Knoppix




































Knoppix

Logo von Knoppix

Bildschirmfoto von Knoppix 7.0.3
Knoppix 7.0.3 mit LXDE

Entwickler

Klaus Knopper

Lizenz(en)

GPL (Freie Software)

Akt. Version
8.3[1](7. Juni 2018)

Architektur(en)

x86, x86-64

Abstammung

GNU/Linux
↳ Debian GNU/Linux
↳ KNOPPIX

Sprache(n)

Deutsch, Englisch

Website

www.knopper.net/knoppix

Knoppix ist eine freie GNU/Linux-Distribution, deren Hauptanwendungsbereich im Live-Betrieb liegt. Sie wird von Klaus Knopper entwickelt, von dessen Namen sich die Benennung ableitet. Knoppix basiert auf der Distribution Debian, die Auswahl an Software wird aus Debians Entwicklungszyklen stable und testing zusammengestellt.


Knoppix liegt gelegentlich Computerzeitschriften bei und wurde vom deutschen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik unterstützt und verteilt.




Inhaltsverzeichnis






  • 1 Geschichte


  • 2 Grundprinzip von Knoppix


  • 3 Bestandteile


  • 4 Derivate


  • 5 Versionen


  • 6 Literatur


  • 7 Weblinks


  • 8 Einzelnachweise





Geschichte |


Knoppix war die erste Live-CD-Distribution, die eine große Popularität erlangte.[2]


In der Version 5.2, die auf der CeBIT 2007 vorgestellt wurde, sind erstmals der 3D-Fenstermanager Beryl sowie verschiedene Virtualisierungslösungen integriert.[3]


Die auf der CeBIT 2008 vorgestellte Version 5.3[4] enthält erstmals Adriane Audio Desktop, ein Sprachausgabe-unterstütztes Desktop-System, das sich vor allem an blinde Anwender richtet.


Version 6.0 wurde komplett neu geschrieben, sie bekam ein neues Bootsystem und ist um einiges ressourcensparender.
Auch die Softwareauswahl hat sich geändert, so kommt anstelle von KDE jetzt LXDE als voreingestellte Desktop-Umgebung zum Einsatz.[5] Im August 2011 ist Knoppix 6.7 erschienen, die auf Debian 6.0.0 alias Squeeze basiert
[6] und die größte Aktualisierung des Paketbestands seit zwei Jahren darstellt.


Den Sprung zur Version 7.x im Jahr 2012 begründet Klaus Knopper u. a. mit einer kompletten Umstellung des Boot-Systems und der Umstellung des Systems vom reinen 8-Bit-ISO-Encoding auf UTF-8.[7]
Ab Version 7.01 kam als weitere Neuheit die „zram-RAM-Kompression“ hinzu.[8]


Auf der DELUG-DVD des Linux-Magazins 04/2016 wurde Version 7.7 veröffentlicht, welche eine Sicherheitslücke in der GNU C Library („Glibc“) behebt[9][10] und den verwendeten Linux-Kernel auf Version 4.4 aktualisiert.[11]



Grundprinzip von Knoppix |


Das Grundprinzip eines Live-Systems ist zunächst der gänzliche Verzicht auf eine Installation; die benötigten Komponenten des Systems werden stattdessen in den Arbeitsspeicher geladen. So kann neben der gängigen Nutzung beispielsweise schon vorab getestet werden, ob die vorhandene Hardware zu der jeweiligen Linux-Kernel-Version kompatibel ist. Andere spezielle Anwendungsgebiete sind Notfall- sowie Diagnosearbeiten am Computer, etwa im Falle einer Virusinfektion oder eines Hardwaredefekts. Auch generelle Sicherheitsaspekte können eine Rolle spielen, da ein Betriebssystem, welches von einem nicht-beschreibbaren Medium aus gestartet wird, höchstens für die Dauer einer Sitzung kompromittiert werden kann (beim nächsten Start also wieder in den Ursprung zurückversetzt ist).


Knoppix führt eine ausführliche Hardware-Erkennung durch, die auch Braille-Geräte mit einschließt. Ein eventuell auf der Festplatte installiertes Betriebssystem bleibt standardmäßig unangetastet, Knoppix kann jedoch auch konventionell installiert werden. Auch ist es möglich, im Live-Betrieb eine Swap-Partition auf einem beschreibbaren Datenträger festzulegen. Wenn genügend Arbeitsspeicher vorhanden ist, kann das System auch komplett darin zwischengelagert werden, was besonders schnelle Reaktionszeiten ermöglicht. Ferner lässt sich Knoppix auch komplett auf einen USB-Stick kopieren, sodass dieser anstelle der CD zum Einsatz kommt. Das ab Version 3.8 unterstützte Overlay-Dateisystem UnionFS wurde mit Version 5.1.0 wegen Problemen durch das Derivat „aufs“ (Another UnionFS) ersetzt. Damit können die schreibgeschützten Inhalte der CD mit dem laufenden System gemischt und somit verändert oder ergänzt werden. So ist beispielsweise die Installation zusätzlicher Software auf dem Live-System möglich.



Bestandteile |


Bestandteile sind unter anderem:




  • Debian-Distribution


  • Linux-Kernel (aktuelle, stabile Version zum Zeitpunkt der Veröffentlichung)


  • LXDE (Desktop-Umgebung)


  • Compiz (Fenstermanager)

  • Mozilla Firefox


  • Gnome MPlayer (Audio-Player)


  • GIMP (Bildbearbeitungsprogramm)


  • LibreOffice (Office-Paket) (seit Knoppix 6.4)

  • Tor (Netzwerk)


Im Installationspaket sind außerdem über 200 weitere Programme verfügbar.



Derivate |


Knoppix bietet sich durch seine gute Hardware-Erkennung und den in neueren Versionen modularen Aufbau zum Erzeugen weiterer Derivate und Distributionen an. Knoppix-Derivate sind in der Regel Live-CDs:




  • Berry Linux – eine japanische Distribution, die Knoppix mit Fedora kombiniert


  • Damn Small Linux – nur 50 MB groß, bootfähig von CD, USB, HDD, …; auch embedded zu erhalten


  • Dreamlinux – vereinte Fähigkeiten von Knoppix, Morphix, Kanotix für LiveCD- und Multimediaproduktion – mittlerweile eingestellt


  • Grml – basierte ursprünglich auf Knoppix; enthält eine ausgewählte Sammlung an GNU/Linux-Software für Systemadministratoren und Freunde der Kommandozeile


  • Kanotix – enthält Knoppix-Technik, basierte zunächst aber rein auf Debian Sid, seit 2007 auf Debian stable und verbessert dadurch vor allem die Festplatteninstallation und die automatische Programm-Aktualisierung („dist-upgrade“). Neben der 32-Bit-Variante gibt es eine 64-Bit-Variante; damit kann man auch mehr als 4 GB Speicher verwenden


  • Desinfec’t (ehemals Knoppicillin) – findet sich regelmäßig auf der Heft-CD bzw. -DVD der c’t, wurde um die Virenscan-Funktionen ergänzt und auf Textmodus reduziert. Seit Anfang 2010 basiert es allerdings nicht mehr auf Knoppix.


  • LAMPPIX – um auf der CD gespeicherte Webseiten zu betrachten


  • Morphix – erste modulare Knoppix-basierte Distribution zum Erzeugen von Live-CDs


  • Oralux – für Sehbehinderte

  • TYPO3-Live – vollständig lauffähiges CMS TYPO3

  • kademar – Live-CD mit KDE als Desktopumgebung mit eigenem Konfigurationstool namens CADI


  • LINBO – PXE-Bootloader für paedML Linux



Versionen |























































































































































Version
Datum
CD
DVD
2.1 14. März 2002

Verfügbar



Nicht verfügbar


2.2 27. Juli 2002

Verfügbar



Nicht verfügbar


3.1 19. Januar 2003

Verfügbar



Nicht verfügbar


3.2 26. Juli 2003

Verfügbar



Nicht verfügbar


3.3 16. Februar 2004

Verfügbar



Nicht verfügbar


3.4 17. Mai 2004

Verfügbar



Nicht verfügbar


3.5 20. Juni 2004

Nicht verfügbar



Verfügbar


3.6 16. August 2004

Verfügbar



Nicht verfügbar


3.7 8. Dezember 2004

Verfügbar



Nicht verfügbar


3.8 zur CeBIT 2005

Verfügbar



Nicht verfügbar


3.8.1 12. April 2005

Verfügbar



Nicht verfügbar


3.8.2 17. Mai 2005

Verfügbar



Nicht verfügbar


3.9 1. Juni 2005

Verfügbar



Nicht verfügbar


4.0 22. Juni 2005

Nicht verfügbar



Verfügbar


4.0.1 28. August 2005

Nicht verfügbar



Verfügbar


4.0.2 24. September 2005

Verfügbar



Verfügbar


5.0 (*) zur CeBIT 2006

Nicht verfügbar



Verfügbar


5.0.1 2. Juni 2006

Verfügbar



Verfügbar


5.1.0 30. Dezember 2006

Verfügbar



Verfügbar


5.1.1 4. Januar 2007

Verfügbar



Verfügbar


5.2 (*) zur CeBIT 2007

Nicht verfügbar



Verfügbar


5.3 (*) zur CeBIT 2008

Nicht verfügbar



Verfügbar


5.3.1 27. März 2008

Nicht verfügbar



Verfügbar











































































































































































































Version
Datum
CD
DVD
6.0 28. Januar 2009

Verfügbar



Nicht verfügbar


6.0.1 10. Februar 2009

Verfügbar



Nicht verfügbar


6.1 (*) zur CeBIT 2009

Nicht bekannt



Verfügbar


6.2 18. November 2009

Verfügbar



Verfügbar


6.2.1 31. Januar 2010

Verfügbar



Verfügbar


6.3 (*) zur CeBIT 2010

Nicht verfügbar



Verfügbar


6.4.3 20. Dezember 2010

Verfügbar



Verfügbar


6.4.4 1. Februar 2011

Verfügbar



Verfügbar


6.5 (*) zur CeBIT 2011

Nicht verfügbar



Verfügbar


6.7 2. August 2011

Verfügbar



Verfügbar


6.7.1 14. September 2011

Verfügbar



Verfügbar


7.0 (*) zur CeBIT 2012

Nicht verfügbar



Verfügbar


7.0.1 24. Mai 2012

Nicht verfügbar



Verfügbar


7.0.2 31. Mai 2012

Nicht verfügbar



Verfügbar


7.0.3 1. Juli 2012

Verfügbar



Verfügbar


7.0.4 20. August 2012

Verfügbar



Verfügbar


7.0.5 21. Dezember 2012

Verfügbar



Verfügbar


7.1 (*) zur CeBIT 2013

Nicht verfügbar



Verfügbar


7.2 24. Juni 2013

Verfügbar



Verfügbar


7.3 (*) zur CeBIT 2014

Nicht bekannt



Verfügbar


7.4 7. August 2014

Nicht verfügbar



Verfügbar


7.4.1 15. September 2014

Nicht verfügbar



Verfügbar


7.4.2 28. September 2014

Nicht verfügbar



Verfügbar


7.5 (*) zur CeBIT 2015

Nicht verfügbar



Verfügbar


7.6 (**) 21. November 2015

Nicht verfügbar



Verfügbar


7.6.1 16. Januar 2016

Nicht verfügbar



Verfügbar


7.7 (***) zur CeBIT 2016

Nicht verfügbar



Verfügbar


7.7.1 26. Oktober 2016

Nicht verfügbar



Verfügbar


8.0 (***) zur CeBIT 2017

Nicht verfügbar



Verfügbar


8.1.0 (**) 5. September 2017

Nicht verfügbar



Verfügbar


8.2 15. Mai 2018

Nicht verfügbar



Verfügbar


8.3 (***) 7. Juni 2018

Nicht verfügbar



Verfügbar




* Nicht als Download verfügbar
** auch als LPD-Edition verfügbar
*** Erschienen auf der DELUG-DVD 04/2016 bzw. 04/2017 bzw. 07/2018, als 32-Bit und 64-Bit Version



Literatur |



  • Rainer Hattenhauer: Das große Buch Knoppix. Data Becker, Köln 2003. ISBN 3-8158-2519-9


  • Christian Immler, Walter Immler: Das Franzis Handbuch Knoppix. Franzis, Poing 2005. ISBN 3-7723-6149-8

  • Christian Immler, Walter Immler: Knoppix 4.0. Franzis, Poing 2005. ISBN 3-7723-7017-9 (m. DVD)

  • Christian Immler: Netzwerke mit Knoppix. Franzis, Poing 2004. ISBN 3-7723-6226-5



  • Kyle Rankin: Knoppix Hacks. O’Reilly, Beijing 2005, 2008. ISBN 0-596-51493-X

  • Christian Immler, Martin Öhler: Knoppix Reloaded. Das offizielle Knoppix-Buch. Franzis, Poing 2007. ISBN 3-7723-7309-7



Weblinks |



 Commons: Knoppix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


  • Offizielle Webpräsenz

  • Deutsches Knoppix-Forum


  • Knoppix-Varianten (englisch)


  • Linkkatalog zum Thema Knoppix bei curlie.org (ehemals DMOZ)


  • Interview mit Klaus Knopper auf der Berlinux 2005, Radio Orange 94.0



Einzelnachweise |




  1. Linux-Magazin DVD 07/2018


  2. polishlinux.org – Live CD (englisch)


  3. Heise.de Newsticker vom 13. März 2007


  4. knopper.net – März 2008


  5. knopper.net – Januar 2009


  6. Knoppix 6.7: Chromium, LibreOffice und aktueller Kernel


  7. knopper.net – März 2012


  8. knopper.net – Mai 2012


  9. CERT-Bund.de


  10. Linux-Magazin.de


  11. Linux-Magazin.de




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