Zeitverlag



































Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co. KG




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Rechtsform

GmbH & Co. KG

Gründung
1946

Sitz

Hamburg

Leitung

Rainer Esser, Vorsitzender der Geschäftsführung

Mitarbeiterzahl
200 (Inland)[1], 350 insges.[2]

Branche
Medien

Website

www.zeitverlag.de



Der 1972 unter diesem Namen gegründete Zeitverlag ist für die Herausgabe der Wochenzeitung Die Zeit, die seit 1946 existiert, verantwortlich.


Eigentümer des Verlages sind die Dieter von Holtzbrinck Medien (DvH Medien) sowie die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck mit jeweils 50 %.[3][4]


Mit dem ZEIT Kunstverlag mit Sitz in Hamburg und Berlin hat der Zeitverlag eine hundertprozentige Tochter, die u. a. die Zeitschrift Weltkunst und die Zeitung Kunst und Auktionen veröffentlicht, sowie zeitweise auch Künstler – Kritisches Lexikon der Gegenwartskunst. Eine weitere Tochter ist die Tempus Corporate GmbH sowie seit 1988 mit einem 55 %-Anteil das Filmproduktionsunternehmen Die Zeit TV GmbH.[5] Der Verlag richtet jährlich ca. 150 Veranstaltungen in den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung aus.[6]




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Publikationen (Auswahl)


  • 2 Geschichte


  • 3 Chronik


  • 4 Literatur


  • 5 Weblinks


  • 6 Einzelnachweise





Publikationen (Auswahl) |


Wochenzeitung


Die Zeit, seit 21. Februar 1946, wöchentlich (donnerstags, online Vorabend)


Gegen den Widerstand der Redaktion setzte Gerd Bucerius das ZEIT magazin als erste farbige Beilage in Deutschland durch.


Periodika




  • Zeit Wissen, seit 2004, zweimonatlich


  • Zeit Geschichte, seit 2005, zweimonatlich


  • Zeit Campus, seit 2006, zweimonatlich


  • Zeit Leo, seit 2011, zweimonatlich


  • Zeit Studienführer, seit 2005, jährlich[7]


  • Zeit Schulführer, 2010–2011, jährlich


  • Zeit Schule & Familie, 2012–2013, jährlich

  • Weltkunst

  • Kunst und Auktionen


  • Zeit Punkte, 1992–2004[8]


Bücher




  • Die Zeit – das Lexikon in 20 Bänden[9]
    Die Bände 1–16 bilden mit 145.000 Stichwörtern den enzyklopädischen Kern auf Basis der 15-bändigen Brockhaus Enzyklopädie mit Originalbeiträgen aus Der Zeit zu wichtigen Themen ergänzt. Die Bände 17–19 enthalten das Deutsche Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache, die den Wortschatz, rund 250.000 Wörter, der gegenwärtigen drei Generationen umfasst (Eltern, Kinder, Großeltern). In Band 20 sind rund 5.000 Redewendungen und Zitate erfasst.

  • Welt- und Kulturgeschichte in 20 Bänden[10]

  • Das Junior-Lexikon in sechs Bänden[11]


Eine Auswahl von jeweils 100 bedeutenden Büchern eines Genres ist die Zeit-Bibliothek, als Buch erschienen im Suhrkamp Verlag.



Geschichte |


Am 14. Februar 1946 erhielten Gerd Bucerius, Lovis H. Lorenz, Richard Tüngel und Ewald Schmidt di Simoni von der britischen Besatzungsbehörde die Lizenz zur Herausgabe der Wochenzeitung. Am 1. Juli 1965 gründete Bucerius gemeinsam mit Richard Gruner und John Jahr senior die „Gruner + Jahr“, den damals zweitgrößten deutschen Pressekonzern. Am 1. Januar 1973 übertrug er seine Anteile an „Gruner + Jahr“ der neu gegründeten Bertelsmann AG. 1972 wurde Die Zeit aus der Bertelsmann AG herausgelöst und anschließend der neue Zeitverlag gegründet.


Von 1977 bis 1982 leitete Diether Stolze den Verlag. Ab 1985 führte Bucerius' Lebensgefährtin Hilde von Lang (bis 1990 gemeinsam mit Helmut Schmidt, der seitdem Herausgeber war) die Geschäfte des Verlags.


Ab dem 1. Juli 1996 gehörte der Zeitverlag zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck.[12] Mit Wirkung zum 1. Juni 2009 übernahm die von Dieter von Holtzbrinck neu gegründete Dieter von Holtzbrinck Medien GmbH (DvH Medien) 50 % der Anteile.[13] Die übrigen 50 % des Kapitals liegen bei der Georg von Holtzbrinck GmbH & Co KG Zeitverlag Beteiligungsgesellschaft.[3]



Chronik |



  • 1946 Erste Ausgabe der Zeit in Hamburg. Gründungsherausgeber: Gerd Bucerius, Lovis H. Lorenz, Richard Tüngel und Ewald Schmidt di Simoni

  • 1968 Marion Dönhoff löst Josef Müller-Marein als Chefredakteur der Zeit ab

  • 1970 Veröffentlichung der farbigen Tiefdruckbeilage Zeit Magazin

  • 1977 Diether Stolze wird Verleger der Zeit, Gerd Bucerius bleibt Eigentümer

  • 1996 Die Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck erwirbt den Zeit Verlag

  • 2006 Veröffentlichung des Studentenmagazins "Zeit Campus"

  • 2007 Neustart des ZEITmagazins

  • 2010 Gründung der Tochterfirma für Corporate Publishing "Tempus Corporate GmbH"

  • 2010 Veröffentlichung des "Zeit Schulführers"

  • 2010 Der Rheinische Merkur erscheint im Rahmen der Sonderausgabe “Christ & Welt”

  • 2011 Gründung der Bildungsakademie "Zeit Akademie"


Im Mai 2012 wurde die Jakob Fugger-Medaille des Verbandes der Bayerischen Zeitungsverleger, einer der renommiertesten deutschsprachigen Preise für das Zeitschriftenwesen, erstmals nicht an eine Einzelperson, sondern an die Herausgeber, Verleger, Geschäftsführer, Chefredaktion und Mitarbeiter der Zeit verliehen.[14][15]



Literatur |




  • Die Zeit. Wochenzeitung für Politik, Wirtschaft, Wissen und Kultur. Zeitverlag Bucerius, Hamburg 1946ff. (Erscheint wöchentlich)

  • Christian Haase, Axel Schildt (Hrsg.): DIE ZEIT und die Bonner Republik. Eine meinungsbildende Wochenzeitung zwischen Wiederbewaffnung und Wiedervereinigung. Göttingen 2008.


  • Ralf Dahrendorf: Liberal und unabhängig. Gerd Bucerius und seine Zeit. C.H. Beck, München 2000, ISBN 3-406-46474-2.

  • Mathias von der Heide, Christian Wagner: „Weiter rechts als die CDU“. Das erste Jahrzehnt der „Zeit“. In: Lutz Hachmeister, Friedemann Sierung (Hrsg.): Die Herren Journalisten. Die Elite der deutschen Presse nach 1945. C.H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-47597-3, S. 165–184.

  • Karl-Heinz Janßen, Haug von Kuenheim, Theo Sommer (Hrsg.): DIE ZEIT. Geschichte einer Wochenzeitung 1946 bis heute. Siedler, Berlin 2006, ISBN 3-88680-847-5.



Weblinks |




  • Zeitverlag

    • Chronik

    • Marken und Produkte



  • Zeit Online

  • Zeit Campus Online

  • Zeit Akademie



Einzelnachweise |




  1. http://www.wer-zu-wem.de/firma/zeitverlag.html


  2. http://www.bluecoat.de/customers/zeitverlag.pdf


  3. ab KEK Mediendatenbank - Zeitverlag Gerd Bucerius GmbH & Co KG. In: kek-online.de. 2016. Abgerufen im 29 February 2016.


  4. Vermutlich mit DvH als geschäftsführungsberechtigtem Komplementär und GvH als Kommanditist der KG, was aber noch anhand des Handelsregisters nachzuprüfen wäre. --~~~~


  5. Die Zeit TV GmbH filmportal.de


  6. http://www.zeitverlag.de/marken-produkte/


  7. DNB 975039679


  8. DNB 017049059


  9. DNB 973052899


  10. DNB 978504593


  11. DNB 987011138


  12. Alexander Smoltczyk: Die Zeichen der Zeit. In: Der Spiegel. Nr. 5, 1998 (online – Blick hinter die Kulissen dieser Umbruchsphase). 


  13. Meldung bei Zeit-Online, 26. März 2009; Machtwechsel in der Familie Holtzbrinck (Memento vom 22. November 2013 im Internet Archive), meedia.de, 26. März 2009


  14. Bayerisches Fernsehen – Rundschau: Fugger-Medaille: Auszeichnung für „Die Zeit“ (Memento vom 8. Februar 2013 im Internet Archive).


  15. Bild.de: Fugger-Medaille für „Die Zeit“, abgerufen am 6. Februar 2016.


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53.5496944444449.9985Koordinaten: 53° 32′ 58,9″ N, 9° 59′ 54,6″ O









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