Landkreis Dingolfing-Landau




































































Wappen
Deutschlandkarte

Wappen des Landkreises Dingolfing-Landau

Deutschlandkarte, Position des Landkreises Dingolfing-Landau hervorgehoben48.6412.61Koordinaten: 48° 38′ N, 12° 37′ O
Basisdaten

Bundesland:

Bayern

Regierungsbezirk:

Niederbayern

Verwaltungssitz:

Dingolfing

Fläche:
877,79 km2
Einwohner:
95.831 (31. Dez. 2017)[1]

Bevölkerungsdichte:
109 Einwohner je km2

Kfz-Kennzeichen:
DGF, LAN

Kreisschlüssel:
09 2 79
Kreisgliederung:
15 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Obere Stadt 1
84130 Dingolfing

Website:

www.landkreis-dingolfing-landau.de

Landrat:

Heinrich Trapp (SPD)
Lage des Landkreises Dingolfing-Landau in Bayern


Weiden in der Oberpfalz
Straubing
Würzburg
Schwabach
Schweinfurt
Regensburg
Rosenheim
Nürnberg
Nürnberg
Passau
Landshut
Memmingen
Kaufbeuren
Kempten (Allgäu)
Ingolstadt
Fürth
Hof
Erlangen
Coburg
Bayreuth
Bamberg
Augsburg
München
Aschaffenburg
Amberg
Ansbach
Landkreis Würzburg
Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge
Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Landkreis Weilheim-Schongau
Landkreis Unterallgäu
Landkreis Traunstein
Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Straubing-Bogen
Landkreis Starnberg
Landkreis Schweinfurt
Landkreis Schwandorf
Landkreis Rottal-Inn
Landkreis Roth
Landkreis Rosenheim
Landkreis Rhön-Grabfeld
Landkreis Regensburg
Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
Landkreis Regen
Landkreis Passau
Landkreis Ostallgäu
Landkreis Oberallgäu
Landkreis Nürnberger Land
Landkreis Neu-Ulm
Landkreis Neustadt an der Waldnaab
Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz
Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
Landkreis München
Landkreis Mühldorf am Inn
Landkreis Miltenberg
Landkreis Miesbach
Landkreis Main-Spessart
Landkreis Lindau (Bodensee)
Landkreis Lichtenfels
Landkreis Landshut
Landkreis Landsberg am Lech
Landkreis Kulmbach
Landkreis Kronach
Landkreis Kitzingen
Landkreis Kelheim
Landkreis Hof
Landkreis Haßberge
Landkreis Günzburg
Landkreis Garmisch-Partenkirchen
Landkreis Fürth
Landkreis Fürstenfeldbruck
Landkreis Freyung-Grafenau
Landkreis Freising
Landkreis Forchheim
Landkreis Erlangen-Höchstadt
Landkreis Erding
Landkreis Eichstätt
Landkreis Ebersberg
Landkreis Donau-Ries
Landkreis Dingolfing-Landau
Landkreis Dillingen an der Donau
Landkreis Deggendorf
Landkreis Dachau
Landkreis Coburg
Landkreis Cham
Landkreis Berchtesgadener Land
Landkreis Bayreuth
Landkreis Bamberg
Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Landkreis Bad Kissingen
Landkreis Augsburg
Landkreis Aschaffenburg
Landkreis Ansbach
Landkreis Amberg-Sulzbach
Landkreis Altötting
Landkreis Aichach-Friedberg
Bodensee
Schweiz
Österreich
Baden-Württemberg
Hessen
Tschechien
Sachsen
Thüringen
Karte
Über dieses Bild



Der Landkreis Dingolfing-Landau liegt in der westlichen Mitte des bayerischen Regierungsbezirks Niederbayern.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geographie


    • 1.1 Lage


    • 1.2 Nachbarlandkreise




  • 2 Geschichte


    • 2.1 Landgerichte


    • 2.2 Bezirksämter


    • 2.3 Landkreise


    • 2.4 Landkreis Dingolfing-Landau


    • 2.5 Einwohnerentwicklung




  • 3 Politik


    • 3.1 Landrat


    • 3.2 Kreispartnerschaften


    • 3.3 Wappen




  • 4 Wirtschaft und Infrastruktur


  • 5 Verkehr


    • 5.1 Schienenverkehr


    • 5.2 Straßenverkehr




  • 6 Gemeinden


  • 7 Schutzgebiete


    • 7.1 Siehe auch




  • 8 Kfz-Kennzeichen


  • 9 Weblinks


  • 10 Einzelnachweise





Geographie |



Lage |


Der Landkreis Dingolfing-Landau wird von West nach Ost von der Isar durchzogen. Im Norden der Isar liegt das Aitrachtal und südlich das Vilstal. Alle drei Flüsse sind rechte Nebenflüsse der Donau, die außerhalb des Kreisgebietes münden. Die Landschaft im Kreisgebiet ist flach und teilweise hügelig und erreicht im Süden Höhen bis etwa 500 m.
Der geografische Mittelpunkt des Landkreises wurde zwischen den Orten Mamming und Bubach ermittelt.



Nachbarlandkreise |


Nachbarlandkreise sind im Norden der Landkreis Straubing-Bogen, im Osten der Landkreis Deggendorf, im Süden der Landkreis Rottal-Inn und im Westen der Landkreis Landshut.



Geschichte |



Landgerichte |


Das Gebiet des heutigen Landkreises Dingolfing-Landau gehörte schon früh zu Bayern. 1803 wurde im Kreisgebiet das Landgericht Landau an der Isar errichtet, das ab 1808 zum Unterdonaukreis gehörte. Aus Teilen seines Gebiets wurden 1838 die Landgerichte Dingolfing und Osterhofen errichtet. Alle Landgerichte gehörten dann zum Kreis Niederbayern.



Bezirksämter |


Im Jahr 1862 entstanden im Zuge der Trennung von Justiz und Verwaltung auf unterer Ebene die Bezirksämter Dingolfing und Landau neben den bisherigen gleichnamigen Landgerichtsbezirken, wobei das Landgericht Dingolfing einige Gemeinden abgab, die fortan den Gerichtsbezirk Arnstorf bildeten, der dem Bezirksamt Eggenfelden zugeordnet wurde. Dabei ist zu beachten, dass „Bezirksamt“ in der bayerischen Verwaltungssprache dem heutigen Landratsamt entsprach, während „Kreis“ wie der heutige Regierungsbezirk die mittlere Verwaltungsebene war. Das Gebiet Osterhofen kam seinerzeit zum Bezirksamt Vilshofen.



Landkreise |


Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[2] So wurden aus den Bezirksämtern die Landkreise Dingolfing und Landau a.d.Isar.



Landkreis Dingolfing-Landau |


Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Juli 1972 der neue Landkreis Untere Isar gebildet.[3] Zu seinen Bestandteilen wurden



  • alle Gemeinden des aufgelösten Landkreises Dingolfing

  • alle Gemeinden des aufgelösten Landkreises Landau an der Isar mit Ausnahme von Lailling, das heute zur Gemeinde Otzing im Landkreis Deggendorf gehört

  • der Markt Simbach sowie die Gemeinden Langgraben, Pischelsdorf und Ruhstorf des aufgelösten Landkreises Eggenfelden

  • die Gemeinden Martinsbuch, Mühlhausen und Süßkofen des aufgelösten Landkreises Mallersdorf

  • die Gemeinden Frontenhausen und Rampoldstetten des aufgelösten Landkreises Vilsbiburg


Der neue Landkreis wurde am 1. Mai 1973 in Landkreis Dingolfing-Landau umbenannt.


Am 1. Mai 1978 wechselte die Gemeinde Großenpinning aus dem Landkreis Dingolfing-Landau in den Landkreis Straubing-Bogen und wurde dort nach Oberschneiding eingemeindet.[4]



Einwohnerentwicklung |


Von 1988 bis 2008 wuchs der Landkreis Dingolfing-Landau um über 15.000 Einwohner bzw. um rund 20 %. Allerdings ist die Tendenz seit 2004 nach einem Höchststand von rund 92.000 Einwohnern leicht rückläufig.


Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.




































Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 40.921 50.073 55.310 80.098 70.939 72.063 75.517 80.945 86.589 90.562 91.906 91.011 94.104


Politik |




Sitzverteilung im Kreistag 2014



Landrat |


Heinrich Trapp (SPD) ist seit dem 22. Juni 1991 Landrat des Kreises.


Stellvertretender Landrat ist Werner Bumeder (CSU), weitere stellvertretende Landrätin ist Manuela Wälischmiller (Freie Wähler).



Kreispartnerschaften |


Eine Partnerschaft besteht seit 1999 mit dem Landkreis Łomża in Polen.[5]



Wappen |









Wappen Landkreis Dingolfing-Landau.svg


Blasonierung: „Unter Schildhaupt mit den bayerischen Rauten gespalten; vorne in Rot ein silberner Löwe, der auf einem silbernen Seitenvierberg emporsteigt, hinten im Kerbschnitt dreimal geteilt von Rot und Silber.“[6]

Wappenbegründung: Das Wappen verbindet Elemente aus den Wappen der früheren Landkreise Dingolfing und Landau an der Isar. Der Löwe auf dem Seitenvierberg steht für den Landauer Raum. Er ist redendes Bild aus dem Wappen der Grafen von Leonberg, die im Gebiet zwischen Isar und Inn großen Einfluss hatten. Die mehrfache Teilung im Kerbschnitt entspricht dem apokryphen Schildbild der Grafen von Frontenhausen, die bis zu ihrem Aussterben um 1226 den Dingolfinger Raum beherrschten. Die bayerischen Rauten erinnern an das Haus Wittelsbach.


Wirtschaft und Infrastruktur |


Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Dingolfing-Landau Platz 42 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „sehr hohen Zukunftschancen“.[7]


Das bedeutendste Unternehmen im Landkreis ist das Dingolfinger Werk der BMW AG.


Arbeitsplatzzentren sind daneben Landau a.d.Isar (Einhell AG, Dräxlmaier, Automobilzulieferer) und Marklkofen (Mann & Hummel, Filterproduktion)



Verkehr |



Schienenverkehr |


Die frühere Kreisstadt Landau erhielt 1875 durch die AG der Bayerischen Ostbahnen ihren ersten Bahnhof an der Strecke Plattling – Neumarkt-St.Veit – Mühldorf. Im benachbarten Pilsting ließ die Bayerische Staatsbahn ab 1880 die Linie isaraufwärts nach Landshut – München abzweigen. Sie ist Teil der Bahnstrecke Landshut–Plattling. Bereits am 15. Oktober 1875 war die Strecke zwischen dem Bahnhof Plattling und Pilsting eröffnet worden, unter anderem mit dem Bahnhof Landau (Isar); am 15. Mai 1880 ging der Streckenabschnitt von Pilsting über Dingolfing zum Hauptbahnhof Landshut in Betrieb.


Von Landau nahm 1903 die staatliche Lokalbahn nach Arnstorf ihren Ausgang mit einer 1915 eröffneten Zweigbahn nach Kröhstorf. Beide Bahnen verloren 1962/64 den Personenverkehr; ebenso 1969/70 auch der Abschnitt Pilsting – Neumarkt-St.Veit an der Bahnstrecke Mühldorf–Pilsting. Damit schrumpfte das Netz der Personenzüge von 95 km auf jetzt noch 36 km; diese halten nur noch in den drei Bahnhöfen Dingolfing, Landau und Wallersdorf im Kreisgebiet.



Straßenverkehr |


Durch den Landkreis von Südwest nach Nordost die Bundesautobahn 92, die von München kommend nach Deggendorf (Bundesautobahn 3) führt. Die Bundesstraße 20 (Straubing–Burghausen) verläuft nahezu in Nord-Süd-Richtung durch den Landkreis mit Anbindung an die A 92 und an Landau.




Gemeinden |


Gemeinden des Landkreises Dingolfing-Landau

(Einwohner am 31. Dezember 2017[8])






Städte




  1. Dingolfing (19.503)


  2. Landau a.d.Isar (13.364)


Märkte




  1. Eichendorf (6630)


  2. Frontenhausen (4637)


  3. Pilsting (6545)


  4. Reisbach (7763)


  5. Simbach (3964)


  6. Wallersdorf (6977)



Weitere Gemeinden




  1. Gottfrieding (2290)


  2. Loiching (3584)


  3. Mamming (3256)


  4. Marklkofen (3690)


  5. Mengkofen (6117)


  6. Moosthenning (4931)


  7. Niederviehbach (2580)


Verwaltungsgemeinschaft



  1. Mamming
    mit den Mitgliedsgemeinden
    Gottfrieding und Mamming



Schutzgebiete |


Im Landkreis gibt es sechs Naturschutzgebiete, ein Landschaftsschutzgebiet, acht FFH-Gebiete und mindestens elf vom Bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesene Geotope (Stand April 2016).



Siehe auch |



  • Liste der Naturschutzgebiete im Landkreis Dingolfing-Landau

  • Liste der Landschaftsschutzgebiete im Landkreis Dingolfing-Landau

  • Liste der FFH-Gebiete im Landkreis Dingolfing-Landau

  • Liste der Geotope im Landkreis Dingolfing-Landau



Kfz-Kennzeichen |


Am 2. Mai 1973 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Dingolfing gültige Unterscheidungszeichen DGF zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 1. März 2017 ist zusätzlich LAN (Landau a.d. Isar) erhältlich.



Weblinks |



 Commons: Landkreis Dingolfing-Landau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


  • Offizielle Website des Landkreises


  • Literatur von und über Landkreis Dingolfing-Landau im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

  • Eintrag zum Wappen des Landkreises Dingolfing-Landau in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte



  • Landkreis Dingolfing-Landau: Amtliche Statistik des LfStat


Einzelnachweise |




  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).


  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97. 


  3. Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971


  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 632 und 633. 


  5. Współpraca Powiatu Łomżyńskiego z partnerami zagranicznymi (polnisch)


  6. Eintrag zum Wappen des Landkreises Dingolfing-Landau in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 4. September 2017.


  7. Zukunftsatlas 2016.. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.prognos.com 


  8. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).


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