Bayrischzell
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
47.66666666666712.016666666667800Koordinaten: 47° 40′ N, 12° 1′ O | ||
| Basisdaten | ||
Bundesland: | Bayern | |
Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
Landkreis: | Miesbach | |
Höhe: | 800 m ü. NHN | |
Fläche: | 79,45 km2 | |
| Einwohner: | 1616 (31. Dez. 2017)[1] | |
Bevölkerungsdichte: | 20 Einwohner je km2 | |
Postleitzahlen: | 83735, 83727 | |
Vorwahl: | 08023 | |
Kfz-Kennzeichen: | MB | |
Gemeindeschlüssel: | 09 1 82 112 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Kirchplatz 2 83735 Bayrischzell | |
Website: | ||
Bürgermeister: | Georg Kittenrainer (CSU) | |
| Lage der Gemeinde Bayrischzell im Landkreis Miesbach | ||
![]() | ||
Blick auf Bayrischzell
Bayrischzell ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Miesbach und ein heilklimatischer Luftkurort in den oberbayerischen Alpen.
Inhaltsverzeichnis
1 Geographie
1.1 Lage
1.2 Ortsteile
2 Verkehr
2.1 Bahn und Bus
3 Geschichte
4 Sonstiges
5 Freizeit- und Sportanlagen
5.1 DSV-Nordic-Aktiv-Zentrum
6 Kultur und Sehenswürdigkeiten
6.1 Baudenkmäler
7 Persönlichkeiten
7.1 Söhne und Töchter der Gemeinde
7.2 Weitere Persönlichkeiten mit Bezug zu Bayrischzell
8 Weblinks
9 Einzelnachweise
Geographie |
Blick vom Wendelstein südwärts: Links im Bild ist die Ortschaft Bayrischzell zu sehen
Lage |
Bayrischzell liegt im Mangfallgebirge zwischen dem Schliersee im Westen und Oberaudorf im Osten. Der Ort befindet sich am Fuß des Wendelsteins, zu Füßen des Sudelfelds und unterhalb des Sudelfeldpasses. Er liegt am Nordausgang des Ursprungtals. Der Ort befindet sich 23 km südöstlich von Miesbach, 25 km nordwestlich von Kufstein und 20 km westlich von Oberaudorf. Im westlichen Gemeindegebiet nahe der Grenze zur Gemeinde Schliersee liegt das Taubensteinhaus auf 1567 Meter Höhe.
Ortsteile |
Die Gemeinde Bayrischzell hat 15 amtlich benannte Ortsteile:[2]
|
|
Verkehr |
Bahn und Bus |
| Linie | Streckenverlauf | Verkehrsmittel | Betreiber |
|---|---|---|---|
9555 | Bayrischzell – Schliersee – Hausham – Gmund – Tegernsee | Bus | DB Oberbayernbus |
WRL | Wendelsteinringlinie Bayrischzell – Fischbachau – Bad Feilnbach – Oberaudorf – Bayrischzell | Bus | Omnibus Brandstätter |
BOB | Bayrischzell – Schliersee – Hausham – Miesbach – Holzkirchen – München | Bahn | Bayerische Oberlandbahn |
WSB | Osterhofen – Wendelstein | Seilbahn | Wendelsteinbahn GmbH |
Geschichte |
Etwa 500 und 700 nach Christus entstanden Rodungen im heutigen Gemeindegebiet.
Im Jahr 1076 gründete an dieser Stelle die Gemahlin Haziga des Pfalzgrafen Otto II. von Scheyern-Wittelsbach eine Eremitenklause mit der Kapelle Margarethenzell. 1079 wurde diese in ein Kloster umgewandelt, das allerdings bereits 1085 nach Fischbachau verlegt wird.
Durch seine Nähe zu Tirol war Bayrischzell (Die Zell) sowohl in den Spanischen und Österreichischen Erbfolgekriegen als auch in den Napoleonischen Kriegen Schauplatz bewaffneter Auseinandersetzungen auch örtlicher Gebirgsschützen mit den Tirolern. 1811/12 wurde Die Zell (oder Margarethenzell) eine selbständige Pfarrkuratie. Seit 1832 wird der Ort offiziell Bayrischzell genannt. Am 5./6. Dezember 1846 fand dort ein Haberfeldtreiben mit über 100 Treibern statt. Um 1900 setzte allmählich der Fremdenverkehr ein. Das Wappen in seiner aktuellen Form wird seit 1959 geführt und soll mit den silbernen Rauten an die enge historische Beziehung zu den Wittelsbachern erinnern.
Nachdem um 1900 eine Leitzachtalbahn München–Westerham–Bayrischzell projektiert wurde, ist seit dem 1. Oktober 1911 in Bayrischzell der Endbahnhof der Bahnstrecke Schliersee–Bayrischzell in Betrieb,[3] seit 1970 auch die Talstation Bayrischzell-Osterhofen der Wendelstein-Seilbahn.
Sonstiges |
Der Allgemeine Deutsche Hochschulsportverband wurde als Arbeitsgemeinschaft deutscher Sportreferenten noch vor der Konstituierung der Bundesrepublik am 2. April 1948 in Bayrischzell gegründet.[4]
In der Nacht zum 26. Juni 2006 wurde der Braunbär JJ1, alias Bruno, der im Mai 2006 von Italien über Tirol nach Bayern einwanderte, auf der 1500 m hohen Kümpflalm in der Nähe der Rotwand im Spitzingseegebiet im Gemeindebereich Bayrischzell von zwei Jägern und einem Polizisten durch einen Lungenschuss auf 150 m Entfernung getötet. Der präparierte Braunbär wird seit April 2008 im Münchener Museum Mensch und Natur ausgestellt.
Im Herbst 2007 drehte Regisseur Rainer Kaufmann in der Umgebung von Bayrischzell den ZDF-Fernsehfilm Das Beste kommt erst. In den 1980er Jahren wurde in Bayrischzell auch Erben will gelernt sein gedreht.
Freizeit- und Sportanlagen |
Das angrenzende Sudelfeld mit 19 Liftanlagen und rund 31 km präparierten Abfahrten ist eines der bekanntesten Skigebiete im bayerischen Alpenraum und das größte zusammenhängende Skigebiet Deutschlands. Es ist vom Ort aus mit der Sesselbahn zu erreichen.
Der Wendelstein ist seit 1970 unter anderem durch die Seilbahn von Bayrischzell-Osterhofen aus zu erreichen. Das Wendelsteiner Skigebiet ist mit seinen etwa 10 km Pisten ein Geheimtipp für geübte Fahrer.
DSV-Nordic-Aktiv-Zentrum |
Im Winter stehen für Langlaufsportler 96 km gespurte Loipen zur Verfügung. Im Sommer sind auf einer Länge von 28 km mehrere Nordic-Walking-Touren abgesteckt.
Außerdem gibt es ein geheiztes Freischwimmbad, Tennisplätze und eine Minigolf-Anlage und im Winter einen Eisplatz und eine Eisstockbahn.
Kultur und Sehenswürdigkeiten |
Pfarrkirche St. Margareth, erbaut 1733, mit vielen Kunstwerken einheimischer Maler
Baudenkmäler |
Persönlichkeiten |
Söhne und Töchter der Gemeinde |
Rolf Langenfass (1944–2012), deutscher Kostüm- und Bühnenbildner
Felix von Manteuffel (* 1945), Schauspieler
Alexander Vogelgsang (* 1944), Kommunalpolitiker (SPD), ehemaliger Oberbürgermeister von Böblingen
Weitere Persönlichkeiten mit Bezug zu Bayrischzell |
Philipp Harth (1885—1968), Bildhauer, hier gestorben
Ida zur Nieden (1886–1981), Altistin, hier gestorben
Friedrich Veit (1861–1948), evangelischer Theologe, hier gestorben
Blick vom Sudelfeld auf den Wendelstein (Bayrischzell)

Bayrischzell

Bayrischzell aus der Luft gesehen
Bahnhofsgebäude
Weblinks |
- Eintrag zum Wappen von Bayrischzell in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
Bayrischzell: Amtliche Statistik des LfStat
Einzelnachweise |
↑ Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
↑ Bayerische Landesbibliothek online – Ortsdatenbank
↑ http://gemeinde.bayrischzell.de/gemeinde/geschichte-chronik.html Gemeindegeschichte
↑ Geschichte auf www.adh.de
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