Kellern (Flachslanden)
Kellern Markt Flachslanden 49.38111111111110.499722222222421Koordinaten: 49° 22′ 52″ N, 10° 29′ 59″ O | |
|---|---|
Höhe: | 421 m ü. NHN |
Einwohner: | 23 (1. Jan. 2017)[1] |
Postleitzahl: | 91604 |
Vorwahl: | 09829 |
Eisenbahn in Panorama zwischen Kellern und Lehrberg
Kellern (umgangssprachlich: Keslhof bzw. Keslmil [2]) ist ein Ortsteil des Marktes Flachslanden im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.
Inhaltsverzeichnis
1 Geografie
2 Geschichte
2.1 Baudenkmal
2.2 Einwohnerentwicklung
3 Religion
4 Verkehr
5 Literatur
6 Weblinks
7 Einzelnachweise
Geografie |
Der Weiler liegt am Borsbach, der als linker Zufluss in die Fränkische Rezat mündet, die westlich des Ortes fließt. Ca. 1,25 km südöstlich im Forst Birkenfels liegt der Heßberg (489 m ü. NN), ca. 0,75 km nordöstlich liegt das Kellerholz, ca. 0,5 km nordwestlich das Hochholz.[3]
Geschichte |
Der Ort wurde 1402 als „Keler“ erstmals namentlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet Siedlung bei dem Keller. Seit 1498 ist auch die Form „Kesselmüllner“ bezeugt, die die in der Umgangssprache geläufige Bezeichnung ist. Sie erklärt sich aus der Lage in einem Kessel zwischen dem Heßberg, Hirschberg, Hochholz und der Rosenbacher Höhe. Seit 1809 ist die Pluralform „Kellern“ bezeugt, bestehend aus den Einöden Kesselmühle, Kesselhof, Hummelhof und Rohrmühle.[2] In der Regel galten aber Hummelhof und Rohrmühle als eigene Ortsteile.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Kellern 4 Haushalte. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Hofkastenamt Ansbach aus. Alle Anwesen hatten das brandenburg-ansbachische Vogtamt Birkenfels als Grundherrn. Neben den Haushalten gab es noch das Hirtenhaus, das ein kommunales Gebäude war.[4]
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kellern dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Flachslanden zugeordnet. Es gehörte auch der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Flachslanden an.[5]
Baudenkmal |
- Kesselmühle, Haus Nr. 1: zweigeschossige Wassermühle mit Krüppelwalm. Portalschlussstein mit brandenburgischem Wappen und Mühlrad, bezeichnet 1799.
Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Flachslanden#Kellern
Einwohnerentwicklung |
| Jahr | 001818 | 001840 | 001861 | 001871 | 001885 | 001900 | 001925 | 001950 | 001961 | 001970 | 001987 | 002017 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 40* | 21 | 40† | 28 | 21 | 21 | 21 | 27 | 24 | 22* | 30* | 23* |
| Häuser[6] | 5* | 3 | 3 | 4 | 4 | 4 | 6 | 7* | ||||
| Quelle | [7] | [8] | [9] | [10] | [11] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [1] |
* mit Hummelhof
† mit Hummelhof und Rohrmühle
Religion |
Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach St. Laurentius (Flachslanden) gepfarrt, die Einwohner römisch-katholischer Konfession nach St. Dionysius (Virnsberg).
Verkehr |
Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Borsbach zur Kreisstraße AN 21 bzw. nach Rosenbach.
Literatur |
Johann Kaspar Bundschuh: Keller. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 6: V–Z. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1804, DNB 790364328, OCLC 833753116, Sp. 811 (Digitalisat).
- Elisabeth Fechter: Die Ortsnamen des Landkreises Ansbach. Inaugural-Dissertation. Erlangen 1955, DNB 480570132, S. 111–112.
Günther P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 117.
- Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Band 2. Michael Laßleben, Kallmünz 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8, S. 874.
Weblinks |
Kellern auf der Website flachslanden.de
Kellern in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
Kellern in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg
Kellern im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise |
↑ ab www.flachslanden.de
↑ ab E. Fechter, S. 111.
↑ Kellern im BayernAtlas
↑ M. Jehle, Bd. 2, S. 874.
↑ Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle, Bd. 2, S. 961.
↑ Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 1987 als Wohngebäude.
↑ Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 47 (Digitalisat).
↑ Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 39 (Digitalisat).
↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 984, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
↑ kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1148, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
↑
Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1088 (Digitalisat).
↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1152 (Digitalisat).
↑
Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1189 (Digitalisat).
↑
Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1025 (Digitalisat).
↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 754 (Digitalisat).
↑
Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 169 (Digitalisat).
↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 327 (Digitalisat).
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