Mittweida












































































Wappen
Deutschlandkarte

Wappen der Stadt Mittweida



Mittweida

Deutschlandkarte, Position der Stadt Mittweida hervorgehoben


50.98666666666712.975833333333280Koordinaten: 50° 59′ N, 12° 59′ O
Basisdaten

Bundesland:

Sachsen

Landkreis:

Mittelsachsen

Verwaltungs­gemeinschaft:

Mittweida

Höhe:
280 m ü. NHN

Fläche:
41,26 km2
Einwohner:
14.852[1]Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Noch nicht auf Metavorlage umgestellt

Postleitzahl:
09648

Vorwahl:
03727

Kfz-Kennzeichen:
FG, BED, DL, FLÖ, HC, MW, RL

Gemeindeschlüssel:
14 5 22 360
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 32
09648 Mittweida

Website:

www.mittweida.de

Oberbürgermeister:
Ralf Schreiber (CDU)
Lage der Stadt Mittweida im Landkreis Mittelsachsen


Altmittweida
Augustusburg
Bobritzsch-Hilbersdorf
Brand-Erbisdorf
Burgstädt
Claußnitz
Döbeln
Dorfchemnitz
Eppendorf
Erlau (Sachsen)
Flöha
Frankenberg/Sa.
Frauenstein (Erzgebirge)
Freiberg
Geringswalde
Großhartmannsdorf
Großschirma
Großweitzschen
Hainichen
Halsbrücke
Hartha
Hartmannsdorf (bei Chemnitz)
Königsfeld (Sachsen)
Königshain-Wiederau
Kriebstein
Leisnig
Leubsdorf (Sachsen)
Lichtenau (Sachsen)
Lichtenberg/Erzgeb.
Lunzenau
Mittweida
Mühlau (Sachsen)
Mulda/Sa.
Neuhausen/Erzgeb.
Niederwiesa
Oberschöna
Oederan
Ostrau (Sachsen)
Penig
Rechenberg-Bienenmühle
Reinsberg (Sachsen)
Rochlitz
Rossau (Sachsen)
Roßwein
Sayda
Seelitz
Striegistal
Taura
Waldheim
Wechselburg
Weißenborn/Erzgeb.
Zettlitz
Zschaitz-Ottewig
Sachsen
Karte
Über dieses Bild



Die Hochschulstadt[2]Mittweida ist eine Stadt im Landkreis Mittelsachsen im Bundesland Sachsen. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Mittweida.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geographie


    • 1.1 Geographie und Geologie


    • 1.2 Nachbargemeinden


    • 1.3 Stadtgliederung




  • 2 Geschichte


    • 2.1 Gedenkstätten


    • 2.2 Eingemeindungen und Verwaltungsgeschichte


    • 2.3 Einwohnerentwicklung




  • 3 Politik


    • 3.1 Bürgermeister


    • 3.2 Beigeordneter


    • 3.3 Stellvertretender Bürgermeister


    • 3.4 Stadtrat


    • 3.5 Wappen


    • 3.6 Städtepartnerschaften




  • 4 Sehenswürdigkeiten


    • 4.1 Museen


    • 4.2 Bauwerke


    • 4.3 Parkanlagen / Waldgebiete


    • 4.4 Galerie




  • 5 Wirtschaft und Infrastruktur


    • 5.1 Verkehr


    • 5.2 Ansässige Unternehmen


    • 5.3 Medien


    • 5.4 Regelmäßige Veranstaltungen


    • 5.5 Gesundheitswesen


    • 5.6 Bildung




  • 6 Persönlichkeiten


  • 7 Literatur


  • 8 Weblinks


  • 9 Einzelnachweise





Geographie |



Geographie und Geologie |




Zschopau bei Mittweida


Mittweida liegt auf der Westseite des Zschopautals im Mittelsächsischen Bergland.


In Hinsicht auf die geologischen Verhältnisse Sachsens befindet sich Mittweida im Zentrum des sächsischen Granulitgebirges. Die Umgebung der Stadt ist von dem im Granulit eingelagerten und hier weitgehend texturlosen Granit des Typs Mittweida geprägt. Aufschlüsse befinden sich beispielsweise im Zschopautal.[3]



Nachbargemeinden |


Angrenzende Gemeinden sind Altmittweida, Lichtenau, Erlau, Königshain-Wiederau, Kriebstein, Rossau und Seelitz, alle im Landkreis Mittelsachsen gelegen.



Stadtgliederung |








  • Rößgen

  • Neudörfchen

  • Kockisch

  • Weißthal




  • Zschöppichen

  • Ringethal

  • Falkenhain

  • Frankenau




  • Thalheim

  • Lauenhain

  • Tanneberg





Heimatmuseum „Alte Pfarrhäuser“



Geschichte |




Rochlitzer Straße im Vorfeld des Tages der Sachsen 2009




Eisenbahnüberführung Mittweida, Hainichener Straße, Infotafel am Widerlager


Mittweida wurde erstmals 1209 erwähnt und 1286 als oppidum (Stadt) bezeichnet. Um 1550 zählte Mittweida im Amt Rochlitz zu den mittelgroßen Städten Sachsens. Bereits im Mittelalter waren Tuchmacherei und Leinenweberei die wichtigsten Erwerbsquellen. Durch die Gründung einer Spinnerei im Jahre 1816 begann der Aufstieg Mittweidas zu einer der bedeutendsten Textilindustriestädte in Sachsen. 1924 wurde Mittweida kreisfreie Stadt, eine der kleinsten in Deutschland, wurde jedoch 1946 in den Landkreis Rochlitz eingegliedert und kam 1952 zum Kreis Hainichen.


Die 1895 gegründete und 1902 in Mittweidaer Metallwarenfabrik umbenannte Firma entwickelte sich bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Deutschland zum führenden Hersteller von Medaillen, Orden und Ehrenzeichen. Nach dem Krieg ging die Firma in dem volkseigenen Betrieb VEB Wälzlagerkäfigwerk Mittweida auf.


Während des Zweiten Weltkrieges verrichteten etwa 500 weibliche KZ-Häftlinge eines Außenlagers des KZ Flossenbürg vom 9. Oktober 1944 bis Mitte April 1945 Zwangsarbeit in einem Betrieb der Berliner C. Lorenz AG und wurden unter den Häftlingsnummern 55240 bis 55739 registriert.[4] Mindestens zwei von ihnen, Maria Lanella und Wlaska Fedasiuk, starben unter den unmenschlichen Lagerbedingungen.[5] Am 7. Mai 1945 trafen sich in Mittweida die alliierten Streitkräfte der US-Army und der Roten Armee, woran eine Tafel am nördlichen Widerlager der einstigen Eisenbahnüberführung Hainichener Straße erinnert.


Das Verbot der in Mittweida tätigen rechtsextremen freien Kameradschaft Sturm 34 und der Prozess gegen einige ihrer Mitglieder sorgten 2007 und 2008 für ein überregionales Medienecho. Die Gruppe war 2006 in Mittweida gegründet worden und hatte in der Region mehrere brutale Überfälle verübt.


Im Jahr 2009 richtete Mittweida Sachsens größtes Volksfest, den 18. Tag der Sachsen, aus.



Gedenkstätten |



  • Friedensbrunnen auf dem Marktplatz zu Erinnerung an den Ersten Weltkrieg

  • Mahnmal in den Parkanlagen „Schwanenteich“ für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft

  • Gedenkstein an der Feldstraße zum Gedenken an das Außenlager des KZ Flossenbürg



Eingemeindungen und Verwaltungsgeschichte |














































































Ehemalige Gemeinde
Datum
Anmerkung
Falkenhain[6][7]

01. Januar 1952
Eingemeindung nach Ringethal
Frankenau[8]

01. Januar 1996

Kockisch[9]

01. August 1923
1875 gegründete Werksiedlung Weißthal gehörte seitdem zu Kockisch[10]
Lauenhain[8]

01. Januar 1994
Zusammenschluss mit Tanneberg zu Lauenhain-Tanneberg
Lauenhain-Tanneberg[8]

01. Januar 1999

Neudörfchen[9]

01. August 1911

Neusorge, Gutsbezirk[9]

01. Oktober 1936
Eingemeindung nach Zschöppichen
Niederthalheim[9]

01. Oktober 1926
Zusammenschluss mit Oberthalheim zu Thalheim
Oberthalheim[9]

01. Oktober 1926
Zusammenschluss mit Niederthalheim zu Thalheim
Ringethal[8]

01. Januar 1994

Rößgen[9]

01. November 1900

Tanneberg[8]

01. Januar 1994
Zusammenschluss mit Lauenhain zu Lauenhain-Tanneberg
Thalheim[6]

01. Januar 1974
Eingemeindung nach Frankenau
Zschöppichen[6]

01. Juli 1973


Die heutigen Ortsteile der Stadt Mittweida gehörten über lange Zeit verschiedenen Herrschaften an. In der folgenden Tabelle wird diese Ämterzugehörigkeit dargestellt.


































































Herrschaftszugehörigkeit der Mittweidaer Ortsteile
Ort
Zugehörigkeit vor 1590
Zugehörigkeit zwischen 1590 und 1830
Zugehörigkeit von 1830 bis 1856
Tanneberg Amt Rochlitz Amt Rochlitz Amt Rochlitz
Stadt Mittweida Amt Rochlitz Amt Rochlitz
Amt Frankenberg-Sachsenburg
Neudörfchen Kreisamt Freiberg Amt Rochlitz (ab 1606) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Zschöppichen mit dem Rittergut Neusorge
Rittergut Neusorge (zum Amt Rochlitz) Rittergut Neusorge (ab 1610 zum Amt Augustusburg) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Frankenau, Ober-Thalheim Rittergut Neusorge (zum Amt Rochlitz) Rittergut Neusorge (ab 1610 zum Amt Augustusburg) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Nieder-Thalheim Amt Rochlitz Amt Rochlitz Amt Rochlitz
Rößgen, Kockisch Amt Rochlitz
Erbamt Meißen (ab 1764)
Amt Frankenberg-Sachsenburg
Lauenhain
Amt Nossen (Exklave)
Amt Nossen (Exklave) Amt Frankenberg-Sachsenburg
Ringethal, Falkenhain
Herrschaft Ringethal (zum Kreisamt Freiberg, Exklave)
Herrschaft Ringethal (zum Kreisamt Freiberg, Exklave) Amt Frankenberg-Sachsenburg

Nach der Auflösung der Ämter kamen die Orte unter die Verwaltung des Gerichtsamts Mittweida. 1875 wurden die Orte der Verwaltung der Amtshauptmannschaft Rochlitz unterstellt. Ab 1952 gehörten alle heutigen Mittweidaer Ortsteile zum Kreis Hainichen, mit Ausnahme von Thalheim (1926 aus Ober- und Niederthalheim gebildet) und Frankenau, welche zum Kreis Rochlitz gehörten. 1994 wurde aus dem Kreis Hainichen und dem Kreis Rochlitz der neue Landkreis Mittweida mit der Kreisstadt Mittweida gebildet. Seit 2008 gehört die Stadt Mittweida mit ihren Ortsteilen zum neu gebildeten Landkreis Mittelsachsen.



Einwohnerentwicklung |


Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember)[11]:




Bevölkerungsentwicklung








1834 bis 1950


  • 1834: 5.605

  • 1875: 9.093

  • 1880: 9.218

  • 1933: 19.128

  • 1939: 18.746

  • 1946: 22.794[12]

  • 1950: 20.459[13]



1960 bis 2000


  • 1960: 20.881

  • 1981: 19.609

  • 1984: 19.180

  • 1995: 16.687

  • 1998: 17.569

  • 1999: 17.277

  • 2000: 17.043



2001 bis 2007


  • 2001: 16.890

  • 2002: 16.760

  • 2003: 16.692

  • 2004: 16.589

  • 2005: 16.423

  • 2006: 16.277

  • 2007: 16.152



seit 2008


  • 2008: 15.907

  • 2009: 15.726

  • 2010: 15.540

  • 2011: 15.299

  • 2012: 15.135

  • 2013: 14.946

  • 2016: 14.966



Die starken Schwankungen kommen daher, dass die Stadt Mittweida den Studenten den Semesterbeitrag bis 2010 erstattete, wenn sie ihren Hauptwohnsitz in Mittweida anmelden. Mit einer höheren Einwohnerzahl steht damit der Stadt auch mehr Finanzzuwendung in Form von Fördermitteln zu. Des Weiteren sind etwa 5.700 Studenten an der Fachhochschule eingeschrieben, die teilweise die Einwohnerzahl steigen lassen.



Politik |



Bürgermeister |


Der direkt gewählte Bürgermeister ist Vorsitzender des Stadtrates, Leiter der Verwaltung und vertritt die Stadt nach außen. Der Bürgermeister ist hauptamtlicher Beamter auf Zeit. Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre. Seit 2008 trägt er die Bezeichnung Oberbürgermeister. Die letzte Wahl des Oberbürgermeisters fand am 7. Juni 2015 statt.


Übersicht über die Bürgermeister seit 1833:







  • 1833–1848 Gotthelf Traugott Esaias Häntzschel

  • 1849–1856 Friedrich Anton Hofmann

  • 1856–1866 Oskar Friedrich Kunze

  • 1866–1875 Gustav Leopold Bernhard Stumme

  • 1875–1881 Albin Ernst Voigt

  • 1881–1885 Conrad Johannes Käubler

  • 1885–1892 Karl Emil Goldenberg

  • 1892–1899 Max Apelt

  • 1899–1929 Karl Julius Hektor Freyer

  • 1929–1935 Hermann Walter Voigt

  • 1935–1937 Gerhard Franz Vogel

  • 1937–1945 Gustav Paul Ludwig Gerd Holzapfel

  • 1945 Carl Marx Ariberth Huth




  • 1945 Johannes Vogelsang (KPD)

  • 1945–1949 Otto Walter Ehren (KPD/SED)

  • 1949–1952 Rudolph Georg Kampfrath (SED)

  • 1952–1953 Max Erhardt Riedel (SED)

  • 1953–1954 Karl Walter Kost (SED)

  • 1954–1960 Max Julius Werner Dittrich (SED)

  • 1960–1972 Günter Kluge (SED)

  • 1972–1988 Max Gerhard Imhof (SED)

  • 1988–1989 Hans Günter Beulich (SED)

  • 1990 Helene Gerda Wunderlich (SED)

  • 1990–2001 Bruno Rudolf Kny (CDU)

  • 2001–2015 Matthias Damm (CDU)

  • seit 2015 Ralf Schreiber (CDU)




Beigeordneter |


Der hauptamtliche Beigeordnete ist erster Stellvertreter des Bürgermeisters und vertritt den Bürgermeister in seinem Geschäftsbereich. Der Geschäftsbereich umfasst Schul-/Kultur-/Sport- und Sozialangelegenheiten, Angelegenheiten des Eigenbetriebs sowie allgemeine Verwaltungsangelegenheiten. Der Beigeordnete wird vom Stadtrat gewählt. Übersicht über die Beigeordneten seit 2001:



  • 2001–2015 Ralf Schreiber

  • seit 2015 Holger Müller



Stellvertretender Bürgermeister |


Neben dem Beigeordneten bestellt der Stadtrat einen Stellvertreter des Bürgermeisters. Der ehrenamtliche Stellvertreter wird nur in Fällen der Verhinderung des Bürgermeisters und der Verhinderung des Beigeordneten tätig. Übersicht über die Stellvertretenden Bürgermeister seit 2001:


  • seit 2001 Jürgen Kitzing


Stadtrat |


Der Stadtrat von Mittweida als Hauptorgan der Stadt nach der Süddeutschen Ratsverfassung setzt sich aus 22 Stadträten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem zusammen, die in der letzten Kommunalwahl am 25. Mai 2014 gewählt wurden:
































































Partei
Sitze
1994
Sitze
1999
Sitze
2004
Sitze
2009

Sitze
2014
Stimmenanteil
2014

Sitzverteilung
CDU 11 11 11 11 13 55,0 %


Stadtrat Mittweida









     









Insgesamt 22 Sitze


  • Linke: 6


  • SPD: 1


  • Grüne: 1


  • FDP: 1


  • CDU: 13





DIE LINKE (bis 2004: PDS)
4 5 7 5 6 25,3 %
FDP 2 2 2 3 1 8,2 %
SPD 4 4 2 2 1 6,0 %
GRÜNE 1 0 0 1 1 5,5 %
Wahlbeteiligung 2014: 48,9 %

Für die Bildung einer Fraktion im Stadtrat sind mindestens zwei Mitglieder notwendig.


Übersicht über die Fraktionen im Stadtrat seit 2014:


CDU: 13 Mitglieder, Fraktionsvorsitzender Jürgen Kitzing


DIE LINKE: 6 Mitglieder, Fraktionsvorsitzender Torsten Bachmann



Wappen |


Blasonierung: „In Gold ein schwarzer Löwe mit roter Zunge und Bewehrung.“ Das Wappentier, erstmals im Jahre 1423 nachweisbar, geht auf die Markgrafen von Meißen zurück.



Städtepartnerschaften |


Mittweida pflegt Partnerschaften mit Bornheim (Nordrhein-Westfalen), Viersen (Nordrhein-Westfalen), Česká Lípa (Tschechien) und Gabrowo (Bulgarien).


Daneben bestehen freundschaftliche Kontakte zu folgenden Orten:
Thalheim-Gemeinden (T(h)alheimer Treffen), Slawutytsch (Ukraine), Weiz (Österreich), Peterborough (England), Lambersart (Frankreich), Bornem (Belgien), Bardejov (Slowakei), Molde (Norwegen), Calau (Deutschland).



Sehenswürdigkeiten |




Johannes-Schilling-Haus




Museen |


Auf dem Kirchberg befindet sich das Heimatmuseum „Alte Pfarrhäuser“. Teil des Museums ist das „Johannes-Schilling-Haus“, welches Plastiken, Skizzen und Erfindungen des Bildhauers und Schöpfer des Niederwalddenkmals, Johannes Schilling zeigt. 2011 wurde ferner im ehemaligen Wohnhaus von Erich Loest die Loest-Ausstellung eröffnet, welche persönliche Gegenstände des Schriftstellers zeigt. Daneben gibt es noch ein privates Raumfahrtmuseum.



Bauwerke |




Kursächsische Postmeilensäule auf dem Marktplatz




Stadtkirche




Marktplatz


Auf dem Marktplatz steht eine rekonstruierte kursächsische Postdistanzsäule mit einem vierfachen Doppelwappen, wie es nur noch in Leisnig und Zwickau vorkommt, und der Marktbrunnen mit Jugendstil-Friedensengel.


Die evangelisch-lutherische Stadtkirche Unser lieben Frauen auf dem Kirchberg stammt aus dem 15. Jahrhundert. Ihr Turm ist 60,25 m hoch. Die Alte Schule dient jetzt als Kirchgemeindehaus. Die Pestalozzi-Schule ist ein weiterer Nachbar der Stadtkirche, auf einem Stein ist das Jahr 1876 zu lesen.


In der ca. 800 Jahre alten Dorfkirche von Ringethal befindet sich die kleinste Silbermann-Orgel Sachsens[14]. Das Pfarrhaus wird als Freizeitheim genutzt. Das Schloss wurde 1743/44 errichtet und wurde zuletzt bis 1996 als Schule genutzt. Das Raubschloss Ringethal ist eine künstliche Burgruine aus dem Jahr 1804, die auf einem Felsensporn über der Zschopau, an Stelle einer ehemaligen mittelalterlichen Burg errichtet wurde. Die Zschopaubrücke bei Ringethal ist eine 1999 errichtete Spannbetonbrücke. Auf ihr steht die Porphyrskulptur des Rittergutsbesitzers, der 1863 an dieser Stelle eine Steinbogenbrücke erbauen ließ. Neben der Mühle Ringethal steht eine Wasserkraftanlage (zwei Turbinen mit einer Leistung von zusammen 370 kW).


Vom Pumpspeicherwerk Mittweida bei Neudörfchen führt ein Rundwanderweg durch den Bürgerwald zum Staubecken, dem ehemaligen Oberbecken des Kraftwerkes.[15]
Die ehemalige Baumwollspinnerei auf der anderen Seite der Zschopau erinnert an die industrielle Vergangenheit der Stadt. Flussabwärts kommt man zur Hängebrücke, die den Ortsteil Kockisch mit der ehem. Liebenhainer Mühle verbindet.


Im Nachbardorf Zschöppichen befindet sich Schloss Neusorge aus dem 18. Jahrhundert. Elsa Brändström, der Engel von Sibirien, betrieb in dem Schloss von 1924 bis 1931 ein Kinderheim für Kinder ehemaliger deutscher Kriegsgefangener.



Parkanlagen / Waldgebiete |



  • Schwanenteichanlage, Technikumanlage, Goethehain und Stadtpark in Mittweida

  • Baum- und Gesteinspark in Ringethal

  • Bürgerwald bei Neudörfchen, Schweizerwald



Galerie |




Wirtschaft und Infrastruktur |



Verkehr |




Bahnhof


Durch Mittweida verläuft die Hauptbahn Riesa-Chemnitz. Die abzweigende Nebenbahn nach Dreiwerden/Ringethal ist stillgelegt. Im Bahnhof Mittweida halten stündlich die Regionalbahnen der Mitteldeutsche Regiobahn, die ohne Halt nach Chemnitz Hauptbahnhof durchfahren. Zusätzlich halten stündlich die Bahnen der City-Bahn Chemnitz in Mittweida, welche bis Chemnitz Hauptbahnhof alle Unterwegshalte bedienen. Im Rahmen des Chemnitzer Modell sollen die Bahnen der City-Bahn Chemnitz einmal bis in die Innenstadt von Chemnitz durchfahren.


Der städtische Busverkehr wird von der REGIOBUS Mittelsachsen GmbH durchgeführt.


Mittweida liegt neun bis elf Kilometer von der Bundesautobahn 4 entfernt. Anschlussstellen sind Hainichen, Chemnitz Ost oder Frankenberg.



Ansässige Unternehmen |



  • AMAK AG

  • B&B Sachsenelektronik GmbH – Leiterplattenhersteller

  • Cotesa GmbH

  • Ergo-Vision GmbH

  • IMM Gruppe – mittelständischer Elektronikdienstleister

  • Immobilien Service GmbH der Volksbank Mittweida


  • Jeld-Wen – Türen- und Fensterproduktion

  • Kreissparkasse Mittelsachsen

  • MG Nährmittel Produktservice e. K.

  • MPT GmbH

  • Natursteinwerk Mittweida

  • Radmarkt Mittweida

  • REGIOBUS Mittelsachsen GmbH

  • TECHTEX GmbH Vliesstoffe

  • Tenowo, eine Tochter der Hoftex Group

  • Uhrmachermeister & Juwelier Grundmann

  • Verein zur Förderung der beruflichen Bildung an den Beruflichen Schulen Mittweida e. V. (vfb)

  • Volksbank Mittweida eG



Medien |




  • Freie Presse, Lokalausgabe Mittweida


  • 99drei Radio Mittweida (produziert von der HS Mittweida)


  • medienMITTWEIDA (produziert von der HS Mittweida)

  • Mittelsachsen TV (ehemals Stadtfernsehen Mittweida)

  • Mittweidaer Blick



Regelmäßige Veranstaltungen |



  • Medienforum Mittweida

  • Campusfestival Mittweida

  • beta Mittweida




Krankenhaus



Gesundheitswesen |


Seit 1996 gehört das Krankenhaus zusammen mit den Häusern in Frankenberg und Rochlitz zur Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH[16], einem Krankenhaus der Regelversorgung mit 360 Betten. Seit 2010 ist die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH Lehrkrankenhaus der Technischen Universität Dresden. Das Krankenhaus in Mittweida bildet zusammen mit dem Klinikum Chemnitz das zertifizierte Brustzentrum Chemnitz.[17] Die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters betreibt in Riesa eine Tagesklinik mit zehn Plätzen.[18]


In Mittweida gibt es zwei Medizinische Versorgungszentren, ein Neurologisch-Psychiatrisches Versorgungszentrum mit niedergelassenen Ärzten als Trägern[19] sowie ein Krankenhaus-MVZ.



Bildung |




Front Haus 1 der Hochschule Mittweida




  • Hochschule Mittweida – University of Applied Sciences

  • Berufliches Schulzentrum Mittweida

  • Städtisches Gymnasium Mittweida

  • Johann-Gottlieb-Fichte-Schule (Oberschule)

  • Pestalozzi-Schule (Grundschule)

  • Bernhard-Schmidt-Schule (Grundschule)

  • Verein zur Förderung der Beruflichen Bildung an den beruflichen Schulen Mittweida e. V.[20]

  • Berufsschule und berufsbildende Förderschule (staatlich anerkannte Ersatzschule)



Persönlichkeiten |




Literatur |



  • ohne Autor: Stadt Mittweida – Informationsbroschüre mit mehrfarbigem Stadtplan. NovoPrint-Verlag, Fellbach 1996.

  • ohne Autor: Mittweida – Kreis- und Hochschulstadt. Verlag Geiger, Horb am Neckar 2003, ISBN 3-89570-874-7.

  • F. I. Czerwenka: Heimatskunde von Mittweida und Umgebung. Mittweida 1880 (online). 

  • Benny Dressel, Heiko Weber: Mittweida. Reihe Zeitsprünge, Verlag Sutton, Erfurt 2005, ISBN 3-89702-846-8.

  • C. A. Funk: Zur Geschichte der Stadt Mittweida und ihrer Umgebung. Mittweida 1898.

  • Christian Hermann: Mittweidisches Denckmahl Das ist/ Beschreibung der Stadt Mittweida In Meissen nach dero Rahmen und Ursprung. Chemnitz 1698 (Digitalisat).

  • Frank Schleußing (Hrsg.): Mittweida – Ein Blick zurück: 1890–1930. Verlag Geiger, Horb am Neckar 1991, ISBN 3-89264-552-3.

  • Stadtverwaltung Mittweida (Hrsg.): Zur Geschichte der Stadt Mittweida. Mittweida 2009, ISBN 978-3-937386-21-8.


  • Richard Steche: Mittweida. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 14. Heft: Amtshauptmannschaft Rochlitz. C. C. Meinhold, Dresden 1890, S. 22.



Weblinks |



 Commons: Mittweida – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


 Wikisource: Mittweide in der Topographia Superioris Saxoniae (Matthäus Merian) – Quellen und Volltexte


 Wikivoyage: Mittweida – Reiseführer


 Wiktionary: Mittweida – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen


  • Atlas Mittelsachsen


  • Mittweida im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen


  • Linkkatalog zum Thema Mittweida bei curlie.org (ehemals DMOZ)



Einzelnachweise |




  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung


  2. Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern zur Verleihung der Bezeichnung „Hochschulstadt“ an die Stadt Mittweida vom 23. September 2015 (SächsABl. S. 1428)


  3. Werner Pälchen und Harald Walter (Hrsg.): Geologie von Sachsen. Geologischer Bau und Entwicklungsgeschichte. E. Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung (Nägele und Obermüller), Stuttgart 2008. S. 274–275


  4. Webseite KZ-Gedenkstätte Flossenbürg, Abgerufen am 6. Juli 2016.


  5. vgl. Pascal Cziborra: Frauen im KZ. Möglichkeiten und Grenzen der historischen Forschung am Beispiel des KZ Flossenbürg und seiner Außenlager, Lorbeer Verlag, Bielefeld 2010, S. 93ff.


  6. abc Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt


  7. Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen


  8. abcde Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Gebietsänderungen


  9. abcdef Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943


  10. Geschichtliches zu Weißthal auf der Homepage der Stadt Mittweida


  11. Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen


  12. Volkszählungsergebnis vom 29. Oktober 1946


  13. Volkszählungsergebnis vom 31. August 1950


  14. www.silbermann.org


  15. Beschreibung des Wanderwegs (PDF; 139 kB)


  16. Homepage der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH


  17. Zertifizierte Brustzentren


  18. Tagesklinik Riesa


  19. MVZ-Homepage


  20. Verein zur Förderung der Beruflichen Bildung an den beruflichen Schulen Mittweida e. V.


.mw-parser-output div.BoxenVerschmelzen{border:1px solid #AAAAAA;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;padding-top:2px}.mw-parser-output div.BoxenVerschmelzen div.NavFrame{border:none;font-size:100%;margin:0;padding-top:0}

.mw-parser-output div.NavFrame{border:1px solid #A2A9B1;clear:both;font-size:95%;margin-top:1.5em;min-height:0;padding:2px;text-align:center}.mw-parser-output div.NavPic{float:left;padding:2px}.mw-parser-output div.NavHead{background-color:#EAECF0;font-weight:bold}.mw-parser-output div.NavFrame:after{clear:both;content:"";display:block}.mw-parser-output div.NavFrame+div.NavFrame,.mw-parser-output div.NavFrame+link+div.NavFrame{margin-top:-1px}.mw-parser-output .NavToggle{float:right;font-size:x-small}










Popular posts from this blog

Ronny Ackermann

Köttigit

MySQL 8.0.15 starts normally but any connection hangs