.2 Bezirksämter


    • 2.3 Landkreise


    • 2.4 Landkreis Nürnberger Land


    • 2.5 Einwohnerentwicklung




  • 3 Gemeinden


  • 4 Politik


    • 4.1 Landrat


    • 4.2 Kreistag


    • 4.3 Wappen


    • 4.4 Kreispartnerschaften




  • 5 Wirtschaft und Infrastruktur


    • 5.1 Straßenverkehr


    • 5.2 Schienenverkehr




  • 6 Sehenswertes, Kunst und Kultur


    • 6.1 Kulturdenkmäler




  • 7 Schutzgebiete


    • 7.1 Naturschutzgebiete




  • 8 Kfz-Kennzeichen


  • 9 Literatur


  • 10 Weblinks


  • 11 Einzelnachweise





Geographie |



Lage |


Das Kreisgebiet gehört zum Schwäbisch-fränkischen Schichtstufenland, vor allem mit dem Vorland zur Fränkischen Alb. Große Teile des Kreises sind mit Wald bedeckt. Größter Fluss ist die Pegnitz, die, von Nordosten kommend, nördlich von Neuhaus an der Pegnitz das Kreisgebiet erreicht, dann in südlicher Richtung fließt. Westlich von Pommelsbrunn wendet sie sich nach Westen, durchfließt dann unter anderem die Städte Hersbruck und Lauf an der Pegnitz und verlässt das Kreisgebiet im Westen an der Stadtgrenze zu Nürnberg wieder.



Nachbarkreise |


Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Nordwesten beginnend an die Landkreise Erlangen-Höchstadt, Forchheim, Bayreuth, Amberg-Sulzbach, Neumarkt in der Oberpfalz und Roth sowie an die kreisfreie Stadt Nürnberg.


Der Landkreis umschließt auch die Nürnberger Exklaven (Brunn/Netzstall/Birnthon) und die Halbexklave Fischbach, deren Zufahrtsstraße (Fischbacher Hauptstraße / Kreisstraße N 5) zu Nürnberg gehört.



Geschichte |



Landgerichte |


Das Kreisgebiet gehörte vor 1800 überwiegend zur Reichsstadt Nürnberg und kam 1803 bzw. 1806 an das Königreich Bayern. 1803 wurde das Landgericht Schnaittach errichtet, das 1809 nach seinem Sitz Landgericht Lauf an der Pegnitz benannt wurde. 1808 wurden die Landgerichte Nürnberg, Altdorf und Hersbruck errichtet. Sie gehörten alle zum Pegnitzkreis, ab 1810 zum Rezatkreis, der 1838 in Mittelfranken umbenannt wurde. Die Stadt Nürnberg war bereits 1809 eine kreisunmittelbare Stadt mit einem eigenen Stadtgericht geworden.



Bezirksämter |


Im Jahr 1862 wurden die Landgerichte Nürnberg und Altdorf zum Bezirksamt Nürnberg und die Landgerichte Lauf und Hersbruck zum Bezirksamt Hersbruck vereinigt. Das Bezirksamt Nürnberg gab in der Folgezeit in verschiedenen Abschnitten mehrere Gemeinden an die Stadt Nürnberg ab. 1898 gab es auch drei Gemeinden an das Bezirksamt Hersbruck ab, erhielt dafür aber zwei Gemeinden vom Bezirksamt Neumarkt. 1908 wurde für den Raum Lauf an der Pegnitz (bisher Bezirksamt Hersbruck) ein eigenes Bezirksamt errichtet.



Landkreise |


Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[2] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Hersbruck, Lauf an der Pegnitz und Nürnberg.



Landkreis Nürnberger Land |


Im Rahmen der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 aus den folgenden Bestandteilen ein neuer Landkreis Lauf an der Pegnitz gebildet:[3]



  • Alle Gemeinden des alten Landkreises Lauf an der Pegnitz mit Ausnahme der Gemeinden Beerbach, Benzendorf, Eckenhaid und Herpersdorf, die zum Landkreis Erlangen-Höchstadt kamen

  • Alle Gemeinden des aufgelösten Landkreises Hersbruck

  • Alle Gemeinden des aufgelösten Landkreises Nürnberg mit Ausnahme der Gemeinden Brunn und Fischbach bei Nürnberg, die in die kreisfreie Stadt Nürnberg eingemeindet wurden sowie der Gemeinde Stein bei Nürnberg, die zum Landkreis Fürth kam

  • Aus dem aufgelösten Landkreis Eschenbach in der Oberpfalz die Gemeinden Neuhaus an der Pegnitz, Krottensee und Rothenbruck

  • Aus dem Landkreis Forchheim die Gemeinden Großengsee und Wildenfels sowie das gemeindefreie Gebiet Wildenfelser Wald

  • Aus dem aufgelösten Landkreis Pegnitz die Gemeinde Höfen


Am 1. Mai 1973 wurde der neue Landkreis in Landkreis Nürnberger Land umbenannt.


Am 1. Juli 1976 wechselte die Gemeinde Beerbach aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt in den Landkreis Nürnberger Land.



Einwohnerentwicklung |


Von 1988 bis 2008 wuchs der Landkreis Nürnberger Land um über 16.000 Einwohner bzw. um rund 11 %. Seit 2004 ist die Tendenz nach einem Höchststand von rund 169.000 Einwohnern rückläufig.


Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.




































Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 46.324 57.639 77.590 113.094 119.398 136.275 149.127 160.616 166.156 168.024 168.389 166.260 167.643


Gemeinden |



Nürnberg
Nürnberg
Landkreis Roth
Landkreis Erlangen-Höchstadt
Landkreis Bayreuth
Landkreis Forchheim
Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
Landkreis Amberg-Sulzbach
Engelthaler Forst
Zerzabelshofer Forst
Schönberg (gemeindefreies Gebiet)
Rückersdorfer Forst
Laufamholzer Forst
Günthersbühler Forst
Forsthof (gemeindefreies Gebiet)
Fischbach (gemeindefreies Gebiet)
Feuchter Forst
Brunn (gemeindefreies Gebiet)
Behringersdorfer Forst
Feucht (Mittelfranken)
Offenhausen (Mittelfranken)
Alfeld (Mittelfranken)
Altdorf bei Nürnberg
Burgthann
Engelthal
Happurg
Henfenfeld
Hersbruck
Kirchensittenbach
Lauf an der Pegnitz
Leinburg
Ottensoos
Pommelsbrunn
Reichenschwand
Röthenbach an der Pegnitz
Rückersdorf (Mittelfranken)
Schwaig bei Nürnberg
Schwarzenbruck
Velden (Pegnitz)
Vorra
Winkelhaid
Schnaittach
Neunkirchen am Sand
Simmelsdorf
Winkelhaid (gemeindefreies Gebiet)
Haimendorfer Forst
Neuhaus an der Pegnitz
Municipalities in LAU.svg
Über dieses Bild


Der Landkreis Nürnberger Land umfasst 27 Gemeinden, darunter fünf Städte und drei Märkte. Der Stand der Einwohnerzahlen ist vom 31. Dezember 2017[4], die einzelnen Orte sind in der Liste der Orte im Landkreis Nürnberger Land verzeichnet.







Städte




  1. Altdorf b.Nürnberg (15.191)


  2. Hersbruck (12.481)


  3. Lauf a.d.Pegnitz (26.571)


  4. Röthenbach a.d.Pegnitz (12.143)


  5. Velden (1814)


Märkte




  1. Feucht (13.856)


  2. Neuhaus a.d.Pegnitz (2841)


  3. Schnaittach (8329)


Verwaltungsgemeinschaften




  1. Happurg
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Alfeld und Happurg


  2. Henfenfeld
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Engelthal, Henfenfeld und Offenhausen


  3. Velden (Pegnitz)
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Hartenstein, Velden (Stadt) und Vorra



Weitere Gemeinden




  1. Alfeld (1056)


  2. Burgthann (11.366)


  3. Engelthal (1123)


  4. Happurg (3731)


  5. Hartenstein (1453)


  6. Henfenfeld (1866)


  7. Kirchensittenbach (2039)


  8. Leinburg (6595)


  9. Neunkirchen a.Sand (4736)


  10. Offenhausen (1574)


  11. Ottensoos (2047)


  12. Pommelsbrunn (5315)


  13. Reichenschwand (2404)


  14. Rückersdorf (4612)


  15. Schwaig b.Nürnberg (8885)


  16. Schwarzenbruck (8456)


  17. Simmelsdorf (3243)


  18. Vorra (1751)


  19. Winkelhaid (4274)



Gemeindefreie Gebiete (130,24 km²)




  1. Behringersdorfer Forst (11,19 km²)


  2. Brunn (10,23 km²)


  3. Engelthaler Forst (2,42 km²)


  4. Feuchter Forst (20,84 km²)


  5. Fischbach (18,34 km²)


  6. Forsthof (7,44 km²)


  7. Günthersbühler Forst (5,91 km²)


  8. Haimendorfer Forst (7,48 km²)


  9. Laufamholzer Forst (6,56 km²)


  10. Leinburg (4,21 km²)


  11. Rückersdorfer Forst (5,16 km²)


  12. Schönberg (3,44 km²)


  13. Winkelhaid (18,36 km²)


  14. Zerzabelshofer Forst (6,55 km²)




Politik |



Landrat |


Der Landrat des Nürnberger Landes ist seit 1. Mai 2008 Armin Kroder (FW).[5] Stellvertretender Landrat ist Norbert Reh (SPD), 1. weitere Stellvertreterin des Landrats ist Cornelia Trinkl (CSU).



Kreistag |




Kreistagswahl 2014

Wahlbeteiligung: 60,6 % (–4 %)




 %

40

30

20


10

0








34,2 %



23,1 %



21,3 %



13,5 %



2,4 %



2,2 %



3,3 %




CSU

SPD

FW

Grüne

FDP

REP


BLBD



Gewinne und Verluste


im Vergleich zu 2008


 %p

   4


   2

   0


  -2

  -4





-2,7 %p



-3,5 %p



+2,6 %p



+2,0 %p



-0,9 %p



-0,7 %p



+3,3 %p



CSU

SPD

FW

Grüne

FDP

REP


BLBD



Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Fehler in der Farbeingabe - Dunkel


Der Kreistag besteht aus 70 Kreisrätinnen und Kreisräten sowie dem Landrat.
Im aktuellen Kreistag verteilen sich die Kreisräte auf folgende Parteien:

























CSU SPD Grüne FW FDP REP
BLBD *)

Gesamt
2014 24 16 9 15 2 2 2 70 Sitze

Erläuterung: *) Bunte Liste Bürgerdemokratie



Wappen |









Wappen des Landkreises Nürnberger Land


Blasonierung: „Über blauem Schildfuß, darin ein unterhalbes silbernes Mühlrad, gespalten; vorne in Gold ein rot bewehrter halber schwarzer Adler am Spalt, hinten fünfmal schräg geteilt von Rot und Silber.“[6]

Wappenbegründung: Das Wappen des Landkreises enthält in seinem oberen Teil das kleine Nürnberger Stadtwappen. Es dient als Hinweis auf das frühere Landgebiet der ehemaligen freien Reichsstadt Nürnberg, das sich mit dem Gebiet des heutigen Landkreises Nürnberger Land weitgehend deckt.

Blau und Silber im Schildfuß symbolisieren die Pegnitz mit ihren Zuflüssen, das Mühlrad die frühe Ansiedlung von Mühlen an den Flussläufen und somit die vorindustrielle gewerbliche Nutzung der Wasserkraft schon in mittelalterlicher Zeit.





Kreispartnerschaften |


Partnerschaften pflegt der Kreis mit dem:




  • DeutschlandDeutschland Erzgebirgskreis in Sachsen


  • UngarnUngarn Bács-Kiskun in Ungarn.



Wirtschaft und Infrastruktur |


Der Landkreis Nürnberger Land liegt in der Metropolregion Nürnberg. Während der westliche Teil des Landkreises stark vom Ballungsraum Nürnberg-Fürth-Erlangen, dem produzierenden Gewerbe und der Industrie geprägt wird, tritt nach Osten zu mehr der ländliche Charakter hervor. Der Landkreis mit seinen 27 Städten, Märkten und Gemeinden zählt rund 167.000 Einwohner. Die Tendenz ist leicht abnehmend, der Altersdurchschnitt nimmt dagegen zu.


Die Wirtschaft im Nürnberger Land weist eine relativ ausgeglichene Branchenstruktur auf, der Landkreis ist der Sitz zahlreicher – zum Teil weltweit agierender – Unternehmen. Sogenannte Hidden Champions exportieren ihre Produkte weltweit in zahlreichen Geräten und Maschinen. Diese stammen u. a. aus den Branchen Technische Keramik, Automobilzulieferindustrie, Maschinen- und Werkzeugbau, Kunststoffindustrie und Haushaltswaren. Daneben spielen im Landkreis auch das Handwerk, der Dienstleistungsbereich, der Handel und die Land- und Forstwirtschaft eine wichtige Rolle.


Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Nürnberger Land Platz 185 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „ausgeglichenem Chancen-Risiko Mix“ für die Zukunft.[7]



Straßenverkehr |


Der Landkreis ist über die A 3, A 6, A 9 und die A 73 an das Autobahnnetz angeschlossen und wird von der B 8 und der B 14 in west-östlicher Richtung durchquert. Drei der fünf Autobahnkreuze der Metropolregion liegen im Landkreis. Darüber hinaus ist der Flughafen im Norden Nürnbergs in wenigen Minuten mit dem Auto zu erreichen, ebenso der Nürnberger Hafen.



Schienenverkehr |


Von besonderer Bedeutung sind die drei S-Bahnlinien, mit denen große Teile des Landkreises engmaschig an Nürnberg und den Landkreis Neumarkt i.d.OPf. angebunden sind. Weiterhin bestehen durch verschiedene R-Bahnlinien stündliche Verbindungen sowohl innerhalb des Kreisgebietes als auch in die benachbarten Landkreise Amberg-Sulzbach und Bayreuth. Die Anbindung an den überregionalen Fernverkehr ist über den Hauptbahnhof Nürnberg gewährleistet.


Seit 1859 besteht im unteren Pegnitztal die Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf über Amberg sowohl nach Regensburg als auch über Furth im Wald nach Tschechien. Auf der rechten Talseite kam 1877 die Verbindung durch das obere Pegnitztal von Nürnberg über Schnabelwaid Richtung Bayreuth und über Marktredwitz nach Cheb hinzu. Seitdem haben die beiden Städte Lauf und Hersbruck jeweils zwei Bahnhöfe „links“ und „rechts der Pegnitz“. Beide Hauptstrecken sind zwischen Hersbruck (rechts Pegnitz) und Pommelsbrunn verbunden.


Die linke Pegnitzstrecke ist seit 2010 bis Hartmannshof für die S1 Bamberg–Nürnberg Hbf–Hartmannshof elektrifiziert. In Hartmannshof besteht Anschluss über Neukirchen b.Sulzbach-Rosenberg an die R41 nach Vilseck und Freihung Richtung Weiden i.d.OPf. Die S2 Roth–Schwabach–Nürnberg Hbf–Feucht–Altdorf bedient im Landkreis die Stationen Feucht, Moosbach (b Feucht), Winkelhaid, Ludersheim, Altdorf West und Altdorf. Seit der Inbetriebnahme der S3 Nürnberg Hbf–Feucht–Neumarkt im Dezember 2010 halten die Züge der R5 Nürnberg Hbf–Neumarkt–Parsberg an keinem Bahnhof im Landkreis mehr. Stattdessen werden die Stationen Feucht, Feucht Ost, Ochenbruck, Mimberg, Burgthann und Oberferrieden von der S3 bedient.


An der rechtsseitigen Strecke zweigt in Neunkirchen am Sand die Strecke nach Simmelsdorf-Hüttenbach ab. Sie führt im Tal der Schnaittach über den gleichnamigen Markt in die Frankenalb. Diese Strecke wird von der R-Bahn 31 von Nürnberg über Lauf (rechts Pegnitz) nach Simmelsdorf-Hüttenbach bedient.


Im Bahnhof Hersbruck (rechts Pegnitz) ist der Übergang zu der Linie R4 über Amberg Richtung Schwandorf möglich. Nördlich von Neuhaus zweigte in Ranna die 1903 erbaute Nebenbahn nach Auerbach i.d.OPf. ab. Nach Abbau der Strecke wurde auch der Bahnhof Ranna nicht mehr bedient.


Von der 1871 eröffneten Strecke Nürnberg–Regensburg über Neumarkt i.d.OPf ließ die Bayerische Staatsbahn in Feucht zwei Nebenbahnen abzweigen: Seit 1878 führt die Strecke nach Altdorf, während die 1886 errichtete Strecke nach Wendelstein bis 1960 betrieben und dann abgebaut wurde. Die Lokalbahn Burgthann–Allersberg wurde von 1902 bis 1973 betrieben.


Aktuell bediente Stecken (Halte außerhalb des Nürnberger Land in Klammern):



































































Name
Streckennr.
Strecke
erbaut
elektrifiziert
Güterverkehr

Schnaittachtalbahn
5925
Neunkirchen a Sand – Schnaittach – Simmelsdorf-Hüttenbach
1895
nein
nein

Bahnstrecke Nürnberg–Cheb
5903
(Nürnberg) – Behringersdorf – Lauf (re) – Hersbruck (re) – Neuhaus a Pegnitz – (Cheb)
1877
nein
ja

Bahnstrecke Hersbruck–Pommelsbrunn
5926
Hersbruck (re) – Pommelsbrunn
1877
nein
ja

Bahnstrecke Nürnberg–Schwandorf
5904
(Nürnberg) – Schwaig – Lauf (li) – Hersbruck (li) – Hartmannshof – (Schwandorf)
1859
ja
nein

Bahnstrecke Nürnberg–Regensburg
5850
(Nürnberg) – Feucht – Oberferrieden – (Neumarkt – Regensburg)
1871
ja
ja

Bahnstrecke Nürnberg–Feucht
5970
(Nürnberg) – Feucht
1992
ja
nein

Bahnstrecke Feucht–Altdorf
5933
Feucht – Altdorf
1878
ja
nein

Es wurden Strecken in einer Länge von 28,2 km stillgelegt:



































Strecke
erbaut
Länge
Personenbeförderung
bis
Güterverkehr
eingestellt
Abbau
Ranna–Auerbach
1903

08,1 km
1970
1982
1984
Feucht–Wendelstein
1886

05,3 km
1955
1960
1960
Burgthann–Allersberg
1902
14,8 km
1973
1960
1975

So werden noch insgesamt 122 km an Bahnstrecken betrieben.



Sehenswertes, Kunst und Kultur |



Kulturdenkmäler |




Steinkreuz in Feucht


Im Landkreis befinden sich zahlreiche Steinkreuze, die zum größten Teil auch als Baudenkmal ausgewiesen sind.




Schutzgebiete |


Im Landkreis Nürnberger Land befinden sich acht Naturschutzgebiete, sechs Landschaftsschutzgebiete, 30 geschützte Landschaftsbestandteile, 177 Naturdenkmäler, 13 FFH-Gebiete und 50 ausgewiesene Geotope. (Stand November 2016)


Siehe auch:



  • Liste der Naturschutzgebiete im Landkreis Nürnberger Land

  • Liste der Landschaftsschutzgebiete im Landkreis Nürnberger Land

  • Liste der geschützten Landschaftsbestandteile im Landkreis Nürnberger Land

  • Liste der FFH-Gebiete im Landkreis Nürnberger Land

  • Liste der Naturdenkmäler im Landkreis Nürnberger Land


  • Liste der Geotope im Landkreis Nürnberger Land.



Naturschutzgebiete |



  • Flechten-Kiefernwälder südlich Leinburg

  • Schwarzach-Durchbruch

  • Schwarzenbrucker Moor

  • Oberes Molsberger Tal

  • Rinntal bei Alfeld

  • Schottental bei Heldmannsberg

  • Feuchtgebiet und Sandmagerrasen bei Speikern

  • Pegnitzau zwischen Ranna und Michelfeld



Kfz-Kennzeichen |


Am 5. August 1974 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Lauf a.d.Pegnitz gültige Unterscheidungszeichen LAU zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 sind auch die Unterscheidungszeichen ESB (Eschenbach in der Oberpfalz), HEB (Hersbruck), N (Nürnberg für den ehemaligen Landkreis Nürnberg) und PEG (Pegnitz) erhältlich.



Literatur |


  • Wolfgang Wüllner: Das Landgebiet der Reichsstadt Nürnberg. Feucht 1970, 64 Seiten und 1 Karte (Hochgerichtskarte) (Sonderheft der Altnürnberger Landschaft e. V.).


Weblinks |



 Commons: Landkreis Nürnberger Land – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


  • Landratsamt Nürnberger Land


  • Literatur von und über Landkreis Nürnberger Land im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

  • Eintrag zum Wappen des Landkreises Nürnberger Land in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte



  • Landkreis Nürnberger Land: Amtliche Statistik des LfStat


Einzelnachweise |




  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).


  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97. 


  3. Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971


  4. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).


  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung


  6. Eintrag zum Wappen des Landkreises Nürnberger Land in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 5. September 2017.


  7. Zukunftsatlas 2016. Archiviert vom Original am 2. Oktober 2017; abgerufen am 23. März 2018. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.prognos.com 


.mw-parser-output div.BoxenVerschmelzen{border:1px solid #AAAAAA;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;padding-top:2px}.mw-parser-output div.BoxenVerschmelzen div.NavFrame{border:none;font-size:100%;margin:0;padding-top:0}

.mw-parser-output div.NavFrame{border:1px solid #A2A9B1;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;min-height:0;padding:2px;text-align:center}.mw-parser-output div.NavPic{float:left;padding:2px}.mw-parser-output div.NavHead{background-color:#EAECF0;font-weight:bold}.mw-parser-output div.NavFrame:after{clear:both;content:"";display:block}.mw-parser-output div.NavFrame+div.NavFrame,.mw-parser-output div.NavFrame+link+div.NavFrame{margin-top:-1px}.mw-parser-output .NavToggle{float:right;font-size:x-small}











Popular posts from this blog

Ronny Ackermann

Köttigit

MySQL 8.0.15 starts normally but any connection hangs