Frankenhöhe



































Frankenhöhe
Höchster Gipfel

Hornberg (554 m ü. NN)
Lage

Bayern, Baden-Württemberg
Teil der

Fränkischen Keuper-Lias-Landes/Keuperberglandes
Einteilung nach

Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands


Frankenhöhe (Bayern)


Frankenhöhe




Koordinaten

49° 23′ N, 10° 25′ O49.382510.4117554Koordinaten: 49° 23′ N, 10° 25′ O

Gestein

Keuper
Fläche
653,3 km²

dep1

f1

p1

p5

Die Frankenhöhe ist ein bis 554 m ü. NN hoher Bergrücken in Bayern und Baden-Württemberg in Süddeutschland.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Lage und Grenzen


  • 2 Naturräumliche Gliederung


  • 3 Geologie


  • 4 Verkehr


  • 5 Flora


  • 6 Berge


  • 7 Ortschaften


  • 8 Fließgewässer


  • 9 Geschichte


  • 10 Einzelnachweise


  • 11 Weblinks





Lage und Grenzen |


Die Frankenhöhe liegt im Westen der Region Franken beiderseits der Grenze von Bayern im Osten (Landkreise Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim und Ansbach) zu Baden-Württemberg im Westen (Schwäbisch Hall, Schnipsel im Ostalbkreis).


Der größere Teil liegt in Bayern, der deutlich kleinere baden-württembergische Anteil im Südwesten. Er umfasst den Südteil der sogenannten Crailsheimer Hardt, der sich in einem ostwärts sich ausbeulenden Bogen um die Stadt Crailsheim vom Traufanstieg der A 6 nordöstlich von Satteldorf im Norden bis zur Jagst bei Stimpfach im Süden legt, wo er in den Virngrund übergeht. Dazu kommt südöstlich davon das kleine Becken der oberen Zwergwörnitz bei Kreßberg.


Die Frankenhöhe, deren Hochfläche teilweise den Charakter eines Hügellands aufweist, liegt südlich des um einiges niedrigeren Steigerwalds, östlich der Hohenloher Ebene und nordöstlich der Ellwanger Berge und nicht ganz auf halber Strecke von Nürnberg nach Stuttgart östlich von Rothenburg.


Der Naturpark Frankenhöhe umfasst den Großteil der Frankenhöhe, jedoch nicht deren Süden; umgekehrt reicht er bei Rothenburg nach Westen und an der Sulzach nördlich Feuchtwangens weit über den Höhenzug hinaus.[1]



Naturräumliche Gliederung |


Die Frankenhöhe stellt naturräumlich eine Haupteinheit (dreistellig) dar[2] und gliedert sich wie folgt in Untereinheiten (Nachkommastellen);[3][4][5] die nachgestellten Buchstaben nebst Namen in Anführungsstrichen bei den eigentlichen Höhenzügen entstammen nicht der naturräumlichen Gliederung und dienen der besseren Orientierung:



  • (zum Südwestdeutschen Stufenland)

    • (zu 11 Fränkisches Keuper-Lias-Land)

      • 114 Frankenhöhe (653,3 km²)[2]


        • 114.0 Südliche Frankenhöhe

          • 114.00 Crailsheimer Hardt im weiteren Sinne, von Nord(ost) nach Süd(west):

            • 114.00a „Schillingsfürst-Wettringer Hardt“

            • 114.00b „Schnelldorfer Hardt“ (südlich der Straße Wettringen–Arzbach)

            • 114.00c „Kesselberg-Kreßberg-Rücken“ (südöstlich der Straße Schnelldorf–Ellrichshausen, nach Südosten gerichtet)

            • 114.00d Crailsheimer Hardt im engeren Sinne (wie in Karten eingezeichnet; mit der Ruhe als vom Norden nach Südosten ziehendem Querrücken)



          • 114.01 Zwergwörnitzbecken

          • 114.02 Wörnitzbecken

          • 114.03 Sulzachrandhöhen (westlich und nördlich der Sulzach)

            • 114.03a Nordöstliche Sulzachrandhöhen (links der Sulzach und nordöstlich einer Störung zwischen Schillingsfürst und Kloster Sulz)[6]

            • 114.03b Westliche Sulzachrandhöhen (nord-süd-gerichtet)






        • 114.1 Mittlere Frankenhöhe

          • 114.10 Rothenburger Hardt im weiteren Sinne, von Nord nach Süd:

            • 114.10a „Burgbernheimer Hardt“ (nördlich der Linie Nordenberg–Windelsbach)

            • 114.10b Rothenburger Hardt im engeren Sinne



          • 114.11 Erlbacher Becken (Austritt der Altmühl; Erlbach und Erlacher Bach)[7]

          • 114.12 Gastenfeld(en)er Becken[8] (am Hagenbach, deutlich oberhalb der Mündung in die Altmühl)

          • 114.13 Colmberger Becken (am obersten Oberlauf der Altmühl)

          • 114.14 Bucher Höhe (beiderseits der Altmühl, unterhalb 114.13, aber oberhalb 114.11)




        • 114.2 Nördliche Frankenhöhe

          • 114.20 Hohenecker Höhen

          • 114.21 Petersberg-Virnsberg-Höhen

          • 114.22 Colmberghöhen

            • 114.22a Nördliche Colmberghöhen (nördlich der Straße Oberhegenau–Gräfenbuch)

            • 114.22b Mittlere Colmberghöhen

            • 114.22c Südliche Colmberghöhen (südlich der Straße Colmberg–Zailach)



          • 114.23 Oberes Zenntal

          • 114.24 Oberes Rezattal

          • 114.25 Lehrberger Tallandschaft (Fränkische Rezat zwischen 114.24 und Ansbach)







Die Kernhöhenzüge des Nordostteils (114.2) sind, von Nord nach Süd, die von etwa Neustadt an der Aisch bis zur Talung der Zenn reichenden Hohenecker Höhen (114.20), die Petersberg-Virnsberg-Höhen (114.21) zwischen Zenn und Fränkischer Rezat und die Colmberghöhen (114.22) an der Wasserscheide zwischen der Rezat oberhalb Ansbachs und der Altmühl oberhalb Leutershausens und somit an der Europäischen Hauptwasserscheide.


Die Wasserscheide verläuft von hier in Richtung Nordwesten, wo sie den äußersten Norden der Rothenburger Hardt im weiteren Sinne (114.10), Kernhöhenzug des Mittelteils (114.1) trifft. Dieser Höhenzug verläuft nebst Wasserscheide jedoch nur kurz nach Nordwesten und ändert dann seine Richtung in Südsüdost, wo er den namensgebenden Ort Rothenburg ob der Tauber östlich flankiert. Zwischen den Süden der Colmberghöhen und die Rothenburger Hardt schiebt sich, beiderseits der Altmühl, die Bucher Höhe (114.14), die zu den Colmberghöhen hin allmählich abflacht, jedoch im Westen unmittelbar östlich der Rothenburger Hardt an einer steilen Flanke abbricht. Geologisch ist die Grenze zu den Colmberghöhen eine hercynisch, das heißt nach Südosten verlaufende Störung.[6]


Bei Schillingsfürst wird die Rothenburger Hardt an der Hauptwasserscheide von der Crailsheimer Hardt im weiteren Sinne (114.00) abgelöst. Diese ist gegenüber der Rothenburger etwas nach Südosten versetzt und hat im Nordteil in etwa die Struktur eines Kammes, der immer wieder seine Richtung rechtwinkelig von Südwest nach Südost ändert. Einige Nebenkämme zweigen vom der Wasserscheide folgenden Hauptkamm aus nach Südosten ab; deren längstem folgt die Landesgrenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg („Kesselberg-Kreßberg-Rücken“). Im südlicheren Teil (Crailsheimer Hardt im engeren Sinne) wird schließlich die Stadt Crailsheim östlich und südöstlich einrahmt, bis der Rücken schließlich zur Jagst hin abflacht. Östlich fast parallel zur Crailsheimer Hardt, jedoch recht regelmäßig nach Süden gerichtet, verlaufen zwischen der Wörnitz im Westen und der Sulzach im Osten die Sulzachrandhöhen (114.03), die bis südwestlich Feuchtwangens reichen.



Geologie |


Geologisch gesehen gehört die Frankenhöhe zum Keuperbergland, welches sich sowohl durch das Fränkische Keuper-Lias-Land als auch durch das südwestlich angrenzende Schwäbische Keuper-Lias-Land zieht und von den Liasländern umsäumt wird. Seine nördliche Fortsetzung stellt der bis 499 m hohe Steigerwald dar, der sich jenseits des Mains in den Haßbergen (bis 512 m) fortsetzt. Seine südliche Fortsetzung, die Schwäbisch-Fränkischen Waldberge, ziehen sich von der Nahtstelle ausgehend in der Hauptsache nach Westen und erreichen mit bis zu 586 Metern noch etwas mehr an absoluter Höhe.


An der Westseite weist die Frankenhöhe einen markanten Steilabfall (auch Trauf genannt) auf und läuft nach Osten hin flach aus. Die dominierende Gesteinsart ist (Keuper-)Sandstein, die Böden sind vergleichsweise sandig.[2] Ehemalige Steinbrüche wie der in Obergailnau bei Wettringen zeugen von der früheren Bedeutung dieses Gesteins für den Hausbau in der Region.



Verkehr |


Die Frankenhöhe wird von den Autobahnen A 6 und A 7 durchzogen, die sich am Autobahnkreuz Feuchtwangen/Crailsheim in der Talmulde der Wörnitz treffen. Die bekannte Steigenstrecke der A 6 nach der Anschlussstelle Crailsheim noch in der vorgelagerten Hohenloher Ebene hinauf zum Westtrauf zeigt deutlich die morphologische Grenze. Ein Rasthof an der A 6 etwa 10 km östlich des Kreuzes ist nach der Landschaft benannt.



Flora |


Im Westen ist die Frankenhöhe von Mischwäldern mit Eichen, Buchen und Tannen geprägt. Gegen Osten hin nehmen reine Fichten- und Kiefernbestände zu. Daneben finden sich auch noch urtümliche Bewirtschaftungsformen wie z. B. die einst mit Vieh beweideten Hutewälder, Streuobstwiesen und Wacholderheiden. Letztere weisen den aufgrund seiner Artenvielfalt bedeutsamen Magerrasen auf, wie etwa im Naturschutzgebiet Wacholderberg-Geigerswasen östlich von Crailsheim. Am Trauf der nördlichen Frankenhöhe wird Weinbau betrieben.




Berge |


Folgende Gipfel und Berge gehören zur Haupteinheit Frankenhöhe (Nummern auf 114)[3][4] oder stehen in Bezug zu ihr (Höhen über NHN)[9]:











































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































































Name Höhe Lage zu Ort Ort Lage zu Naturraum Naturraum Nr. Flussgebiete
Hornberg 554,0 nördlich ASS Schnelldorf Westtrauf „Schnelldorfer Hardt“ 114.00b
Birkenberg 547,2 westlich ASS Schnelldorf Westtrauf „Schnelldorfer Hardt“ 114.00b
Ampfrach
Grüber Ranken 545,8 südwestlich
Wettringen-Grüb
Westtrauf „Schnelldorfer Hardt“ 114.00b
Waldhausener Mühlbach
Wölfleinsberg 544,8 nordöstlich
Wettringen-Obergailnau
Westtrauf „Schillingsfürst-Wettringer Hardt“ 114.00a
Gailnauer Berg 543,0 südlich
Wettringen-Obergailnau
Westtrauf „Schillingsfürst-Wettringer Hardt“ 114.00a
Anhöhe nordöstlich des Galgenbergs 542,4 südlich Schillingsfürst äußerster Norden Sulzachrandhöhen (westliche) 114.03b
Wörnitz/Sulzach
Anhöhe südlich der A 7 539,9 nordwestlich Schnelldorf Westtrauf „Schnelldorfer Hardt“ 114.00b
Ampfrach
Kesselberg 538 südlich Schnelldorf Westtrauf „Kesselberg-Kreßberg-Rücken“ 114.00c
Klosterberg 537 nordöstlich
Dombühl-Kloster Sulz
Südosten Sulzachrandhöhen (nordöstliche) 114.03a
Sulzach
Roter Berg 535,3 südöstlich Satteldorf-Ellrichshausen
Westtrauf Crailsheimer Hardt i. e. S.
114.00d
Zwergwörnitz
Simonsberg 534,7 westlich Schnelldorf Westtrauf „Schnelldorfer Hardt“ 114.00b
Ampfrach
Kellerberg 534,1 östlich Wörnitz Norden Sulzachrandhöhen (westliche) 114.03b
Wörnitz/Sulzach
Sandberg 533,8 östlich
Colmberg-Poppenbach
Südwesten Colmberghöhen (nördliche) 114.22a
Altmühl/Fränkische Rezat
Schloßberg 533,5 nordöstlich
Schnelldorf-Oberampfrach
„Schnelldorfer Hardt“ 114.00b
Wörnitz/Ampfrach
Pechberg/Beegberg 532,2 nordöstlich
Satteldorf-Beeghof
Westtrauf „Kesselberg-Kreßberg-Rücken“ 114.00c
Wühlberg 530,7 südöstlich
Diebach-Oberoestheim
Westtrauf „Schillingsfürst-Wettringer Hardt“ 114.00a
Eichelberg 530,1 südwestlich Schillingsfürst Westtrauf „Schillingsfürst-Wettringer Hardt“ 114.00a
Bergmann 530,1 östlich
Schnelldorf-Oberampfrach
„Schnelldorfer Hardt“ 114.00b
Wörnitz/Ampfrach
Büttelberg 530 südlich Marktbergel äußerster südlicher Osten „Burgbernheimer Hardt“ 114.10a
Vetschenberg 529,2 südlich Schillingsfürst Sulzachrandhöhen (westliche) 114.03b
Wörnitz
Ruhe 528,4 nördlich von Kreßberg Crailsheimer Hardt i. e. S.
114.00d
Zwergwörnitz
Ulrichshausener Berg 528,3 südöstlich
Wörnitz-Ulrichshausen
Westrand Sulzachrandhöhen (westliche) 114.03b
Wörnitz
Schulzenhöhe 528,0 östlich Colmberg Südwestrand Colmberghöhen (mittlere) 114.22b
Altmühl/Fränkische Rezat
Kreßberg 528 nordöstlich Burg Hohenkressberg „Kesselberg-Kreßberg-Rücken“ 114.00c
Zwergwörnitz/Wörnitz
Mühlberg 526,9 östlich
Feuchtwangen-Ungetsheim
Sulzachrandhöhen (westliche) 114.03b
Wörnitz/Sulzach
Deutscher Bühl 526,5 nördlich
Lehrberg-Obersulzbach
Süden Colmberghöhen (nördliche) 114.22a
Altmühl/Fränkische Rezat
Namenlose Anhöhe auf der Kohlplatte
525 nördlich Schillingsfürst-Faulenberg
östlicher Süden Rothenburger Hardt i. e. S.
114.10b
Schäfersberg[10]
523 südlich Geslau-Aidenau
Osten, gegenüber dem Ameisberg Rothenburger Hardt i. e. S.
114.10b
Horn 522,8 nordöstlich Leutershausen-Oberramstadt
Nordwesten Colmberghöhen (südliche) 114.22c
Altmühl/Fränkische Rezat
Straubenberg 522,2 südwestlich Dombühl Sulzachrandhöhen (westliche) 114.03b
Wörnitz/Sulzach
Steinberg 521,3 südwestlich Feuchtwangen-Oberransbach
Süden Sulzachrandhöhen (westliche) 114.03b
Burghartsleite 521,2 südlich Marktbergel Nordtrauf „Burgbernheimer Hardt“ 114.10a
Thierschingberg 520,5 westlich
Dombühl-Binsenweiler
Osthang Sulzachrandhöhen (westliche) 114.03b
Sulzach
Schloßberg 519,7 südöstlich
Feuchtwangen-Zischendorf
Westrand Sulzachrandhöhen 114.03b
Wörnitz
Klosterberg 518,3 nördlich Aurach-Vehlberg
äußerster Südosten Sulzachrandhöhen (nordöstliche) 114.03a
Sulzach
Laubersberg 517 nördlich Diebach-Wolfsau
Westtrauf, Süden Rothenburger Hardt i. e. S.
114.10b
Heuberg 516,6 südöstlich Leutershausen-Oberramstadt
Westen Colmberghöhen (südliche) 114.22c
Altmühl
Hohe Leite 515,3 nordöstlich
Steinsfeld-Urphershofen
Nordwesttrauf „Burgbernheimer Hardt“ 114.10a
Rehbügel 514,3 nördlich
Windelsbach-Nordenberg
Westtrauf, äißerster Südwesten „Burgbernheimer Hardt“ 114.10a
Oberer First 513,6 südlich Traisdorf Westen (Nahtstelle) Sulzachrandhöhen (nordöstliche) 114.03a
Erlbach/Hagenbach
Roter Berg 513,2 südöstlich zwischen Leutershausen (W) und Ansbach (O) äußerster Süden Colmberghöhen (südliche) 114.22c
Altmühl/Fränkische Rezat
Namenlose Anhöhe auf der Straße Diebach–Faulenberg 512 westlich Schillingsfürst-Faulenberg
Westtrauf; äußerster Süden Rothenburger Hardt i. e. S.
114.10b
Ameisberg 510 nördlich
Buch am Wald-Morlitzwinden
äußerster Nordwesten Bucher Höhe (Westteil) 114.14
Altmühl
Felberg 508,2 südwestlich Virnsberg Petersberg-Virnsberg-Höhen 114.21
Fränkische Rezat (l)/Bibert
Namenlose Anhöhe im Birkach
507,7 westlich Virnsberg Petersberg-Virnsberg-Höhen 114.21
Fränkische Rezat (l)
Unterer First 507 nördlich Schillingsfürst-Neureuth
Nordosten Sulzachrandhöhen (nordöstliche) 114.03a
Erlbach/Hagenbach
Namenlose Anhöhe im südlichen Vogelbachwald
504,8 westlich Windelsbach-Linden
Westtrauf; Norden Rothenburger Hardt i. e. S.
114.10b
Sandbuck 504,3 östlich Feuchtwangen-Heiligenkreuz
Süden Sulzachrandhöhen (westliche) 114.03b
Petersberg 504 südöstlich Marktbergel Nordwesttrauf Petersberg-Virnsberg-Höhen 114.21
Fichtenleiten 503,8 nordwestlich Lehrberg Südosten Colmberghöhen (mittlere) 114.22b
Fränkische Rezat
Schwander Berg 503,6 westlich
Leutershausen-Schwand
Ostgrat Sulzachrandhöhen (nordöstliche) 114.03a
Altmühl
Lerchenberg 503,2 östlich Oberdachstetten Petersberg-Virnsberg-Höhen 114.21
Fränkische Rezat (l)
Eichbuck 502,9 östlich Marktbergel Nordwesttrauf Petersberg-Virnsberg-Höhen 114.21
Ramholz 501,6 nördlich Wettringen nordwestlicher Zeugenberg Rothberg-Ramholz-Rücken,
Hohenloher Ebene
127.90
Namenlose Anhöhe am Südtrauf 501,3 südlich Schillingsfürst-Faulenberg
Südtrauf; äußerster Süden Rothenburger Hardt i. e. S.
114.10b
Breithart 499,8 südlich Burgbernheim Nordtrauf „Burgbernheimer Hardt“ 114.10a
Steinberg 499,5 nördlich
Leutershausen-Steinberg
Zeugenberg im Norden Erlbacher Becken 114.11
Erlbach
Rothberg 499,3 westlich Wettringen nordwestlicher Zeugenberg Rothberg-Ramholz-Rücken,
Hohenloher Ebene
127.90
Schloßberg 498 südöstlich Neusitz Westtrauf Rothenburger Hardt i. e. S.
114.10b
Pfannenberg 496,2 nordwestlich Weipertshofen Südwestsporn Crailsheimer Hardt i. e. S.
114.00d
Schloßberg 495 südwestlich Burgbernheim Nordtrauf „Burgbernheimer Hardt“ 114.10a
Büchelberg 491,9 südwestlich
Leutershausen-Steinberg
Zeugenberg am Ostrand Erlbacher Becken 114.11
Erlbach
Spielberg 488,3 nördlich
Colmberg-Auerbach (Colmberg)
Nordosten Bucher Höhe (Ostteil) 114.14
Altmühl
Hinterhöfer Holz 487,8 westlich Schopfloch „Kesselberg-Kreßberg-Rücken“ 114.00c
Zwergwörnitz/Wörnitz
Endseer Berg 471,2 südlich
Steinsfeld-Endsee
nordwestlicher Zeugenberg Hohenloher Ebene 127.72
Namenlose Anhöhe im Birkenschlag
464,9 nördlich
Obernzenn-Rappenau
Hohenecker Höhen 114.20
Zenn (l)
Schloßberg 462,7 südöstlich
Bad Windsheim-Ickelheim
Hohenecker Höhen 114.20
Zenn (l)/Aisch


Ortschaften |


Zu den Ortschaften der Frankenhöhe gehören:








  • Burgbernheim

  • Colmberg


  • Crailsheim mit seinen Stadtteilen östlich der Jagst

  • Diebach

  • Dombühl

  • Feuchtwangen





  • Fichtenau mit seinem Ortsteil Wäldershub

  • Kreßberg

  • Marktbergel

  • Markt Erlbach

  • Obernzenn


  • Satteldorf mit seinen östlichen Ortsteilen




  • Schillingsfürst

  • Schnelldorf


  • Stimpfach mit einigen Ortsteilen

  • Trautskirchen

  • Wettringen

  • Wörnitz




Fließgewässer |


Die Frankenhöhe umfasst einen großen Teil der spornartig nach Nordwesten ragenden Restausbuchtung des zur Donau orientierten Entwässerungssystems, die beim Vordringen der rheinischen Erosion vor allem durch Flussumkehr und -anzapfung im Fränkischen dem Schwarzmeerzufluss verblieben ist. In der alten ungefähr südöstlichen Abflussrichtung laufen im südlichen Westteil des Naturraums die Wörnitz, parallel zu dieser im nächsten Tal dann deren großer Zufluss Sulzach, beide entspringen bei Schillingsfürst und ziehen im Naturraum zunächst südlich. Der größte und längste Fluss im donauwärts entwässerndem Teil von diesem ist die noch ein Tal weiter östlicher ab dessen Nordwestspitze bei Burgbernheim strikt südöstlich laufende Altmühl. Der Altmühl münden noch aus dem Naturraum von Westen her der Kreuthbach, der Hagenbach und der Erlbacher Mühlbach zu, ehe sie ihn über die Linie zwischen Leutershausen und Ansbach verlässt.


Alle übrigen bedeutenderen Gewässer der Frankenhöhe und ihres Vorlandes laufen dem Rhein zu, entweder in vergleichsweise kurzem Lauf über Nebenflüsse des Neckars im Westen, wo deshalb die durch tiefe und nahe Basis stärkere Erosion im Bereich des Stufenrands vom Keuperbergland zur davor liegenden Muschelkalklandschaft der Hohenloher Ebene einen scharfen Trauf geschaffen hat, oder an der Ostseite in fortschreitend längerem Bogen nach Nordosten, Osten und sogar Südosten über Regnitz und den danach westwärts laufenden Main.


An ihrer Westseite fließt im Süden die Jagst dicht vor der Naturraumgrenze nach Norden und wendet sich dann bald, nachdem die Grenze am Rande der Crailsheimer Bucht zum Trauf geworden ist, nach Nordwesten ab. Ihr laufen danach von diesem her nur kurze und kleine Nebenflüsse zu, größtenteils durch das Vorland. Etwas weiter nördlich entsteht nämlich am Fuß des Stufenrands schon die in sehr direktem Lauf meist nordwärts zum Main fließende Tauber, die erst ein Stück weit unterhalb von Rothenburg ob der Tauber, wo sie von dem inzwischen nordnordöstlich ziehende Trauf einen Abstand von noch immer unter 10 Kilometern erreicht hat, sich für eine gewisse Strecke nach Nordwesten abwendet; auch auf dem Abschnitt bis hierher gibt es deshalb nur unbedeutende Gewässer am tauberseitigen Trauf.


Bei Burgbernheim springt die Stufenkante der Frankenhöhe etwa zehn Kilometer weit nach Osten ein und zieht danach nach Nordosten. Nördlich vor der hier anfangs noch stark ausgeprägten Stufenkante liegt die Windsheimer Bucht. In ihr entsteht die Aisch, die sich auch aus der dicht an der Altmühlquelle entstehenden Ens und einigen anderen kleinen Zuflüsse von der Frankenhöhe her speist, nordöstlich zur unteren Regnitz läuft und dabei die Frankenhöhe auf ihrer Rechten vom Steigerwald auf ihrer Linken scheidet. Die Mittlere Aurach entsteht im Hohenecker Forst östlich von Bad Windsheim auf hier schon deutlich niedrigerer Höhe und fließt in ungefähr östlichem Lauf bald aus dem Naturraum aus und der Regnitz auf deren Mittellauf zu. Die längere Zenn entspringt südlich von Bad Windsheim auf der Frankenhöhe und läuft aurachparallel zur oberen Regnitz. Die Bibert läuft ihr etwas südlich parallel zur Rednitz, sie entsteht östlich vor der Naturraumgrenze und entwässert nur unbedeutende Anteile von ihr.


Die Fränkische Rezat entspringt bei Marktbergel im Hohen Steig zwischen Altmühl- und Zennquelle auf der hier noch markanten Stufenkante zur Windsheimer Bucht hinab. Sie ist – hydrologisch gesehen – der Quellfluss der Rednitz/Regnitz und damit streng genommen auch des Mains und fließt fast auf ihrem ganzen Lauf in alter Richtung bis zu ihrem Anzapfungsknie weit außerhalb des Naturraums im Südosten. Sie verlässt etwa bei Ansbach die Frankenhöhe und hat nur kurze rechte Zuflüsse vom niedrigen Bergrücken zwischen ihrem und dem nahen Tal der Altmühl zu ihrer Rechten.



Geschichte |


Zur Zeit Karls des Großen zählte das Gebiet zum Virngrund bzw. vircunnia. Der Name Virngrund leitet sich vermutlich vom althochdeutschen fergunna her, was so viel wie „Gebirge“ bedeutet. Im frühen Mittelalter wurde die Bezeichnung Virngrund auch für einen großen Teil des Gebiets im Bereich der Flusstäler von Jagst, Wörnitz, Altmühl und Fränkischer Rezat verwendet. Ein Diplom Karls des Großen für Ansbach vom 29. März 768 bezeichnet dieses Gebiet als Vircunnia (infra Ualdo, qui vocatur Vircunnia).[11] Eine nördlich von Ansbach gelegene Burg trägt den Namen Virnsberg.
In der Urkunde vom 1. Mai 1000, einer Urkunde zur Festlegung der Grenzen des Wildbannes durch Kaiser Otto III. wird ein Großteil der Fläche der Frankenhöhe in dieser Grenzbeschreibung umrissen. Der Kaiser verleiht Bischof Heinrich von Würzburg den Wildbann über den zum castellum Bernheim und Villa Liuthereshusun gehörenden Forst.
Von Burgbernheim ausgehend, läuft die etwa 90 km lange Grenze über Galemaresgarden, Alberichsdale (in der Gemarkung Einigenouua), in die Gemarkung Cnonoldespah, von da nach Haginouua, Draitesdorph in ganz gerader Richtung zum Breitenbrunnen (?) hin, dem Alt-Weg, der oben auf dem Xillingesfirst verläuft folgend zur Perenuuarda (?), weiter bis Bortenberg, über den Echinenberg (Eichelberg), von da über einen bestimmten Abstieg (Heusteige?) zu dem Bach Uracha (kleine Aurach) bis zur Altmuna, nach Ramesgarten, Urbruch, von hier über den Berg Eichineberg zum Dorf Ueldun, wieder zur Altmuna und dann nach Brungeresfeldun, Uuilere (Weiler), Nenthereshusun (abgegangen), von da auf direktem Weg zum Berg Hirzperg (Irsberg), von hier nach Perenwigshouun, von da wiederum nach Galemaresgarden.
Dieses Jagdgebiet wurde von Würzburg beansprucht und wird in alten Landkarten würzburgischer Provenienz als Pernheimer Wald bezeichnet.[12] "Bernheimer Wald" kann als Ursprungsbezeichnung für die, erst später so benannte, Frankenhöhe angesehen werden.[13][14]



Einzelnachweise |




  1. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)


  2. abc Emil Meynen, Josef Schmithüsen (Hrsg.): Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands. Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen/Bad Godesberg 1953–1962 (9 Lieferungen in 8 Büchern, aktualisierte Karte 1:1.000.000 mit Haupteinheiten 1960).


  3. ab Wolf-Dieter Sick: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 162 Rothenburg o. d. Tauber. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1962. → Online-Karte (PDF; 4,7 MB)


  4. ab Franz Tichy: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 163 Nürnberg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1973. → Online-Karte (PDF; 4,0 MB)


  5. Karl Albert Habbe: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 153 Bamberg – Ein Problembündel und ein Gliederungsvorschlag. In: Mitteilungen der Fränkischen Geographischen Gesellschaft 2003/2004. S. 55–102 (nur Randanteile, Norden von 114.20 und möglicherweise weitere; noch nicht eingeflossen!)


  6. ab GeoViewer der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (Hinweise)


  7. Auf Blatt Nürnberg umfasst 114.11 neben dem eigentlichen Becken südwestlich Leutershausens nach Südosten auch einen Altmühltalabschnitt im Fränkischen Becken (113), der landläufig nicht der Frankenhöhe zugerechnet wird.


  8. auf Blatt Rothenburg mit, auf Blatt Nürnberg ohne geklammerte Buchstaben


  9. Kartendienste der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) (Hinweise)


  10. Der Name Schäfersberg ist am nördlichen Sporn, westlich Aidenaus, eingezeichnet; die 523er Höhenlinie wird merklich überschritten.


  11. Viktor Burr: Vita Hariolfi. In Ellwangen 764–1964. Schwabenverlag Ellwangen, 1964, S. 41.


  12. http://www.historisches-franken.de/karte.htm Karte mit dem Pernheimer Wald


  13. http://www.regesta-imperii.de/regesten/2-3-0-otto-iii/nr/1000-05-01_1_0_2_3_0_1111_1360.html (MGD O III. Nr. 358)


  14. http://www.geschichte.burgbernheim.de/OttoIII_Mai.HTM Urkunde vom 1. Mai 1000 Bild mit Übersetzung



Weblinks |


  • Landschaftssteckbriefe des BfN


    • Frankenhöhe (angezeigte Begrenzung umfasst nicht ganz die gesamte Frankenhöhe, da das obere Altmühltal herausgerechnet ist)


    • Oberes Altmühltal (nur im Nordwesten in der Frankenhöhe gelegen)










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