Bundesautobahn 37






































Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/DE-A
Bundesautobahn 37 in Deutschland

Bundesautobahn 37
Karte

Verlauf der A 37

Basisdaten
Betreiber:

DeutschlandDeutschland Bundesrepublik Deutschland
Straßenbeginn:

Burgdorf (Region Hannover)
(52° 27′ N, 9° 56′ O52.444995449.93756495)
Straßenende:

Sehnde
(52° 18′ N, 9° 53′ O52.298634269.88470398)
Gesamtlänge:
14 km

Bundesland:



  • Niedersachsen

Ausbauzustand:

vierstreifig

Moorautobahn.jpg
Die A 37 im Altwarmbüchener Moor, hier Moorautobahn genannt





Die A 37 kreuzt die A 7 (vorne) und die A 2 (hinten), rechts der Altwarmbüchener See




A 37-Planung; blau: heutiger Autobahnausbau, orange: geplant im Jahr 1976


Die Bundesautobahn 37 (Abkürzung: BAB 37 oder A 37) ist eine aus zwei Teilstücken bestehende Autobahn, die als Zubringer zum Stadtgebiet von Hannover und zum Messegelände Hannover fungiert. Der nördliche Abschnitt zwischen Burgdorf und Hannover-Misburg wird wegen seiner Lage im Altwarmbüchener Moor im Volksmund als Moorautobahn bezeichnet, der Abschnitt Messegelände–AD Hannover-Süd wird Messestutzen genannt. Die Autobahn ist auf beiden Abschnitten jeweils in beiden Fahrtrichtungen zweistreifig ausgebaut.


Die beiden Teilstrecken werden durch den Messeschnellweg verbunden, der im nördlichen Abschnitt (zwischen der Anschlussstelle 5 Hannover-Misburg und dem Seelhorster Kreuz) Teil der Bundesstraße 3 ist und im südlichen Abschnitt (zwischen dem Seelhorster Kreuz und der Anschlussstelle 11 Hannover-Messegelände) Teil der Bundesstraße 6.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Planungsgeschichte


  • 2 Fertiggestellte Abschnitte


  • 3 Einzelnachweise


  • 4 Weblinks





Planungsgeschichte |


Die ursprüngliche Planung aus dem Jahre 1974 sah vor, dass die A 37 an der B 3 südlich Bergen ihren nördlichen Endpunkt erhalten sowie über Celle und Hannover nach Hildesheim geführt werden sollte.[1] Der am 30. Juni 1971 verabschiedete Plan des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 sah zwar den Bau einer Bundesautobahn zwischen Bergen und Hildesheim noch nicht vor. Allerdings waren folgende Vorhaben enthalten:































































Bezeichnung der Straße
Abschnitt
Bemerkung
Dringlichkeitsstufe
B3
südlich Bergen - nordwestlich Celle
vierstreifiger Ausbau unter Nutzung der Bestandtrasse
III
B3/B214
Ortsumgehung Celle
vierstreifiger Neubau
I
B3 (B188)
südlich Celle - westlich Burgdorf
vierstreifiger Neubau
II
B3 (A7)
westlich Burgdorf - Kreuz Hannover/Kirchhorst
vierstreifiger Neubau
I
B3
Kreuz Hannover/Kirchhorst - Kreuz Hannover-Buchholz
sechsstreifer Neubau
I
B3
Kreuz Hannover-Buchholz - Hannover Weidetor
sechsstreifiger Neubau
laufendes Vorhaben
B3 (Bundesstraße 65).
Hannover Weidetor - Seelhorster Kreuzung
sechsstreifiger Neubau unter Nutzung der zweistreifigen Bestandtrasse
II
B6  (A376)
Seelhorster Kreuz - Dreieck Hannover-Messegelände
sechsstreifiger Neubau
I
B6 (B1)
Hannover-Messegelände - Hildesheim-Berliner Straße
vierstreifiger Ausbau unter Nutzung der Bestandtrasse
II

Mit der Neustrukturierung und neuen Nummerierung des Netzes der Bundesautobahnen, die mit Wirkung ab 1. Januar 1975 erfolgte, wurde aus den einzelnen Vorhaben zum Aus- und Neubau von Bundesfernstraßen der einheitliche Streckenzug als Bundesautobahn unter der Bezeichnung „A 37“ Bergen – Celle – Hannover – Hildesheim geschaffen.[2] Diese Planung hatte jedoch nur eineinhalb Jahre Bestand. Während noch im Januar 1976 die A 37 zwischen Bergen und Hildesheim in den Netzkarten als Planung enthalten war[3], änderte sich dies durch das Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 vom 5. August 1976 grundlegend.[4] Die gesamte Teilstrecke von Bergen über Celle nach Burgdorf (B 188) wurde aus der A 37-Planung herausgenommen. Dabei wurde zwischen Bergen und nordwestlich Celle auf den vierstreifigen Ausbau vollständig verzichtet. Lediglich für Groß Hehlen bei Celle war in Dringlichkeitsstufe Ib eine Umgehung geplant. Die Ortsumgehung Celle war im nördlichen Teil noch für den vierstreifigen Neubau im Zuge der A 32 vorgesehen, allerdings nur zweistreifig in der Dringlichkeitsstufe Ia; die Ergänzung der 2. Fahrbahn war in den weiteren Bedarf eingeordnet. Die südöstliche Fortführung dieser Umgehung war nur als zweistreifiger Bundesstraßenneubau, allerdings in Dringlichkeitsstufe Ia enthalten. Der Abschnitt südlich Celle bis westlich Bergen sollte zweistreifig als B 3n als weiterer Bedarf realisiert werden. Der Bedarfsplan sah für die A 37 noch folgende Teilprojekte vor:







































Bezeichnung der Straße
Abschnitt
Bemerkung
Dringlichkeitsstufe
A7
westlich Burgdorf - Kreuz Hannover/Kirchhorst
vierstreifiger Neubau
In
A2
Kreuz Hannover/Kirchhorst - Kreuz Hannover-Buchholz
vierstreifiger Neubau
Ia

A2
Kreuz Hannover-Buchholz - Hannover Misburg
vierstreifiger Neubau
laufendes Vorhaben

A376
Hannover Weidetor - Dreieck Hannover-Messegelände
vierstreifiger Ausbau unter Nutzung der Bestandtrasse
Ia

Dreieck Hannover-Messegelände
vierstreifiger Ausbau unter Nutzung der Bestandtrasse
Ib

Zum Zeitpunkt des Erlasses des zweiten Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfernstraßen in den Jahren 1971 bis 1985 vom 25. August 1980[5] waren die Abschnitte der A 37 zwischen Burgdorf und Hannover-Misburg sowie zwischen Hannover-Weidetor und Dreieck Hannover-Messegelände bereits in Angriff genommen. Die Teilstrecke Hannover-Messegelände – Hildesheim wurde als Bestandteil der A 37 aus dem Bedarfsplan gestrichen. Die A 376, deren Umbenennung in den 1970ern noch zur A 30 Minden – Stadthagen – Hannover beabsichtigt war, wurde mit der Streichung dieses Abschnitts der A 30 und der Strecke Hannover – Hildesheim der A 37 nun zur A 37 umgewidmet. Im Übrigen fanden sich noch folgende Projekte für Bundesstraßenneu- und -ausbauten im Bedarfsplan, die der ursprünglichen A 37-Planung im Wesentlichen entsprachen:



























Bezeichnung der Straße
Abschnitt
Bemerkung
Dringlichkeitsstufe
B3
Groß Hehlen - Celle - nordwestlich Otze
zweistreifiger Neubau
I
B3
nordwestlich Otze - westlich Burgdorf
zweistreifiger Neubau

B6
Hannover Messegelände - Hildesheim
vierstreifiger Ausbau
II

Im dritten Gesetz zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 21. April 1986[6] waren Neubaumaßnahmen für die A 37 nicht vorgesehen. Folgende Bundesfernstraßenneu- und -ausbauprojekte, die der ursprünglichen A 37-Planung im Wesentlichen entsprachen, verblieben im Bedarfsplan:



























Bezeichnung der Straße
Abschnitt
Vorhaben
Bemerkung
B3
Ortsumfahrung Groß Hehlen
zweistreifiger Neubau
als weiterer Bedarf
B3
Ortsumfahrung Celle
zweistreifiger Neubau
laufendes Vorhaben
B3
Celle - westlich Burgdorf
zweistreifiger Ausbau
als weiterer Bedarf

Auch nach dem Vierten Gesetzes zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes vom 15. November 1993[7] kamen keine Neubaumaßnahmen für die A 37 hinzu. Als Bundesstraßenneu- und -ausbauprojekte, die der ursprünglichen A 37-Planung im Wesentlichen entsprachen, sollten zur Ausführung kommen:































































Bezeichnung der Straße
Abschnitt
Bemerkung
Dringlichkeitsstufe
B3
südlich Bergen - nordwestlich Celle
vierstreifiger Ausbau unter Nutzung der Bestandtrasse
III
B3/B214
Ortsumgehung Celle
vierstreifiger Neubau
I
B3 (B188)
südlich Celle - westlich Burgdorf
vierstreifiger Neubau
II
B3 (A7)
westlich Burgdorf - Kreuz Hannover/Kirchhorst
vierstreifiger Neubau
I
B3
Kreuz Hannover/Kirchhorst - Kreuz Hannover-Buchholz
sechsstreifer Neubau
I
B3
Kreuz Hannover-Buchholz - Hannover Weidetor
sechsstreifiger Neubau
laufendes Vorhaben
B3 (Bundesstraße 65).
Hannover Weidetor - Seelhorster Kreuzung
sechsstreifiger Neubau unter Nutzung der zweistreifigen Bestandtrasse
II
B6  (A376)
Seelhorster Kreuz - Dreieck Hannover-Messegelände
sechsstreifiger Neubau
I
B6 (B1)
Hannover-Messegelände - Hildesheim-Berliner Straße
vierstreifiger Ausbau unter Nutzung der Bestandtrasse
II

Der Bundesverkehrswegeplan 2003 sieht weiterhin keine Neubauvorhaben für die A 37 vor. Folgende Bundesstraßenneu- und -ausbauprojekte, die der ursprünglichen A 37-Planung im Wesentlichen entsprachen, waren noch enthalten:













































Bezeichnung der Straße
Abschnitt
Vorhaben
Bemerkung
Stand
B3
OU Groß Hehlen
zweistreifiger Neubau
vordringlicher Bedarf
in Planung
B3
OU Celle Nordteil
zweistreifiger Neubau
vordringlicher Bedarf
in Planung.
B3
OU Celle Mittelteil
vierstreifiger Neubau
vordringlicher Bedarf
Planungsfestellungsbeschluss: Klagen vor dem Oberverwaltungsgericht anhängig Beschluss nicht nachvollziehbar
B3
OU Celle Südteil
zweistreifiger Neubau
vordringlicher Bedarf
fertiggestellt
B3
südlich Celle - Ehlershausen
zweistreifiger Neubau
vordringlicher Bedarf
fertiggestellt


Fertiggestellte Abschnitte |


In den 1950er Jahren wurde der Messeschnellweg als Osttangente Hannovers (B 3/B 6) errichtet (1950: Pferdeturm – Messegelände, 1952: Messegelände – Sarstedt). Ab den 1960er Jahren begann der autobahnähnliche Ausbau, in dessen Zuge die Kreuzungen planfrei gestaltet und die Fahrbahnen erweitert wurden. 1998 wurde als letzte Maßnahme die Pferdeturmkreuzung durch eine Anschlussstelle ersetzt. In der ersten Hälfte der 1960er Jahre wurde zudem die Zubringerstrecke zwischen dem Dreieck Hannover-Messegelände und Dreieck Hannover-Süd dem Verkehr übergeben, der ab 1975 bis 1980 zunächst als A 376 gewidmet war. Es fanden zudem folgende weitere Verkehrsfreigaben von Abschnitten, die ursprünglich Bestandteile der A 37 werden sollten, statt:







































Jahr
Abschnitt
km
Bemerkung
1981
Kreuz Hannover Kirchhorst - Hannover-Misburg
5,7
vierstreifig als B3 gewidmet
1982
AS Burgdorf bzw. Moormühle - Kreuz  Hannover/Kirchhorst
4,7
vierstreifig, als B3 gewidmet
1999
Ehlershausen - AS Burgdorf bzw. Moormühle
12
vierstreifiger Neubau und Ausbau, als B3 gewidmet
2009
südlich Celle -Ehlershausen
7,4
zweistreifig, als B3 gewidmet
2013
OU Celle, 2. Bauabschnitt/südlicher Teil der O
3,2
zweistreifig, als B3 gewidmet


Einzelnachweise |




  1. Struktur und Numerierung der Bundesautobahnen. Vorgesehenes Gesamtnetz. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, 15. Juni 1974, abgerufen am 18. September 2013 (Kartenausschnitt). 


  2. Struktur und Numerierung der Bundesautobahnen. Vorgesehenes Gesamtnetz. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, 15. Juni 1974, abgerufen am 18. September 2013 (Kartenausschnitt). 


  3. Netz der Bundesautobahnen und Bundesstraßen. Stand 1. Januar 1976. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 31. März 2013 (Kartenausschnitt). 


  4. Bundesgesetzblatt Jg. 1976, Teil I, S. 2093


  5. Bundesgesetzblatt Jg. 1980, Teil I, S. 1614


  6. Bundesgesetzblatt Jg. 1986, Teil I, S. 537


  7. Bundesgesetzblatt Jg. 1993, Teil I, S. 1877



Weblinks |



 Commons: Bundesautobahn 37 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

  • Detaillierte Streckenbeschreibung der Bundesautobahn 37

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